miniatur|Lage von Hamm in Hamburg und im Bezirk Hamburg-Mitte (hellrot) Die Liste der Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg-Hamm ist eine Übersicht der im Hamburger Stadtteil Hamm vorhandenen Straßen, Plätze und Brücken. Sie ist Teil der Liste der Verkehrsflächen in Hamburg.
Überblick In Hamm (Ortsteilnummern 121 bis 127) leben Einwohner (Stand: ) auf 3,8 km². Hamm liegt in den Postleitzahlenbereichen 20535, 20537, 22087 und 22089.
In Hamm gibt es 116 benannte Verkehrsflächen, darunter drei Plätze und elf Brücken. Die meisten sind entweder Flurbezeichnungen oder Teil einer der folgenden Themengruppen (von Nord nach Süd):
Freunde und Weggefährten von Karl Sieveking (beidseits der Sievekingsallee) ehemalige Pastoren der Hammer Dreifaltigkeitskirche ehemalige Landhausbesitzer oder -bewohner (vor allem südlich der Hammer Landstraße) „Völkerstämme“ (Alemannen, Sorben, Wenden)
Die meisten Namen stammen aus der Zeit der Erschließung und Bebauung des Stadtteils Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Großteil beruht auf Vorschlägen von Otto Beneke, der als Leiter des Senatsarchivs die städtischen Behörden seinerzeit bei der Namensfindung für die neuanzulegenden Straßen beriet.
Übersicht der Straßen Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über alle benannten Verkehrsflächen – Straßen, Plätze und Brücken – im Stadtteil sowie einige dazugehörige Informationen. Im Einzelnen sind dies:
Name/Lage: aktuelle Bezeichnung der Straße, des Platzes oder der Brücke. Über den Link (Lage) kann die Straße, der Platz oder die Brücke auf verschiedenen Kartendiensten angezeigt werden. Die Geoposition gibt dabei ungefähr die Mitte an. Bei längeren Straßen, die durch zwei oder mehr Stadtteile führen, kann es daher sein, dass die Koordinate in einem anderen Stadtteil liegt. Straßenschlüssel: amtlicher Straßenschlüssel, bestehend aus einem Buchstaben (Anfangsbuchstabe der Straße, des Platzes oder der Brücke) und einer dreistelligen Nummer. Länge/Maße in Metern:Hinweis: Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind nach mathematischen Regeln auf- oder abgerundete Übersichtswerte, die im Digitalen Atlas NordDigitaler Atlas Nord mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen eher Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet.Bei Plätzen sind die Maße in der Form a × b bei rechteckigen Anlagen oder a × b × c bei dreiecksförmigen Anlagen mit a als längster Kante dargestellt.Der Zusatz (im Stadtteil) gibt an, wie lang die Straße innerhalb des Stadtteils ist, sofern sie durch mehrere Stadtteile verläuft. Namensherkunft: Ursprung oder Bezug des Namens. Datum der Benennung: Jahr der offiziellen Benennung oder der Ersterwähnung eines Namens, bei Unsicherheiten auch die Angabe eines Zeitraums. Anmerkungen: Weitere Informationen bezüglich anliegender Institutionen, der Geschichte der Straße, historischer Bezeichnungen, Baudenkmale usw. Bild: Foto der Straße oder eines anliegenden Objektes.
Name/Lage Straßen-schlüssel Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlemannenweg ()A070270nach dem „Volksstamm“ der Alemannen1938120pxAm Elisabethgehölz ()A221530nach einer Tochter der Familie Sieveking, zu deren Grundbesitz das einstige Gehölz gehörte1924besteht aus zwei gleich langen Straßenteilen nördlich und südlich des namengebenden Gehölzes120pxAm Hünenstein ()A254220Flurname: nach einem früher in der Nähe befindlichen Hünengrab1929120px|Am HünensteinAuf den Blöcken ()A506320Flurname: Blöcke = Ackerstücke1910120pxBei der Hammer Kirche ()B171230nach der Hammer Dreifaltigkeitskirche1. Hälfte d. 19. Jahrhunderts120pxBei der Vogelstange ()B188200nach einer früher hier befindlichen Stange zum Vogelschießen1936120pxBeim Hammer Marktplatz ()B20990nach Lage und ehemaliger Funktion im Stadtteilum 1816120pxBeltgens Garten ()B240290nach Ottavio Beltgen (1679–1716), Kaufmann und früherer Besitzer des Geländes zwischen Grevenweg, Hammer Landstraße und Mittelkanal1948 (zuvor: Claudiusstraße)120pxBergedorfer Straße ()B25590(im Stadtteil)Straße nach Bergedorf1954östlicher Teil in Horn, Billstedt und Lohbrügge, Gesamtlänge bis Bergedorf: ca. 12 km120pxBethesdastraße ()B302460(im Stadtteil)nach dem früher an der Ecke Burgstraße gelegenen Bethesda-Krankenhaus, gegründet 1860 von Elise Averdieck1887westlicher Teil in Borgfelde120pxBillufer ()B33510(im Stadtteil)nach der Lage am Ufer der Bille1953östlicher Teil in Horn120pxBoomhof ()B47350möglicherweise Flurbezeichnung für einen früheren ObstgartenBeckershaus S. 57.1929120pxBorstelmannsweg ()B5081200nach Johann Borstelmann (1821–75), vormaliger Besitzer des Geländes1857120pxBraune Brücke ()B56390(im Stadtteil)vierter der seit dem Mittelalter nach Farben bezeichneten Übergänge über die Bille1929südlicher Teil in Rothenburgsort120pxBraußpark ()B568210August Heinrich Brauß (1815–96 oder 1900), Finanzdeputierter, besaß hier zwischen 1861 und 1889 eine Gartenanlage1910120pxBundsensweg ()B709180Axel Bundsen (1768–1832), dänischer Architekt, errichtete auf dem früher hier gelegenen Anwesen des Senators Rücker (siehe Rückersweg) ein Gartenhaus1910120pxBurgstraße ()B719430möglicherweise nach einem als „Burg“ bezeichneten Anwesen der Ritter von Hamme, oder aber auch wegen ihrer Lage auf dem Burg- bzw. Borgfelde1853westliche Seite in Borgfelde; Teil der Bundesstraße 5120px|Burgstraße (Hamburg-Borgfelde)Carl-Petersen-Straße ()C006950Carl Wilhelm Petersen, Erster Bürgermeister Hamburgs 1924–29 und 19321946, zuvor: Mittelstraße (seit 1870)das Teilstück westlich der Schwarzen Straße hieß um 1900 noch „Hinter der Landwehr“120pxCaspar-Voght-Straße ()C0121050Caspar Voght, Unternehmer und Sozialreformer, unterstützte seinen Patensohn Karl Sieveking bei der Umgestaltung seines Hammer Hofes in ein landwirtschaftliches Mustergut1916u. a. Ballettschule des Hamburg Ballett120pxChapeaurougeweg ()C017480Jaques de Chapeaurouge, Hamburger Kaufmann und früherer Besitzer des Hammer Hofes1927durch das Elisabethgehölz in zwei Teile getrennt120pxChateauneufstraße ()C022490Alexis de Chateauneuf, Architekt, entwarf für Karl Sieveking mehrere Gebäude auf dessen Landgut Hammer Hof sowie das Sieveking-Mausoleum auf dem Alten Hammer Friedhof1926120pxCurtiusweg ()C070220Carl Georg Curtius, Lübecker Ratssyndikus und Mitstreiter Karl Sievekings im Widerstand gegen Napoleon1928120pxDalenstieg ()D015130nach einem im 13./14. Jahrhundert an der Billemündung gelegenen Ort1914120pxDiagonalstraße ()D084840Flurname: nach der „diagonalen“ Lage auf der Karte1930120pxDimpfelweg ()D113240nach der im 18. Jahrhundert hier ansässigen Kaufmannsfamilie Dimpfel1966 neu angelegt (der frühere „Dimpfels Weg“ befand sich weiter westlich zwischen Beltgens Garten und Hammer Weg)120pxDobbelersweg ()D119710nach der Kaufmannsfamilie de Dobbeler, die hier im 18. Jahrhundert Grund besaß1907120pxDöhnerstraße ()D124310nach August Friedrich Gustav Adolf Döhner (1814–1888) und dessen Frau Sophie Döhner, geb. Hube (1817–1892), Gründerin des Sophie-Döhner-Hube-Stiftes1904120pxDorfgang ()D152130zur Erinnerung an Hamm als früheres Dorf1899, zuvor auch Bäckergang120pxDroopweg ()D201610nach der hier ansässigen Familie Droop, die über Jahrhunderte in Hamburg verschiedene öffentliche Ämter innehatte1909120px|DroopwegEbelingplatz ()E28770Christoph Daniel Ebeling (1741–1817), Gymnasialprofessor, Stadtbibliothekar und Aufklärer1977, vorher: Hammer Weg120pxEiffestraße ()E0811760(im Stadtteil)Franz Ferdinand Eiffe (1825–1875), Kaufmann und Senator, für seine Verdienste als Präses der Baudeputation und als Landherr 1866westlicher Teil in Borgfelde; Teil der Bundesstraße 5120pxEitzensweg ()E115200Albrecht von Eitzen (1578–1653), Hamburger Bürgermeister1929120px|EitzenswegErste Borstelmannbrücke ()–40siehe Borstelmannsweg1930im Verlauf des Borstelmannswegs über den Mittelkanal120pxErste Diagonalbrücke ()–40siehe Diagonalstraße1930im Verlauf der Diagonalstraße über den Mittelkanal120pxErste Grevenbrücke ()–40siehe Grevenweg1930nordwestliche Seite in Borgfelde, südwestliche Seite in Hammerbrook; im Verlauf des Grevenwegs über den Mittelkanal120px|Erste GrevenbrückeErste Luisenbrücke ()–40siehe Luisenweg1930im Verlauf des Luisenwegs über den Mittelkanal120pxEwaldsweg ()E270210Ehrenreich Gotthold Ewald war von 1787 bis 1798 Eigentümer des später „Rückerschen“ Grundstücks1910120px|EwaldswegFahrenkamp ()F009340Flurname: Kamp = Feld1916120pxFuchsloch ()F26585Flurname1910120pxGrevenweg ()G231970„Grafenweg“, den sich die Grafen von Holstein als Zugang zur Bille vorbehielten, nachdem sie den umliegenden Hammerbrook an Hamburg vermacht hattenDiese Deutung von Beckershaus ist vermutlich falsch, da auf alten Karten aus jener Zeit lediglich der weiter westlich gelegene Ausschläger Weg nachweisbar ist. Wahrscheinlicher ist, dass der Grevenweg nach einem früheren Grundbesitzer Greve benannt ist. 1539(?)westliche Seite bis zum Mittelkanal in Borgfelde, danach in Hammerbrook; bis zur Eiffestraße Teil der Bundesstraße 5120px|Grevenweg, Blick Richtung Süden von der Kreuzung Borgfelder Straße/Burgstraße/SievekingdammGriesstraße ()G235990Johann Diederich Gries, Dichter und Johann Michael Gries, Syndikus, beide zum Freundeskreis um Karl Sieveking gehörig 1910/29120pxGrootsruhe ()G254105Hugo Grotius, soll hier während seines Exils einige Zeit gelebt haben1929120pxHammer Baum ()H078270früherer (Zoll-)Schlagbaum an der Hammer Landstraße1929120pxHammer Berg ()H079290nach der Lage am Geesthang1931120pxHammer Deich ()H080580(im Stadtteil)nach Lage und Funktion zum Schutz gegen die Bille 17. Jahrhundertwestlicher Teil in Hammerbrook120pxHammer Hof ()H081460Name des einstigen Landsitzes der Familien Chapeaurouge und Sieveking, aus dem der heutige Hammer Park entstand19120pxHammer Landstraße ()H082180019. Jahrhundertseit dem Mittelalter als Heerweg Richtung Bergedorf und Berlin nachgewiesen, heutiger Name schon vor 1900 in Gebrauch, auch für die heutige Borgfelder Straße120pxHammer Steindamm ()H0841355(im Stadtteil)älteste gepflasterte Verbindungsstraße nach Eilbek und Wandsbek1856nördlicher Teil in Hamburg-Eilbek; in älteren Quellen auch als Mühlen- oder Möhlenweg120pxHammer Weg ()H086140nach der Lage im Stadtteil1888120pxHanfftsweg ()H097180Johann Hanfft (1780–1827), Schlachtermeister und Patriot, der 1813 auf eigene Kosten eine Eskadron Reiter der Hanseatischen Legion ausrüsten ließ und befehligte1929120pxHirschgraben ()H466220(im Stadtteil)Flurname in Anlehnung an den als „Hirschbruch“ gedeuteten alten Namen „Hertzebrook“ für Hasselbrook1866nördlicher Teil in Eilbek; ursprünglich nur nördlich der Hasselbrookstraße, der südliche Abschnitt bis zur Sievekingsallee gehörte vor 1945 zur Jordanstraße120pxHirtenstraße ()H472470nach einem früher hier befindlichen Hirtenhaus19. Jahrhundert120pxHohe Landwehr ()H540380Teil der historischen Landwehr, die das Vorfeld der Stadtbefestigung gegen Räuber und anrückende Truppen schützen sollte, siehe Landwehr (Hamburg)1951 (vorher Landwehr bzw. Alte Landwehr)120pxHorner Weg ()H640740(im Stadtteil)alter Verbindungsweg zum Nachbardorf Horn1865, vorher: Redderöstlicher Teil in Horn120pxHorner Wegbrücke ()–40in Anlehnung an den Horner Weg1901östlicher Teil in Horn120pxHowisch ()H65260Flurname: „hohe Wiese“ = höchste der zur Bille hin abfallenden Wiesen 1929120pxHübbesweg ()H659290u. a. Wasserbaudirektor Heinrich Hübbe (1803–71) sowie Landvogt und Heimatforscher Wilhelm Hübbe (1804–86)1909120pxJordanstraße ()J074290Flurname: früher auch im oder beim Jorden oder Jordan 1868ursprünglich bis zur Hasselbrookstraße, der Abschnitt nördlich der Sievekingsallee heißt heute Hirschgraben120pxKentzlerdamm ()K134190nach der Oberalten- und Senatorenfamilie Kentzler1948, zuvor: Kentzlers Weg120pxKreuzbrook ()K424240Flurname: vermutlich nach einem alten Holzkreuz, das die Grenze des Kirchspiels von St. Jacobi markierte1905120pxKrugtwiete ()K46195nach einem im 18. Jahrhundert hier an der Hammer Landstraße gelegenen Wirtshaus 120pxLandwehr