Diese Liste enthält die Geotope des Schwäbischen Landkreises Aichach-Friedberg in Bayern.Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017) Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand März 2020) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Geotop ID Gemeinde / Lage Geologische Raumeinheit Beschreibung Fläche m² / Ausdehnung m Geologie Aufschlussart Wert Schutzstatus Bemerkung |- | Ehem. Kiesgrube N von Gumpenberg | | 771A001 | style="text-align:center"|Pöttmes | Iller-Lech-Region | Die Kiesgrube Gumpenberg schließt ältestpleistozäne Schotter der Aindlinger Terrassentreppe auf. Sie ist großteils verwachsen. | 5000100 × 50 | Typ: GesteinsartArt: Schotter | Kiesgrube/Sandgrube | wertvoll | kein Schutzgebiet

| Ehem. Tongrube NE von Froschham | | 771A010 | style="text-align:center"|Aichach | Donau-Isar-Hügelland | Die Tongrube wurde bis 2002 von der Ziegelei Renz in Aichach betrieben. Damals waren bis 25 m mächtige Tone, Schluffe und Feinsande der älteren Serie aufgeschlossen. Die Feinsedimente waren durch Paläoböden gegliedert. Das Grundwasser hat die Grube größtenteils überflutet, nur im Norden blieb ein ca. 3 m hoher Aufschluss erhalten. | 105000300 × 350 | Typ: Gesteinsart, Fossiler BodenArt: Ton, Sand | Lehmgrube/Tongrube/Mergelgrube | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Paläoboden im Altgraben S von Dasing | | 771A011 | style="text-align:center"|Friedberg | Donau-Isar-Hügelland | Humoser Paläoboden, der von schluffig-sandigen Auenablagerungen überdeckt wird. Er liegt ca. 1,8 m unter GOK am Altgraben südlich von Dasing, der künstlich begradigt und bis zu 2 m in den Talboden eingeschnitten ist. Anhand von Keramikscherben aus der Latène- und Römerzeit kann der ehemalige Talboden in das erste Jahrtausend vor Christus datiert werden. | 800400 × 2 | Typ: Fossiler Boden, Graben, KanalArt: Lehm | Hanganriss/Felswand | bedeutend | FFH-Gebiet

| Sandgrube N von Immendorf | | 771A012 | style="text-align:center"|Pöttmes | Donaumoos | In der Sandgrube Immendorf sind schräggeschichtete Feinsande der Oberen Süßwassermolasse aufgeschlossen. Im Sand sind Aufarbeitungslagen und Tongerölle zu sehen, darin nisten Uferschwalben. Über dem Feinsand liegt eine ca. 3 bis 4 m mächtige Schlufflage mit Kalkkonkretionen. | 350070 × 50 | Typ: GesteinsartArt: Sand | Kiesgrube/Sandgrube | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Schürfgrubenfeld Grubet NE von Oberschneitbach | | 771G001 | style="text-align:center"|Aichach | Donau-Isar-Hügelland | Großes Schürfgrubenfeld aus dem Früh- bis Hochmittelalter mit ca. 3500 Pingen. Ausgebeutet wurden Eisenerz-Konkretionen in der Oberen Süßwassermolasse. | 2000001000 × 200 | Typ: Pinge/nfeldArt: Eisen-/Manganerz, Kies, Sand | Pinge | wertvoll | Bodendenkmal

| Quellaustritt Silberbrünnle S von Notzenfeld | | 771Q001 | style="text-align:center"|Aichach | Donau-Isar-Hügelland | Der Name des Baches geht auf helle Glimmer im Bachsediment (Sande der Oberen Süßwassermolasse) zurück. Im Bachbett gibt es Schwermineralseifen (überwiegend Granat). Die Quellen entspringen über tertiärem Ton, über dem wasserführende Sande der älteren Serie anstehen. | 280000700 × 400 | Typ: Schichtquelle, HangquellmoorArt: Sand, Torf | kein Aufschluss | bedeutend | Landschaftsschutzgebiet

| Hochterrasse NE von Unterbergen | | 771R001 | style="text-align:center"|Schmiechen | Paar-Isar-Region | Hochterrasse aus der Riß-Kaltzeit, die nach Norden ausläuft. | 650002600 × 25 | Typ: TerrasseArt: Kies | kein Aufschluss | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Paartal SW von Ottmaring | 150px | 771R002 | style="text-align:center"|Friedberg | Donau-Isar-Hügelland | Das Paartal entstand durch rückschreitende Erosion der Unteren Paar, die sich im frühen Holozän mit der an der Ostseite des Lechtals fließenden Oberen Paar zum heutigen Lauf vereinigte. | 150000600 × 250 | Typ: SohlentalArt: Schotter, Sand | kein Aufschluss | wertvoll | Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet

| Oberes Schindbachtal W von Griesbeckerzell | | 771R003 | style="text-align:center"|Aichach | Donau-Isar-Hügelland | Das Tal des Schindbachs wandelt sich bachabwärts von einem Muldental in ein Sohlental. Quellnischen und Quellhorizonte an den Hängen führen zur Versumpfung. | 100000500 × 200 | Typ: Asymmetrisches Tal, Muldental, SchichtquelleArt: Sand | kein Aufschluss | bedeutend | Landschaftsbestandteil

| Prallhänge an der Paar S von Dasing | | 771R004 | style="text-align:center"|Friedberg | Donau-Isar-Hügelland | Prallhänge, die die mäandrierende Paar südlich von Dasing in tertiäre Feinsande der Mittleren Serie gebildet hat. | 100000500 × 200 | Typ: Prallhang, MäanderArt: Sand | Prallhang/Flussbett/Bachprofil | bedeutend | FFH-Gebiet

| Malmkalkblock in Oberbaar | | 772R003 | style="text-align:center"|Baar | Iller-Lech-Region | Großer Malmbrocken aus Massenkalk, der in der Kiesgrube nordöstlich von Thierhaupten gefunden wurde. Er ist der größte bekannte Malmblock der Schotterplatten. Es handelt sich entweder um einen Reuterschen Block (durch Ries-Ereignis verfrachtet) oder um einen Driftblock im Lauf der Donau während des Altpleistozän. | 22 × 1 | Typ: Auswurfmaterial (Impakt), Gesteinsart, FelsblockArt: Kalkstein | Block | bedeutend | kein Schutzgebiet |

Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Aichach-Friedberg Liste der Landschaftsschutzgebiete im Landkreis Aichach-Friedberg Liste der FFH-Gebiete im Landkreis Aichach-Friedberg Liste der Naturdenkmäler im Landkreis Aichach-Friedberg Liste der geschützten Landschaftsbestandteile im Landkreis Aichach-Friedberg

Einzelnachweise

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