Diese Liste enthält die Geotope des unterfränkischen Landkreises Haßberge in Bayern.Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017) Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand März 2020) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.

Name Bild Geotop ID Gemeinde / Lage Geologische Raumeinheit Beschreibung Fläche m² / Ausdehnung m Geologie Aufschlussart Wert Schutzstatus Bemerkung |- | Aufschluss am Kapellenberg südöstlich von Zeil am Main | 150px | 674A001 | style="text-align:center"|Zeil am Main | Haßberge-Region | Aufschluss mit Schilfsandstein unten, darüber Lehrbergschichten mit einzelnen Gipslagen und -linsen. Das Geotop ist verfallen und war 2012 komplett zugewachsen. Eine Informationstafel ist vorhanden. | 2500250 × 10 | Typ: SchichtfolgeArt: Sandstein, Tonstein | Steinbruch | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet

| Keuperprofil Königsberger Steige bei Königsberg | 150px

| 674A002 | style="text-align:center"|Königsberg in Bayern | Haßberge-Region | Aufschlüsse in Myophorien-, Estherienschichten und im Schilfsandstein an der Königsberger Steige, Informationstafeln sind vorhanden. | 1500300 × 5 | Typ: Standard-/ReferenzprofilArt: Sandstein, Tonstein, Mergelstein | Böschung | wertvoll | Naturpark

| Ehemalige Basaltbrüche am Bramberg südlich von Hohnhausen | 150px | 674A003 | style="text-align:center"|Burgpreppach | Haßberge-Region | Zwei ehemalige Steinbrüche nördlich und südlich der Burg Bramberg. Basaltschlot mit konzentrisch aufgebauter Füllung. Innen Basaltsäulen, nach außen folgen Basaltbrekzie und Nebengesteinstrümmer (vor allem gefrittete Keupertone). | 280070 × 40 | Typ: Mineralien, Vulkanschlot, BasaltsäulenArt: Basalt | Steinbruch | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet, Vogelschutzgebiet, Naturpark

| Ehemaliger Sandsteinbruch Eichelberg südlich von Burgpreppach | 150px | 674A004 | style="text-align:center"|Burgpreppach | Haßberge-Region | Bankiger bis dickbankiger, weiß-grauer, feinkörniger Sandstein, Klüftung senkrecht zur Schichtfläche. Rippelmarken und Abdrücke von Muscheln sind erkennbar. Unten eine Stauschicht aus hellem Ton. | 6000150 × 40 | Typ: Gesteinsart, StauquelleArt: Sandstein | Steinbruch | bedeutend | Landschaftsbestandteil, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark

| Ehemalige Tongrube am Wolfshügel ostsüdöstlich von Ostheim | 150px | 674A005 | style="text-align:center"|Hofheim in Unterfranken | Haßberge-Region | Tongrube am Osthang des Wolfsberges, die die oberen Myophorienschichten aufschließt. Wenige Meter darunter ist die Bleiglanzbank als kleine Geländestufe erkennbar. | 25025 × 10 | Typ: GesteinsartArt: Tonmergelstein | Lehmgrube/Tongrube/Mergelgrube | bedeutend | Landschaftsschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet

| Werksandsteinbruch westlich von Kleinsteinach | 150px | 674A007 | style="text-align:center"|Riedbach | Nördliche Fränkische Platten | Werksandstein, mittelbankig, unregelmäßig klüftig und blassbraun, plattig aufgehend. Im Steinbruch wurden vermutlich kleine Bausteine gewonnen. Am Exkursionsaufschluss steht eine Erläuterungstafel. | 60040 × 15 | Typ: GesteinsartArt: Sandstein | Steinbruch | bedeutend | kein Schutzgebiet

| Tuffbrekzie westlich von Mechenried | 150px | 674A008 | style="text-align:center"|Riedbach | Nördliche Fränkische Platten | Aufschluss von Tuffbrekzie mit vulkanischen und sedimentären Komponenten, Oberfläche ist angewittert. Viele Gesteinsbrocken wurden in Tonminerale umgewandelt, vermutlich durch postvulkanische Thermalwässer. Liegt gleich westlich von Mechenried, war 2013 teilweise zugewachsen. | 6030 × 2 | Typ: GesteinsartArt: Tuff/Tuffit | Hanganriss/Felswand | wertvoll | kein Schutzgebiet

| Felsen an der Burgruine in Altenstein | 150px | 674A010 | style="text-align:center"|Maroldsweisach | Haßberge-Region | Die Burgruine Altenstein steht auf Rhätsandstein. Die Sandsteine rutschen teilweise auf den darunterliegenden Tonen und Tonmergeln des Feuerletten hangabwärts. Hinweistafeln des Burgenkundlichen Lehrpfades Haßberge. | 10000100 × 100 | Typ: GesteinsartArt: Sandstein | Hanganriss/Felswand | bedeutend | Bodendenkmal, Naturpark

| Rhät-Felswand nordöstlich von Rabelsdorf | 150px | 674A011 | style="text-align:center"|Pfarrweisach | Haßberge-Region | Sandsteinwand im Rhät der Haßberge östlich von Rabelsdorf. Felswände und ortsfremde Blöcke in verschiedenen Ablösungsstadien. | 1500060 × 250 | Typ: Gesteinsart, Felswand/-hangArt: Sandstein | Hanganriss/Felswand | bedeutend | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark

| Ehemaliger Steinbruch zwischen Junkersdorf und Altenstein | 150px | 674A013 | style="text-align:center"|Maroldsweisach | Haßberge-Region | Aufschluss von rotvioletten, dolomitischen Tonmergeln mit teilweise meterdicken dolomitischen Kalkbänken im Feuerletten. Der Kalk wurde früher abgebaut. | 360060 × 60 | Typ: GesteinsartArt: Tonstein, Dolomitstein | Steinbruch | wertvoll | Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Vogelschutzgebiet

| Mainauen westsüdwestlich von Ziegelanger | 150px | 674A016 | style="text-align:center"|Zeil am Main | Sandsteinkeuperregion | Ehemalige Sandgrube, in der Eichen-Rannen aufgeschlossen sind. Die Bäume wurden zwischen 8000 v. Chr. und 250 n. Chr. dort abgelagert. In dieser Häufung und Präsentation einmalig. Erlebnispfad ist eingerichtet, Weg besteht aus lokal abgebautem Main-Kies. | 30000200 × 150 | Typ: Pflanzliche Fossilien, DurchbruchstalArt: Kies, Sand | Kiesgrube/Sandgrube | besonders wertvoll | Naturpark | Bayerns schönste Geotope Nr. 85 |- | Basaltbruch Zeilberg östlich von Maroldsweisach | 150px | 674A017 | style="text-align:center"|Maroldsweisach | Haßberge-Region | Der Zeilberg ist der größte Vulkanschlot der Heldburger Gangschar. Ein Stein-Erlebnispfad ermöglicht den Einblick in einen nicht zugänglichen großen Basalt-Steinbruch. Es gibt einen Klopfplatz, an dem Basaltsteine mit Olivinknollen untersucht werden dürfen. | 5000001000 × 500 | Typ: Gesteinsart, VulkanschlotArt: Basalt | Steinbruch | wertvoll | Naturpark

| Steinbruch nordöstlich von Gleisenau | 150px | 674A019 | style="text-align:center"|Ebelsbach | Haßberge-Region | Steinbruch mit Coburger Sandstein (nicht Blasensandstein wie früher angenommen). Coburger Sandstein und Blasensandstein sind hier schwer zu unterscheiden und werden in der Hassberge-Formation zusammengefasst. Infotafel der Georoute Haßberge. | 400080 × 50 | Typ: GesteinsartArt: Sandstein | Steinbruch | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark

| Schilfsandsteinbruch nordöstlich von Zeil | 150px | 674A020 | style="text-align:center"|Zeil am Main | Haßberge-Region | Grünlich-gelber, toniger und leicht zu bearbeitender Sandstein, der als Werkstein genutzt wurde. Der Sandstein wird durch zwei dünne, plattige Tonlagen in drei Lagen geteilt. Infotafel der Georoute Haßberge. 2012 war das Geotop zugewachsen. | 10020 × 5 | Typ: GesteinsartArt: Sandstein | Steinbruch | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark

| Aufgelassene Tongrube nordwestlich von Rügheim | 150px | 674A021 | style="text-align:center"|Hofheim in Unterfranken | Nördliche Fränkische Platten | Aufgelassene Tongrube, an deren nördlicher Aufschlusswand die höheren Schichten des Unteren Keupers von drei verschieden alten Lößablagerungen überdeckt werden. Die Abfolge der Unteren Dolomitsteine und der Unteren Estherienschiefer ist schön zu erkennen. Infotafel der Georoute Haßberge. | 60000300 × 200 | Typ: Schichtfolge, SedimentstrukturenArt: Tonstein, Lößlehm | Lehmgrube/Tongrube/Mergelgrube | wertvoll | kein Schutzgebiet

| Rhätsandsteinbruch nördlich von Buch | 150px | 674A023 | style="text-align:center"|Untermerzbach | Haßberge-Region | Aufgelassener Steinbruch im Rhätsandstein. | 17000170 × 100 | Typ: Gesteinsart, SedimentstrukturenArt: Sandstein | Steinbruch | bedeutend | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark

| Sandsteinbruch westlich von Neubrunn | 150px | 674A024 | style="text-align:center"|Kirchlauter | Haßberge-Region | Aufgelassener Steinbruch, der Coburger Sandstein und seine tonigen Nebengesteine aufschließt. Exkursionspunkt der Geo-Route des Naturparks Haßberge mit Infotafel. | 0keine Angabe | Typ: Schichtfolge, Gesteinsart, SedimentstrukturenArt: Sandstein, Tonstein | Steinbruch | wertvoll | FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet, Naturpark

| Gasaustritte nordöstlich von Mechenried | 150px | 674A025 | style="text-align:center"|Riedbach | Nördliche Fränkische Platten | Südlich der Straße Mechenried-Rügheim entweicht an mehreren Stellen Gas aus dem Erdreich. Am besten beobachten lässt sich das bei Tiefdruckwetterlagen (Geräuschentwicklung) oder bei nassem Boden (Blasenbildung). Pflanzen kümmern teilweise oder sind braun gefärbt, es riecht nach faulen Eiern. Das Gas enthält 18,1 Volumenprozent Kohlendioxid, ca. 0,5 Volumenprozent Kohlenwasserstoffe, 0,02 bis 0,03 ppm Ozon, 8 bis 10 ppm Schwefeldioxid, 0,1 bis 0,5 ppm Schwefelwasserstoff, 0,01 ppm Kohlenmonoxid, 0,01 ppm nitrose Gase. Ursache der Gasaustritte könnte die Heldburger Gangschar sein. | 140070 × 20 | Typ: StörungArt: Tonstein | kein Aufschluss | wertvoll | kein Schutzgebiet

| Aufschluss im Heldburger Gipsmergel östlich von Neuses | 150px | 674A026 | style="text-align:center"|Bundorf | Haßberge-Region | Aufschluss der distalen Fazies des Coburger Sandsteins und des Unteren Burgsandsteins (Heldburger Gipsmergel). Bunte Abfolge von Ton- und Siltsteinen, Tonmergeln, Gipsstein- und Dolomitlagen (Steinmergel). | 30030 × 10 | Typ: Schichtfolge, Gesteinsart, SedimentstrukturenArt: Sandstein, Mergelstein, Tonmergel | Böschung | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark

| Schilfsandsteinbruch nordöstlich von Burg Königsberg | 150px | 674A027 | style="text-align:center"|Königsberg in Bayern | Haßberge-Region | Aufgelassener Sandsteinbruch nordöstlich der Burg Königsberg, an der Coburger Straße Richtung Hohnhausen. Schilfsandstein (Stuttgart-Formation), in massigen Bänken mit deutlich erkennbaren Schrägschichtungskörpern. Zwischen zwei Sandsteinbänken sind synsedimentär deformierte Schichten erkennbar, was durch Erdbeben während der Trias entstanden sein könnte. Der Steinbruch ist frei zugänglich. | 0keine Angabe | Typ: Sedimentstrukturen, Lagerungsverhältnisse, DiskordanzArt: Sandstein | Steinbruch | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark

| Schlotbrekzie südöstlich von Schweinshaupten | 150px | 674A028 | style="text-align:center"|Bundorf | Haßberge-Region | Südöstlich des Badeweihers Schweinshaupten ist an einer Wegeböschung ein tertiärer Brekzienschlot aufgeschlossen, welcher der Heldburger Gangschar zuzurechnen ist. Die Gesamtausdehnung des Schlots beträgt rund 100 mal 75 m. Nur etwa 10 Prozent der Schlotfüllung bestehen aus Basalt, in geringem Umfang sind Xenolithe aus der tieferen Kruste und Kristallin beteiligt. Die Hauptmasse des Auswürflingsmaterials bilden mesozoische Sedimente: vor allem Tonsteine, Mergel und Gipsmergel, sowie untergeordnet Sandsteine des Coburger Sandsteins, des Burgsandsteins und des Schilfsandsteins. Damit bestätigt sich die wichtige Erkenntnis, dass im Tertiär noch Schichten des Jura in den Haßbergen vorhanden waren. | 7515 × 5 | Typ: Magmatisches GefügeArt: Basalt, Breccie | sonstiger Aufschluss | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet, Naturpark

| Geusfeld, Hohlweg an der Marienkapelle | 150px | 674A029 | style="text-align:center"|Rauhenebrach | Sandsteinkeuperregion