Heiliges Herz – Das Schwert Deiner Sonne ist das 2007 erschienene sechste Studioalbum der Band Samsas Traum. Es wurde am gleichen Tag wie das Album Wenn schwarzer Regen veröffentlicht.
Entstehungsgeschichte Die Aufnahme des Schlagzeugs durch Moritz Neuner verlief für Kaschte sehr unbefriedigend. Die Aufnahmen passten nicht zur musikalischen Ausrichtung des Albums, zudem war Neuner, Booker von Atrocity und Leaves’ Eyes nicht ausreichend vorbereitet gewesen. Nach langem Hin und Her entschied sich Kaschte die Schlagzeugspuren zu löschen. Danach schickte Kaschte Adrian Erlandsson von The Haunted über Vermittlung von Fredrik Nordström Demostücke des Albums und dieser erklärte sich direkt bereit, das Album einzuspielen. Daniel Schröder übernahm, wie auch beim gleichzeitig veröffentlichten Album Wenn Schwarzer Regen, wieder die Klarinette.
Formate Das Album erschien in zwei verschiedenen Formanten: einmal im normalen Jewelcase und einmal als limitierte Version. Die limitierte Version kommt im Buchformat (14 × 28 cm) im Schuber mit hochwertiger Prägung und Lackierung. Im Hardcover-Leinen-Einband ist das Sonderbeiheft mit Fadenheftung enthalten, das alle Texten, Liner Notes und zusätzliche Illustrationen enthält.
Cover Das Cover stellt einen brennenden Jesus Christus mit dem Gesicht von Kaschte in einer Kirche dar. Dies entstand nach Aussage von Kaschte allerdings nicht (oder nicht ausschließlich) aus blasphemischen Gründen, sondern lag daran, dass Kaschte von seinen Fans zuweilen um Rat gefragt wurde und er sich daher „wie ein zu seiner Bestimmung gezwungener Erlöser“ fühle. Daher tauche das Motiv auch in diversen Darstellungen auf.
Titelliste CD 1 # Titel Länge 1 5+6 = 218 0:47 2 Das Zeitalter der Bäume 8:10 3 Auf den Spiralnebeln 3:49 4 Durch springende Lippen 3:10 5 Schlaf in den Flammen 4:24 6 Liebeslied 4:52 7 Der Tag stummer Rache 6:09 8 Der Hirte der Meere 4:33 9 Im Auge des Sturms 5:27 10 Heiliges Herz 5:08 11 Das Schwert Deiner Sonne 7:07
CD 2 # Titel Länge 1 Intro 1:42 2 Heiliges Herz (Thomas-Rainer-Remix) 4:51 3 Auf den Spiralnebeln (Peter-Tägtgren-Remix) 3:53 4 Durch springende Lippen (P·A·L-Remix) 3:06 5 Im Auge des Sturms (In-Strict-Confidence-Remix) 5:49 6 Schlaf in den Flammen (:Wumpscut:-Remix) 5:14 7 Heiliges Herz (Monozelle-Remix) 5:15 8 Outro 5:43 9 Anti (Saw-3-UR-Version) 3:24 10 Anti (Saw-3-TH-Version) 3:26 11 Bis an das Ende der Zeit (Saw-2-Version) 3:44 12 Heiliges Herz (Peter-Tägtgren-Remix) 3:25
Songinfos Das Intro des Albums, 5+6 = 218, ist ein Sample aus einem Interview mit dem kurz zuvor verstorbenen Jon Nödtveidt von Dissection. Der Titel basiert auf einem Zahlencode des Misanthropic Luciferian Orders (MLO), dessen prominentestes Mitglied Nödtveidt war.
Musikstil und Texte Das Album sollte nach a.Ura und das Schnecken.Haus, einem eher am Gothic Metal orientierten Album, wieder in die härtere Richtung gehen. Dementsprechend finden sich musikalische Merkmale des Black Metals der frühen 1990er auf dem Album, allerdings vermischt mit zahlreichen Einflüssen aus anderen Genres, wie es bei Samsas Traum üblich geworden ist. Das Album ist wesentlich schneller und aggressiver als seine Vorgänger. Tatsächlich sieht Kaschte Samsas Traum zuweilen auch als Black-Metal-Band, etwas was ihm von der Szene im Allgemeinen in Abrede gestellt wird:
Lyrisch bewegte sich Kaschte jedoch weg von den üblichen Black-Metal-Klischees, sondern verwendete Naturmetaphorik und sehr persönliche Texte.
Rezensionen Conny Schiffbauer vom Rock Hard vergab lediglich 2 von 10 Punkten und bezeichnete das in ihrer an den Herr-der-Ringe-Zyklus angelehnten Schmähkritik als ähnlich, wie „wenn eine verklärte Textzeilen kreischende Gollum-Reinkarnation naive Elbenmädchen aus Bruchtal zu dünnem Background-Gefiepse nötigt und selber nach ein paar Humpen Bier zu viel im ‚Tänzelnden Pony‘ derart talentlos und flach Dark Metal, Black, NDH, Gothic und Wave zu einer öden Uruk-hai-Brühe vermixt, dass sogar dem standhaftesten Hobbit die Haare an den Füßen ausfallen.“ Das Rock Hard hatte bereits vorher Alben von Samsas Traum in seinen Rezensionen verrissen und mehrfach zu ihrer „Arschbombe des Monats“ (schlechtestes Album des Monats) gekürt. Kaschte reagierte mit einem Leserbrief auf die neuerliche Kritik. Es soll auch zu vermehrten Mail-Beschwerden von Samsas-Traum-Fans bei Schiffbauer gekommen sein.
Bei einer Jubiläums-Feier für das Label Nuclear Blast konfrontierte Kaschte Schiffbauer mit ihrer Polemik. Die Begegnung soll sich laut Kaschte so abgespielt haben:
Schiffbauer hatte Kaschte zufolge auch erklärt, unter Redaktions-Zeitdruck die Rezension verfasst zu haben.
Auch das Webzine Stormbringer.at schrieb einen Verriss:
Das Gleiche gilt für Metal.de, die insbesondere die Texte und den Genremix bemängelten:
Weitere Rezensionen fielen weitaus freundlicher aus. So bezeichnete das Legacy das Album als „lupenreines Black Metal-Werk nach norwegischer Prägung“ mit „deutlichem Darkthrone- und Mayhem-Einschlag“.
Josef Behr von Metal1.info sprach eine Kaufempfehlung aus:
Einzelnachweise
Kategorie:Album 2007 Kategorie:Album (Dark Metal) Kategorie:Album (Dark Music)