Diese Liste enthält die Geotope des Oberbayerischen Landkreises Garmisch-Partenkirchen in Bayern.Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, www.lfu.bayern.de, Geotoprecherche (abgerufen am 16. September 2017) Die Liste enthält die amtlichen Bezeichnungen für Namen und Nummern des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) sowie deren geographische Lage. Diese Liste ist möglicherweise unvollständig. Im Geotopkataster Bayern sind etwa 3.400 Geotope (Stand März 2020) erfasst. Das LfU sieht einige Geotope nicht für die Veröffentlichung im Internet geeignet. Einige Objekte sind zum Beispiel nicht gefahrlos zugänglich oder dürfen aus anderen Gründen nur eingeschränkt betreten werden.
Name Bild Geotop ID Gemeinde / Lage Geologische Raumeinheit Beschreibung Fläche m² / Ausdehnung m Geologie Aufschlussart Wert Schutzstatus Bemerkung |- | Straßenaufschluss W von Plattele | | 180A001 | style="text-align:center"|Krün | Isar-Loisach-Gebirgsregion | Guter Aufschluss steil einfallender Partnachschichten. | 15015 × 10 | Typ: GesteinsartArt: Kalkstein | Böschung | bedeutend | Landschaftsschutzgebiet
| Ehemaliger Steinbruch Weghauser Köchel | | 180A002 | style="text-align:center"|Eschenlohe | Isar-Loisach-Jungmoränenregion | Heute liegt der ehemalige Steinbruch auf bebautem Privatbesitz. | 15030 × 5 | Typ: GesteinsartArt: Mergelstein | Steinbruch | bedeutend | FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
| Steinbruch am Langen Köchel im Murnauer Moos | 150px | 180A004 | style="text-align:center"|Murnau am Staffelsee | Isar-Loisach-Jungmoränenregion | Nach über 70 Jahren wurde der Abbau im Dezember 2000 eingestellt. Insgesamt wurden in dieser Zeit 24 Mio. Tonnen 'Glaukoquarzit' abgebaut. Die Betriebsanlagen wurden abgebaut, die tieferen Abbausohlen füllen sich mit Grundwasser. Der Bruch bildet den wichtigsten Aufschluss der helvetischen Kreide im bayerischen Oberland. In kalzitverheilten Klüften sind Mineralfunde (z. B. Calcit, Pyrit) möglich. Der Schrattenkalk ist teilweise verkarstet. | 2000001000 × 200 | Typ: Schichtfolge, HärtlingArt: Sandstein, Kalkstein | Steinbruch | besonders wertvoll | Landschaftsbestandteil, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
| Wörth-Konglomerat am Staffelsee | | 180A005 | style="text-align:center"|Seehausen am Staffelsee | Isar-Loisach-Jungmoränenregion | Am Seeufer sind die verfestigten oligozänen Flussschotter des Wörth-Konglomerats aufgeschlossen. | 6010 × 6 | Typ: GesteinsartArt: Konglomerat | Hanganriss/Felswand | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet
| Ehemaliger Kofelsteinbruch N von Mittenwald | | 180A007 | style="text-align:center"|Mittenwald | Isar-Loisach-Gebirgsregion | Im geologischen Profil ist die Wechsellagerung von Kies, Sand und Kofelstein zu erkennen. Beim Kofelstein handelt es sich um einen durch Eisdruck und Kalkausscheidung verfestigten Karbonatdetritus (Seekreide) des Frühwürm. Der Aufschluss ist inzwischen stark verrutscht und z. T. zugewachsen. | 20000200 × 100 | Typ: GesteinsartArt: Kalkstein, Kies | Steinbruch | bedeutend | kein Schutzgebiet
| Ehem. Marmorbruch in Adneter Schichten NE von Mittenwald | | 180A008 | style="text-align:center"|Mittenwald | Isar-Loisach-Gebirgsregion | Der Adneter Kalk wurde als Naturwerkstein (Marmor) und als Schotter abgebaut. Zusätzlich sind Hierlatzkalke und Aptychenschichten aufgeschlossen. Es wurde über Manganvererzungen und Fossilfunde berichtet. | 320080 × 40 | Typ: Schichtfolge, Mineralien, Tierische FossilienArt: Kalkstein | Steinbruch | wertvoll | Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
| Aufschlüsse im Seinsbachtal NE von Mittenwald | | 180A009 | style="text-align:center"|Mittenwald | Isar-Loisach-Gebirgsregion | Zu erkennen ist eine Brekzie mit eckigen, runden und kantengerundeten Geröllen in sandig-schlammiger Grundmasse aus dem Riß-/Würm-Interglazial, die viele Jura-Komponenten enthält. | 20040 × 5 | Typ: GesteinsartArt: Breccie, Schotter | Prallhang/Flussbett/Bachprofil | wertvoll | Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
| Bausteinschichten NW von Zell | 150px | 180A010 | style="text-align:center"|Großweil | Isar-Loisach-Jungmoränenregion | Der tief eingegrabene Bachlauf am Ostende der Murnauer Mulde (umlaufendes Streichen) schneidet die Schichtfolge senkrecht an, wodurch kleine Wasserfälle entstanden. An diesem Exkursionspunkt ist die Schichtfolge gut aufgeschlossen. | 20020 × 10 | Typ: Schichtfolge, Wasserfall, Bach-/FlusslaufArt: Sandstein, Mergelstein | Prallhang/Flussbett/Bachprofil | bedeutend | kein Schutzgebiet
| Hornsteinschichten bei der Blauen Gumpe S Unternogg | | 180A011 | style="text-align:center"|Saulgrub | Ammergebirge | Im Bachbett des Hengstbaches sind entlang kleiner Kaskaden Radiolarite des alpinen Malms aufgeschlossen, die meist rötlich, teilweise aber auch bunt gefärbt sind. Die dünnbankigen Gesteine sind teilweise intensiv verfaltet. Aufschlüsse von Radiolariten sind in Bayern in Talnähe nur selten vorhanden. | 2000100 × 20 | Typ: GesteinsartArt: Radiolarit | Prallhang/Flussbett/Bachprofil | wertvoll | Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
| Bänderton-Aufschluss am Neuen Stall S Unternogg | | 180A012 | style="text-align:center"|Saulgrub | Ammergebirge | Im Bachbett des Hengstbaches sind südlich des Wilden Jäger Bändertone aufgeschlossen, die im würmeiszeitlichen Halbammer-Stausee abgelagert wurden. | 1500100 × 15 | Typ: GesteinsartArt: Seekreide | Prallhang/Flussbett/Bachprofil | bedeutend | Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
| Bärenhöhle und Kleiner Wasserfall W von Wallgau | | 180A013 | style="text-align:center"|Wallgau | Isar-Loisach-Gebirgsregion | Oberhalb eines kleinen Wasserfalls (beschildert) liegt die breite Auswitterungshöhle in Raibler Rauhwacken, die einen guten Aufschluss des Gesteins bietet. Unmittelbar vor dem Objekt liegt ein ca. 1 m großer Findling aus Gneis. | 10020 × 5 | Typ: Gesteinsart, Ausbruchs/Auswitterungshöhle, Wasserfall, FindlingArt: Rauhwacke | Höhle | wertvoll | FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
| Schleifmühlklamm bei Unterammergau | 150px | 180A015 | style="text-align:center"|Unterammergau | Ammergebirge | Entlang des Wanderwegs durch die Schleifmühlklamm finden sich zahlreiche Aufschlüsse von verfalteten Ammergauer Schichten sowie im Bereich des oberen Wasserfalls auch von Radiolarit. Zusätzlich finden sich zahlreiche Spuren der früheren Wetzsteinherstellung. | 10000500 × 20 | Typ: Schichtfolge, WasserfallArt: Mergelstein, Radiolarit | Prallhang/Flussbett/Bachprofil | bedeutend | kein Schutzgebiet
| Sandabbau am Burgbichl bei Unterammergau | | 180A016 | style="text-align:center"|Unterammergau | Isar-Loisach-Jungmoränenregion | Gute Restaufschlüsse in einem ehemaligen Abbau von nur gering verfestigtem Cenomansandstein, der als Schleifmittel zur Wetzsteinherstellung verwendet wurde. | 45030 × 15 | Typ: GesteinsartArt: Sandstein | Steinbruch | bedeutend | Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet
| Flyschaufschlüsse im Halbammertal | | 180A017 | style="text-align:center"|Saulgrub | Ammergebirge | Im Norden des Halbammertals liegen Aufschlüsse des Feuerstätter Flyschs, der hier früher als Unternogg-Schichten bezeichnet wurde. Nach Süden folgen an Rutschungen und im Bachprofil Aufschlüsse der Piesenkopfserie, der Zementmergelserie und des Reiselsberger Sandsteins. Typische Turbiditabfolgen und Faltenstrukturen sind zu erkennen. | 2000002000 × 100 | Typ: Gesteinsart, Falte/Mulde/Sattel, RutschungArt: Sandstein, Mergelstein | Prallhang/Flussbett/Bachprofil | wertvoll | Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
| Meilerhütten-Breccie SSE von Garmisch-Partenkirchen | | 180A018 | style="text-align:center"|Garmisch-Partenkirchen | Isar-Loisach-Gebirgsregion | Unterhalb der Meilerhütte befindet sich gut zugänglich die Meilerhütten-Breccie (Tertiär) in Kontakt zum Wettersteinkalk. Die aus überwiegend nur kantengerundeten Komponenten bestehende Grobbreccie wird als Ablagerung in einer Schlucht oder einem Canyon gedeutet. | 20020 × 10 | Typ: Sedimentstrukturen, KontaktArt: Breccie | Felshang/Felskuppe | wertvoll | Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet, Vogelschutzgebiet
| Längenfeld-Breccie SE von Grainau | | 180A019 | style="text-align:center"|Garmisch-Partenkirchen | Isar-Loisach-Gebirgsregion | Das Geotop bildet Türme und Felswände mit einer maximalen Höhe von etwa 70 Metern. Die Abfolge besteht aus grobem, eckigen bis meist nur kantengerundeten und feinkörnig angerundeten Material (Diamikt). Es ist schlecht bis mäßig sortiert. Die blockigen Bestandteile sind bis zu metergroß, die feinkörnigen bestehen aus Sand bis Schluff. Die Komponenten bestehen überwiegend aus der Wetterstein- und Raibl-Formation. Es lassen sich aber auch Komponenten aus der Steinalm- und Reifling-Formation (Alpiner Muschelkalk) sowie der Allgäu- und Schrambachformation finden. Die aus den Zentralalpen stammenden Vorkommen von Kristallinkomponenten, überwiegend Gneise, und durch Eisdruck gestauchte Sandlinsen lassen auf eine glazigene Bildung schließen. | 40000500 × 80 | Typ: Sedimentstrukturen, Gesteinsart, KolkArt: Breccie | Felshang/Felskuppe | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet
| Aufschlüsse der Partnach-Formation S der Partnachklamm | | 180A020 | style="text-align:center"|Garmisch-Partenkirchen | Isar-Loisach-Gebirgsregion | Die Partnach-Formation mit dunklen Tonmergelsteinen und Kalkstein-Bänken ist nach der Partnach benannt. Es gibt allerdings kein offizielles Typusprofil und damit keine offizielle Typlokalität. Aufschlüsse sind selten. In der Nähe des südlichen Partnachklamm-Eingangs befindet sich ein vom Weg aus einsehbarer Aufschluss am gegenüberliegenden Ufer der Partnach. Etwas oberhalb dieses Aufschlusses kommen am Weg zur Partnachalm immer wieder dunkle Tonmergelsteine der Partnach-Formation zum Vorschein. | 2010 × 2 | Typ: Schichtfolge, TyplokalitätArt: Kalkstein, Tonmergelstein | sonstiger Aufschluss | wertvoll | Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet
| Falten in der Partnach-Klamm | | 180A021 | style="text-align:center"|Garmisch-Partenkirchen | Isar-Loisach-Gebirgsregion | Schön verfaltete Abfolge von dünnbankigen Kalksteinen der Reifling-Formation. Aufgrund ihrer Dünnbankigkeit und zwischen den Kalksteinhorizonten liegenden Mergelsteinbänken reagiert die hornsteinreiche Reifling-Formation gegenüber lang andauernder mechanischer Beanspruchung (etwa Gebirgsbildungsprozesse) viskos und bildet entsprechende Faltenstrukturen aus. Der Aufschluss liegt gut zugänglich am Wanderweg, der unmittelbar vor dem nördlichen Partnachklamm-Eingang zum Gasthaus Vordergraseck abzweigt. | 250025 × 100 | Typ: Falte/Mulde/Sattel, SedimentstrukturenArt: Kalkstein, Mergelstein | sonstiger Aufschluss | wertvoll | Landschaftsschutzgebiet
| Konglomerat auf der Insel Wörth, Staffelsee | | 180A022 | style="text-align:center"|Seehausen am Staffelsee | Isar-Loisach-Jungmoränenregion | Am Ufersaum der Insel Wörth anstehendes grobes Konglomerat, mittelsteil südfallend, Kern der Murnauer Mulde. Hier ist die Typlokalität des Wörth-Konglomerates, die nur mit Boot erreichbar ist. | 9015 × 6 | Typ: Typlokalität, GesteinsartArt: Konglomerat | Hanganriss/Felswand | besonders wertvoll | Landschaftsschutzgebiet
| Steinbruch S Sprittelsberg | | 180A023 | style="text-align:center"|Bad Kohlgrub | Isar-Loisach-Jungmoränenregion | Typische bunt gefärbte Abfolge der Weißachschichten mit Konglomerat, Sandstein und Mergelstein. Die steil überkippte Lagerung ist typisch für den Südflügel der Murnauer Mulde, Deltaschichtung im Konglomerat. Das Geotop liegt direkt neben einem kleinen Wander-Parkplatz. | 28818 × 16 | Typ: Gesteinsart, SchichtfolgeArt: Konglomerat, Sandstein, Mergelstein | Hanganriss/Felswand | bedeutend | kein Schutzgebiet
| Wegböschung Ammertal, N Mayersäge | | 180A024 | style="text-align:center"|Saulgrub | Isar-Loisach-Jungmoränenregion | Turbiditische Sandsteine mit Zwischenlagen von Mergelstein, gut ausgebildete Strömungsmarken an der Schichtunterseite und Pflanzenhäcksellagen. Südflügel Murnauer Mulde, steil überkippt. | 4040 × 1