mini|Ruine der Burg Košumberk mini|Ruine der Burg Košumberk mini|Erhaltener Renaissance-Trakt des Torhauses Die Ruine der Burg Košumberk (deutsch Koschumberg, Rossumberg,http://biblio.unibe.ch/adam/zoom/zoom.php?col=ryh&pic=Ryh_4403_5 älter auch Roßenburg) liegt über dem Tal der Novohradka beim zur Stadt Luže gehörigen Dorf Košumberk 11 km südwestlich von Vysoké Mýto im Okres Chrudim, Tschechien.

Die Burg wurde vermutlich von Ojíř von Košumberk nach 1310 gegründet. Ein bedeutendes Mitglied dieses Adelsgeschlechts, der Slavata von Chlum und Koschumberg, Diviš Slavata von Chlum, nahm im Jahre 1573 eine Renaissance-Umgestaltung der Burggebäude vor und ließ ein Schloss erstellen, dessen Bau sein Sohn Jindřich und der Enkel Diviš fortsetzten. Jindřich Slawata († Anfang 1599), auf Koschumberg und Chropyně in Mähren, Kreishauptmann des Chrudimer Kreises, Landrechtsbeisitzer in Brünn, verehelicht mit Kunigunde Czerncziczky von Kaczow auf Chraustowicz, war Anhänger der Böhmischen Brüder sowie Onkel und Vormund des 1595 mit zwölf Jahren zum Vollwaisen gewordenen Wallenstein. Diesen zog er zwei Jahre gemeinsam mit seinem etwa gleichaltrigen Sohn Diviš auf, bevor er ihn auf die Lateinschule zu Goldberg im Herzogtum Liegnitz schickte.Wallenstein. Sein Leben erzählt von Golo Mann. Fischer, Frankfurt/Main 1971, ISBN 3-10-047903-3 (gebunden) und Fischer, Frankfurt/Main 1997, ISBN 3-596-13654-7 (Taschenbuch)

Seit Ende des 17. Jahrhunderts war die Burg im Besitz der Jesuiten, die eine neu errichtete Residenz in Chlumek bewohnten. Nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 verfiel die Burg; das Torhaus ist erhalten und wurde dank umfangreicher Restaurierungsarbeiten in ein Burgmuseum umgewandelt.

Weblinks

Burg Košumberk bei vitejte.cz Košumberk bei hrady.dejiny.cz (tschechisch)

Einzelnachweise

Kosumberk Kategorie:Burgen- und Festungsmuseum Kategorie:Bauwerk im Okres Chrudim Kategorie:Kulturdenkmal im Okres Chrudim Kategorie:Luže Kosumberk