mini|Jacob Druckman (1976). Jacob Raphael Druckman (* 26. Juni 1928 in Philadelphia, Pennsylvania; † 24. Mai 1996 in New Haven, Connecticut) war ein US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge.
Leben und Wirken Druckman hatte als Kind Klavier- und Violinunterricht und studierte zehnjährig bei Louis Gesensway Solfège, Harmonielehre und Kontrapunkt. Er nahm später Unterricht bei René Longby und wirkte fünfzehnjährig als Komponist und Trompeter in Jazzensembles. Er nahm an einem Kompositionsseminar von Aaron Copland in Tanglewood teil und studierte ab 1949 an der Juilliard School bei Peter Mennin, Bernard Wagenaar und Vincent Persichetti. 1953 studierte er als Fulbright-Stipendiat bei Tony Aubin an der École Normale de Musique in Paris. 1956 erlangte er den Mastergrad an der Juilliard School, wo er von 1957 bis 1972 unterrichtete. Außerdem unterrichtete er in Tanglewood und war von 1961 bis 1967 Lehrer am Bard College.
Ab 1965 arbeitete Druckman am Columbia-Princeton Electronic Music Center, 1971–72 war er Direktor des Studios für elektronische Musik der Yale University, wo er 1976 Rektor der Musikfakultät und Professor für Komposition wurde. 1982 war er Resident-In-Music an der American Academy in Rom und composer-in-residence des New York Philharmonic Orchestra. Er wurde Mitglied der American Academy of Arts and Letters (1978), Präsident der Fondation Koussevitzky (1980) des Aaron Copland Fund for Music (1991).
Druckman komponierte Orchesterwerke und Kammermusik, Vokalwerke und elektroakustische Musik, außerdem auch Schauspiel-, Film- und Tanzmusik. Für das Werk Windows für großes Orchester (1972) wurde er mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Seine Werke wurden von bedeutenden amerikanischen und internationalen Orchestern aufgeführt (u. a. dem Chicago Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic Orchestra und dem Philadelphia Orchestra) und brachten ihm Auszeichnungen wie den Thorne Foundation Award (1972), zwei Guggenheim-Stipendien (1957 und 1968) und den Publication Award der Society for the Publication of American Music (1967).
Werke The Sound of Time, 1964 Streichquartett Nr. 2, 1966 Valentine et Animus III, 1968 Windows, 1972 Delizie contente che l'alme beate, 1973 Streichquartett Nr. 3, 1973 Lamia, 1974 Other Voices, 1976 Mirage, 1976 Animus IV, 1977 Konzert für Bratsche und Orchester, 1978 Concerto pour alto, 1978 Aureole, 1979 Prism, 1980 Brangle, 1989 Shog, 1991 Counterpoise, 1994
Quellen The New York Library for the Performing Arts - Jacob Druckman Papers (PDF; 639 kB) Boosey&Hawkes - Jacob Druckman ircam - Jacob Druckman
Kategorie:Komponist (Vereinigte Staaten) Kategorie:Musikpädagoge Kategorie:Hochschullehrer (Yale University) Kategorie:Pulitzer-Preisträger Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Letters Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 1996 Kategorie:Mann