mini|Uwe Kröger beim Benefiz-Konzert Cover me im Kölner E-Werk, 2006 Uwe Kröger (* 4. Dezember 1964 in Methler) ist ein deutscher Musicaldarsteller.
Werdegang Kindheit und Jugend Uwe Kröger wuchs zusammen mit seiner sieben Jahre älteren Schwester und seinem jüngeren Bruder auf einem umgebauten Bauernhof in Hamm auf. Er besuchte das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Hamm mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Während der Schulzeit sang er in einem sogenannten Gospel-Chor, und 1979 gründete er mit einem Freund die Band Saitensprung. Nach dem Abitur arbeitete er als Zivildienstleistender in der Jugendpsychiatrie. Kröger beteiligte sich im Rahmen eines städtischen Kulturprojektes als Sänger bei verschiedenen Musical-Revuen. Ursprünglich plante er, Kunsttherapeut, Zahnarzt oder Architekt zu werden. Als er jedoch bei einer Veranstaltung in Hamm den Titel Aquarius aus Hair sang und auf große Resonanz stieß, änderte sich die Lebensplanung, und er begann ein Studium an der Universität der Künste Berlin (UDK) in den Fächern Gesang, Schauspiel und Tanz.Interview der WZ mit Uwe Kröger
Die Jahre nach dem Studium Kurz vor Beendigung seiner Ausbildung spielte Kröger in der Bochumer Premiere von Starlight Express. Danach trat er im Wiener Raimundtheater in Les Misérables auf. 1990 war er in der Rolle des Jesus und des Annas in Jesus Christ Superstar bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall zu sehen und wurde daraufhin in die niederländische Version von Les Misérables nach Amsterdam geholt, wo er neben den Rollen Enjolras und Feuilly, die er spielte, auch als Regieassistent arbeitete. Danach ging Kröger nach Essen, wo er die Rolle des Ziggy in Starmania übernahm. Später ging es nach Regensburg, wo er erneut als Jesus in Jesus Christ Superstar auftrat. Dann ging es für ihn zurück nach Wien, wo er in der The Rocky Horror Show den Frank N. Furter verkörperte. Auch in der von Marcel Prawy präsentierten Jubiläumsaufführung von Bernsteins Mass sang er.
Sein Durchbruch gelang ihm, als er 1992 bei der Uraufführung des Musicals Elisabeth im Theater an der Wien an der Seite von Pia Douwes und Viktor Gernot den „Tod“ spielte.
Die Zeit nach Elisabeth mini|hochkant=0.8|Uwe Kröger, 2010 mini|150px|Uwe Kröger, 2019 Seit den frühen 1990er-Jahren ist Kröger auch als Schauspieler tätig, beispielsweise in Form von Gastauftritten in den Serien Polizeiruf 110 (1994) und Kommissar Rex (1995).
1994 übernahm Kröger die männliche Hauptrolle des GI Chris in der deutschsprachigen Erstaufführung von Miss Saigon. 1995 folgte die Hauptrolle des erfolglosen Drehbuchautors Joe Gillis in der deutschsprachigen Erstaufführung von Andrew Lloyd Webbers Sunset Boulevard in Niedernhausen. 1999 spielte er in der Welturaufführung von Sylvester Levays und Michael Kunzes Mozart! in Wien die Rolle des Fürsterzbischofs Hieronymus Colloredo. Von Oktober 2000 bis Februar 2001 sang Kröger im Londoner West End die Rolle des Napoleon im gleichnamigen Stück, einer Europapremiere.
2001 und 2002 unternahm Kröger erfolgreiche Abstecher in das Genre der Operette und war im Ronacher in Wien als Felix in Bezauberndes Fräulein von Ralph Benatzky zu sehen. In Berlin spielte er von September 2003 bis Dezember 2004 im Theater des Westens die Rolle des Inspektors Javert in Les Misérables, danach die des Kardinal Richelieu in der deutschen Erstaufführung von 3 Musketiere.
Im Jahr 2004 synchronisierte Kröger an der Seite von Jana Werner die Titelrolle in der Verfilmung von Das Phantom der Oper.
Im Jahr 2006 sang er die männliche Hauptrolle Maxim de Winter in Levays und Kunzes Musical Rebecca, das nach der Vorlage von Daphne du Mauriers Roman Rebecca seine Welturaufführung im Wiener Raimundtheater erlebte, und übernahm im Essener Colosseum Theater die Rolle als Erik in Das Phantom der Oper nun auch in der Musical-Version.
2007 übernahm er in Graz die Rolle des Abraham van Helsing in Dracula – Das Musical.
In der Wiener Fassung des Musicals Rudolf – Affaire Mayerling, das am 26. Februar 2009 im Raimundtheater uraufgeführt wurde, war Kröger in der Rolle des Ministerpräsidenten Eduard Graf Taaffe zu sehen.
Ende 2009 entstand Krögers erste Solo-DVD mit dem Titel Absolut Uwe in der Wiener Stadthalle. Mit demselben Programm folgte im Jahr 2010 eine Tour durch Österreich und Deutschland.
2014 erschien seine Autobiografie Ich bin, was ich bin: Mein Leben.
Im Frühjahr 2016 wurde bekannt, dass Kröger die Rolle des Dr. Gudden im Musical Ludwig² in Ludwigs Festspielhaus (Füssen) übernehmen würde, die er bis heute spielt.
Neben unter anderem der Fortführung seines Engagements in Die Päpstin debütierte Kröger 2019 bei den Schlossfestspielen Zwingenberg als Merlin in Artus – Excalibur. Im Oktober 2019 gab er mit Monty Python’s Spamalot am Theater Hof sein Regie-Debüt. Ab Ende 2019 verkörperte er erneut das Phantom der Oper – in der Sasson/Sautter-Version.
Privates Kröger lebte bis zum Jahr 2015 unter anderem in Wien und Darmstadt.
Von 1996 bis 2015 war er mit dem Kardiologen Christopher Wolf liiert.Johanna Hager, Niki Nussbaumer, Hannes Uhl: , kurier.at, 15. Februar 2009.
2009 trennte sich Kröger trotz laufendem Vertrages nach 15 Jahren Zusammenarbeit von seiner langjährigen Managerin Marika Lichter, mit der er zwanzig Jahre lang auch privat befreundet gewesen war.Bericht auf YouTube und Homepage Uwe Kröger Der Rechtsstreit kam vor Gericht und endete nach mehreren Verhandlungen im September 2021 zugunsten Uwe Krögers.Rechtsstreit beendet: Gericht hat entschieden. Heute.at-Bericht vom 14. September 2021. Abgerufen am 17. Mai 2025.
Seit 2015 wohnt er in Barcelona mit seinem spanischen Lebensgefährten zusammen.Stadtgeflüster: 1000 Mal spielte Uwe Kröger den Tod, Frankfurter Neue Presse, 17. Oktober 2017.
Am 28. Juli 2016 wurde ein Insolvenzverfahren über Krögers Vermögen eröffnet,Handelsgericht Wien, Aktenzeichen 3 S 113/16m seit Anfang 2019 ist er schuldenfrei.
Auszeichnungen Beim Opernball 1997 wurde Kröger von der Zeitschrift Die Bühne als „bester Jungschauspieler“ des Jahres 1996 ausgezeichnet, und im Jahre 2000 erhielt er von derselben Zeitschrift den Publikumspreis als „bester Musicaldarsteller“. 1997 wurde er auch mit dem ersten „I.M.A.G.E.-Award“ der Musicalfreunde Deutschlands als bester Musical-Darsteller für seine Interpretation des Gillis in Sunset Boulevard geehrt. 1998 wurde er vom Goldenen Künstlermagazin in der Sparte Musical-Darsteller als „Künstler des Jahres 1998“ ausgezeichnet. Er sahnte bereits 13 Mal den Titel „Deutschlands Musical-Star Nr. 1“ der Fachzeitschrift Musicals ab, im Jahr 2001 sogar gleichzeitig als bester nationaler und internationaler Darsteller (Napoleon/Elisabeth). Außerdem gewann er Wahlen der Da Capo zur „schönsten männlichen Stimme“ und als „bester männlicher Darsteller“.
Am 22. Mai 2015 erhielt Kröger aus den Händen von Kanzleramtsminister Josef Ostermayer das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.AVISO: Kulturminister Ostermayer ehrt Uwe Kröger
Beim Österreichischen Musiktheaterpreis 2015 wurde er mit dem „Krone Musicalpreis“ ausgezeichnet.derStandard.at – Musiktheaterpreis: Sweeney Todd der Volksoper beste Produktion. APA-Meldung vom 8. Juni 2015, abgerufen am 8. Juni 2015.
2023 erhielt er die Goldene Sonne 2023 als Hauptdarsteller der deutschsprachigen Erfolgsproduktion „Das Phantom der Oper“.
Engagements mini|hochkant=0.8|Uwe Kröger in Artus – Excalibur, 2019 1987: Godspell (Theater der Stadt Hamm, Hamm) – als Jesus 1987: The Rocky Horror Show (Berliner Kammerspiele, Berlin) – als Eddie 1987–1988: Vom dicken Schwein, das dünn werden wollte (Berliner Kammerspiele, Berlin) – als Quak-Quak 1988–1989: Starlight Express (Starlighthalle, Bochum) – als Swing (cover Rusty und Flat-Top) 1989–1990: Les Misérables (Raimundtheater, Wien) – als Marius, Enjolras und Swing 1990: Jesus Christ Superstar (Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Schwäbisch Hall) – als Jesus und Annas 1991: Les Misérables (Koninklijk Theater Carré, Amsterdam) – als Enjolras und Feuilly 1992: Starmania (Aalto-Theater, Essen) – als Ziggy 1992: Jesus Christ Superstar (Städtische Bühnen, Regensburg) – als Jesus 1992–1994: Elisabeth (Theater an der Wien, Wien) – als „Der Tod“ 1993: Mass (Brucknerhaus, Linz) 1993: The Rocky Horror Show (Raimundtheater, Wien) – als Frank N. Furter 1994–1995: Miss Saigon (Apollo Theater, Stuttgart) – als Chris 1995–1997: Sunset Boulevard (Rhein-Main-Theater, Niedernhausen) – als Joe Gillis 1996–1997: Elisabeth (Theater an der Wien, Wien) – als „Der Tod“ 1997–1999: Die Schöne und das Biest (Palladium Theater, Stuttgart) – als das Biest 1998–1999: Cabaret (Sofiensäle, Wien) – als Conférencier 1999: Miss Saigon (Apollo Theater, Stuttgart) – als Chris 1999–2000: Mozart! (Theater an der Wien, Wien) – als Colloredo 2000: Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat (Raimundtheater, Wien) – als Pharao 2000–2001: Napoleon (Shaftesbury Theatre, London) – als Napoleon 2001–2002: Bezauberndes Fräulein (Ronacher, Wien) – als Felix 2001–2003: Elisabeth (Colosseum Theater, Essen) – als „Der Tod“ 2003: The Wild Party (Pölz-Halle, Amstetten) – als Burrs 2003–2004: Les Misérables (Theater des Westens, Berlin) – als Inspektor Javert 2004–2005: The Wild Party (Stadttheater Klagenfurt, Klagenfurt) – als Burrs 2005: Mitsuko (MuseumsQuartier, Wien) – als Graf Coudenhove-Kalergi 2005–2006: 3 Musketiere (Theater des Westens, Berlin) – als Kardinal Richelieu 2006: Mozart! (Theater an der Wien, Wien) – als Colloredo 2006: Das Phantom der Oper (Colosseum Theater, Essen) – als Erik 2006–2008: Rebecca (Raimundtheater, Wien) – als Maxim de Winter 2007: Dracula (Kasemattenbühne, Graz) – als Abraham Van Helsing 2008: Elisabeth (Theater des Westens, Berlin) – als „Der Tod“ 2009–2010: Rudolf – Affaire Mayerling (Raimundtheater, Wien) – als Eduard Graf Taaffe 2009–2010: Elisabeth (Alte Oper, Frankfurt) – als „Der Tod“ 2011–2019: The Sound of Music (Salzburger Landestheater, Salzburg) – als Kapitän Georg von Trapp 2012: Hairspray (Deutsches Theater München, München und Zeltpalast Merzig, Merzig) – als Edna Turnblad 2013: Der Besuch der alten Dame (Thunerseespiele, Thun) – als Alfred Ill 2013–2014: La Cage aux Folles (Salzburger Landestheater, Salzburg) – als Albin/Zaza 2014: Der Besuch der alten Dame (Ronacher, Wien) – als Alfred Ill 2014: The Addams Family (Zeltpalast Merzig, Merzig und Musical Theater Bremen, Bremen) – als Gomez Addams 2015: The Sound of Music (Prinzregententheater, München) – als Georg von Trapp 2015–2016: Annie (Salzburger Landestheater, Salzburg) – als Oliver Warbucks 2016–2017: Monty Python's Spamalot (Salzburger Landestheater, Salzburg) – als König Artus 2016–2017: Nostradamus (Tiroler Landestheater Innsbruck, Innsbruck) – als Nostradamus 2016–2019: Ludwig² (Ludwigs Festspielhaus, Füssen) – als Dr. Gudden 2017–2018: Die Päpstin (Gebläsehalle Neunkirchen, Neunkirchen) – als Aeskulapius 2017–2018: Doctor Dolittle (Salzburger Landestheater, Salzburg) – als Dr. John Dolittle 2018: Hairspray (Deutschland-Tournee) – als Edna Turnblad 2018: The Rocky Horror Show (Schlossfestspiele Zwingenberg, Zwingenberg) – als Erzähler 2018: Heidi (MuseumsQuartier, Wien) – als Alm-Öhi 2018–2019: Annie (Im Wizemann, Stuttgart) – als Oliver Warbucks 2018–2019: Das Phantom der Oper (Deutschland-Tournee) – als Perser 2018–2019, 2022, 2023: Die Päpstin (Theaterhaus Stuttgart, Stuttgart und Festspielhaus Neuschwanstein, Füssen) – als Aeskulapius 2019: Artus – Excalibur (Schlossfestspiele Zwingenberg, Zwingenberg) – als Merlin 2019: Monty Python's Spamalot (Theater Hof, Hof) – als Regisseur 2021: Zeppelin – Das Musical (Festspielhaus Füssen) – als Friedrich Graf von Zeppelin 2022: La Cage aux Folles (Eutiner Festspiele) – als Albin/Zaza 2023–2026: Das Phantom der Oper (Deutschland-Tournee) – als Phantom 2024: Monty Python’s Spamalot (Bühne Baden) – als Artus 2024–2025: Eine Weihnachtsgeschichte (Deutsches Theater München und Tournee) – als Ebenezer Scrooge