Emil Moog (* 20. August 1873 in Dortmund; † 20. Januar 1954 ebenda; vollständiger Name Alwin Wilhelm Emil Moog) war ein deutscher Bauingenieur und Architekt. Sein bekanntestes Werk ist das sogenannte Dortmunder U. mini|Union-Brauerei, Bauzustand 2007 Leben Über Emil Moogs Werdegang ist bisher nichts bekannt. Ab 1902 war er in Dortmund selbstständig tätig. Er spezialisierte sich früh auf die Errichtung von Brauereianlagen; für die architektonische Gestaltung zog er bisweilen andere Architekten bei. Er arbeitete zeitweise mit seinem Bruder Walter Moog zusammen, mit dem er auch die Pläne für die Dortmund Union-Brauerei entwarf.
Ab 1927 war Moog auch außerhalb des Ruhrgebiets tätig, so etwa im Harz, in der Oberpfalz, in Magdeburg und in Kassel.
Moog war Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste.
Bauten und Entwürfe (unvollständig) 1905: Sudhaus der Dortmunder Gildenbrauerei 1905–1906: Maschinenhaus der König-Brauerei in Duisburg-Beeck 1907–1908: Sudhaus der Dortmunder Union-Brauerei 1908: Lagerkellerhochbau der Germania-Brauerei AG in Dortmund 1910: Verwaltungsgebäude der Dortmunder Ritter Brauerei 1910: Lagerkellerbau der Sieg-Rheinische Brauerei AG in Wissen (Sieg) 1911: Lagerkellerbau der Klosterbrauerei F. & W. Pröpsting in Hamm 1912–1914: Verwaltungsgebäude der Dortmunder-Hansa-Brauerei (mit D. & K. Schulze) 1913: Verwaltungsgebäude der Dortmunder Union-Brauerei 1914: Aufzug für Eisenbahnwaggons im Gleisanschluss der Germania-Brauerei AG in Dortmund 1914: Lagerkeller und „Flaschenbier-Gebäude“ der Schlegel-Scharpenseel-Brauerei in Bochum 1915–1916: Neubauten der Germania-Brauerei F. Dieninghoff in Münster 1916: Erweiterungsbau eines Getreide-Lagerhauses im Dortmunder Hafen 1916: Viaduktkonstruktion als Verbreiterung einer bestehenden Gleisanlage für den Gleisanschluss der Dortmunder Union-Brauerei 1919: Schwankhalle und Abfüll- und Versandgebäude der Dortmunder Union-Brauerei 1919: Sudhaus der Privatbrauerei Jacob Stauder in Essen-Altenessen 1921: Erweiterung des Verwaltungsgebäudes der Dortmunder Union-Brauerei 1924: Torgebäude mit Trockentreber-Lager der Dortmunder Union-Brauerei 1925: Sudhaus der König-Brauerei AG in Duisburg-Beeck 1925: Schwankhalle der Brauerei Gebr. Stauder in Essen-Altenessen 1925: Kesselhaus der Brauerei Gebr. Müser AG in Langendreer 1926: Sudhaus der Brauerei Witwe J. Stams & Söhne in Wesel 1926: Schwankhalle und Garagenbau der Brauerei A. Rolinck in Burgsteinfurt 1926: Eisgeneratorgebäude der Dortmunder Union-Brauerei 1926–1927: Hochhaus der Dortmunder Union-Brauerei (Dortmunder U) 1927: Eisgeneratorengebäude der Klosterbrauerei F. & W. Pröpsting in Hamm 1927–1928: Lagerkeller-Hochbau der Brauerei Gebr. Stauder in Essen-Altenessen (Fassadengestaltung von Emil Fahrenkamp) 1927–1928: Sudhaus der Brauerei Gebr. Müser AG (Müser-Brauerei) in Bochum-Langendreer
1933/1934 (?): Umbau einer Gaststätte der Klosterbrauerei F. & W. Pröpsting in Hamm 1935: Umbau Hotel Kessels in Lobberich (später Hotel Dammer beziehungsweise Hotel Stadt Lobberich) 1936: Umbau einer Gaststätte der Klosterbrauerei F. & W. Pröpsting in Ahlen 1939: Umbau des „Ketteler-Hauses“ der Klosterbrauerei F. & W. Pröpsting in Ahlen
Schriften Emil Moog (Hrsg.), R. Horstmann (Vorwort): Bauten und maschinelle Anlagen in Brauereien. Geplant und errichtet von Emil Moog, Ingenieur – Architekt, Dortmund. Küthe & Co., Düsseldorf 1927.
Einzelnachweise
Literatur Willi Landers: Zeichenhaft und funktional. Retrospektive: Emil Moog – Architekt des Dortmunder U. In: Deutsches Architektenblatt (Ausgabe Nordrhein-Westfalen, ), 43. Jahrgang 2011, Nr. 1/2, S. 22. (online als PDF, 2,1 MB)
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