Smorodinowo (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Tschernjachowsk im Rajon Tschernjachowsk.

Geographische Lage Smorodinowo liegt am südlichen Ufer der Inster (russisch: Instrutsch), 18 Kilometer nordöstlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg). Bis 1945 war der Ort Bahnstation an der Bahnstrecke Insterburg–Kraupischken der Insterburger Kleinbahnen, die heute nicht mehr betrieben wird.

Geschichte Das kleine Dorf mit dem damaligen Namen BindskeinenD. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Binden wurde 1564 erstmals erwähnt. Sehr verstreut lagen seine kleinen Höfe und Gehöfte, als der Ort 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk PelleningkenRolf Jehke, Amtsbezirk Pelleningken/Strigengrund (1938 bis 1945 „Amtsbezirk Strigengrund“, heute russisch: Sagorskoje) eingegliedert wurde und bis 1945 zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Am 17. September 1936 änderte man die Schreibweise des Ortsnamens in „Bindschohnen“. Am 3. Juni 1938 wurde der Ort in „Binden“ umbenannt.

In Folge des Zweiten Weltkrieges kam der Ort mit dem nördlichen Ostpreußen im Jahr 1945 zur Sowjetunion. 1947 erhielt er die russische Bezeichnung „Smorodinowo“ und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Sagorski selski Sowet im Rajon Tschernjachowsk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Von 2008 bis 2015 gehörte Smorodinowo zur Landgemeinde Kaluschskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Tschernjachowsk.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 133 1933 206 1939 228 2002 8 2010 20

Kirche Die Bevölkerung Bindszohnens war vor 1945 fast ausnahmslos evangelischer Konfession. Das Dorf war in das Kirchspiel der Kirche Pelleningken (1938–1946 Strigengrund, heute russisch: Sagorskoje) eingepfarrt und lag im Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Smorodinowo im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Schtschegly (Saugwethen, 1938–1946 Saugehnen) innerhalb der Kirchenregion Tschernjachowsk (Insterburg) in der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Weblinks Smorodinowo bei bankgorodov.ru Smorodinowo bei prussia39.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Tschernjachowsk