mini|hochkant=1.4|Und in dem Schneegebirge in der Sammlung Schlesische Volkslieder mit Melodien (1842) Und in dem Schneegebirge ist ein schlesisches Volkslied, dessen Ursprünge bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen, verschiedene ältere Fassungen sogar bis ins 16. Jahrhundert.Volksliedsammlung.com (Abgerufen am 27. August 2013)Informationen auf volksliederarchiv.de (Abgerufen am 31. August 2022).
Details Eine gewisse Textgleichheit besteht mit dem deutschen Volkslied Wohl heute noch und morgen.Hans Breuer (Hg.): Der Zupfgeigenhansl, Leipzig 1912. S. 26.
Besungen wird darin das Glatzer Schneegebirge, mit dem Brünnlein ist der Fluss March () gemeint, der dem Land Mähren seinen Namen gegeben hat.
Überlieferungsgeschichte Die heute verbreitete Textfassung wurde 1842 von Hoffmann von Fallersleben in seiner Liedsammlung Schlesische Volkslieder mit Melodien veröffentlicht. Er arrangierte das Lied mit der Herkunftsangabe „Aus Breslau“ als Wechselgesang zwischen einem Mann und einer Frau. Der männliche Sänger verabschiedet sich und verspricht seine Wiederkehr zu unmöglichen Bedingungen, worauf die Frau die Endgültigkeit des Abschieds betont. Weite Verbreitung erfuhr das Lied durch die Jugendbewegung in den 1920er Jahren.Ernst Klusen: Deutsche Lieder. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1980. ISBN 3-458-04827-8. S. 307 und 832.
Liedtext
Und in dem Schneegebirge Da fließt ein Brünnlein kalt, Und wer daraus thut trinken, Der wird ja nimmer alt.
Ich hab’ daraus getrunken Gar manchen frischen Trunk; Ich bin nicht alt geworden, Ich bin noch immer jung.
Das Brünnlein was da drüben fließt, Draus soll man immer trink’n; Wer eine Feinsherzliebste hat, Der soll man immer wink’n.
Ich winkte dir mit den Augen, Ich trat dich auf den Fuß – Ach, wie ein schweres Roden, Wenn einer scheiden muß.
Ade, mein Schatz, ich scheide, Ade, mein Schätzelein! Wann kommst du denn doch wieder, Herzallerliebster mein?
Wenn es wird schneien Rosen und regnen kühlen Wein – Ade, mein Schatz, ich scheide, Ade, mein Schätzelein!
Es schneit ja keine Rosen Und regn’t auch keinen Wein: Da kommst du denn nicht wieder, Herzallerliebster mein!
Literatur August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Ernst Heinrich Leopold Richter: Schlesische Volkslieder mit Melodien. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1842, S. 171 ().
Einzelnachweise
Kategorie:Volkslied Kategorie:Musik (Schlesien)