Joachim Alexander Maruhn (* 15. Mai 1949 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher theoretischer Kernphysiker. Er ist Professor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Maruhn wurde 1973 bei Walter Greiner an der Universität Frankfurt promoviert (Dynamische Behandlung der Massenasymmetrie in der Kernspaltung mit Hilfe des Zweizentren-Schalenmodells). Mit seinem Lehrer Greiner schrieb er ein Lehrbuch der theoretischen Kernphysik.

Er befasst sich in jüngster Zeit mit Kernstruktur-Berechnungen für exotische Kerne und superschwere Elemente (wobei die Simulationen eine Blasenstruktur erkennen ließen), zeitabhängigen Hartree-Fock-Verfahren in der Kernphysik und Modellierung der Plasmen, die bei Bestrahlung von Targets mit Hochleistungslasern und Schwerionenstrahlen entstehen (zum Beispiel bei Kernfusionsexperimenten). Schriften mit Walter Greiner Theoretische Physik, Band 11: Kernmodelle, Harri Deutsch 1995 Englische Ausgabe Nuclear Models, Springer Verlag 1996 mit Paul-Gerhard Reinhard, Eric Suraud Simpel models of many fermion systems, Springer Verlag 2010 mit D. Troltenier, P. O. Hess Numerical application of the Geometric Collective Model, in K. Langanke, J. A. Maruhn, S. E. Koonin (Hrsg.) Computational Nuclear Physics 1: Nuclear Structure, Springer Verlag 1991 mit S. E. Koonin The Time-Dependent Hartree Fock Approximation for Nuclear Slabs, in Langanke, Maruhn, Koonin (Hrsg.) Computational Nuclear Physics 2: Nuclear Reactions, Springer Verlag 1993 Herausgeber mit Karlheinz Langanke, Steven Koonin: Computational Nuclear Physics. Bd. 1, 2, Springer Verlag 1991, 1993 (darin von Maruhn in Band 1 mit D. Troltenier, P. O. Hess, Numerical application of geometric collective model, in Band 2 mit S. Koonin: The time dependent Hartree Fock approximation for nuclear slabs)

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