Der Wetzlarer Mädchenchor (früher: Jugendchor „Frohe Botschaft“ sowie Wetzlarer Jugendchor) war ein evangelikaler Chor aus heranwachsenden Frauenstimmen unter der Leitung von Margret Birkenfeld.

Er entstand aus der Kinderchorarbeit Margret Birkenfelds für den Schallplattenverlag Hermann Schulte in Wetzlar. Die ältesten Sänger im Chor im Teenageralter drängten ihre Chorleiterin eine eigene Singgemeinschaft bilden zu dürfen. Da die Jungen in diesem Alter aufgrund ihres Stimmwechsel aussetzen mussten, entstand ein Chor aus frühen Frauenstimmen. Zunächst wirkte die neue Formationen lediglich als eine kleinere und reifere Besetzung des Wetzlarer Kinderchores im Rahmen dessen Kinderschallplattenproduktion, entwickelte bald jedoch ein intensives Eigenleben. Zunächst unter dem Namen Wetzlarer Jugendchor produzierten die Sängerinnen Schallplatten und reisten bundesweit mit eigenem Konzertprogramm und selbst genähter Uniform aus bodenlangen blauen Röcken und weißen Blusen. Als 1975 jedoch durch die ausdrücklich von den Sängerinnen erwünschte Rückkehr der frisch ausgebildeten Männerstimmen die Bezeichnung „Jugendchor“ dem neu entstandenen Gemischten Chor eher gerecht wurde, verblieben nachfolgende Generationen als „Mädchenchor“.

Der Mädchenchor diente seither als transitorische Stufe zwischen dem Wetzlarer Kinderchor und dem Jugendchor, blieb fortan jedoch im Kontext der teenagergerechten Kindermusik. Schließlich gelangte der Chor an seine ursprüngliche Form zurück und wurde nur noch projektmäßig zusammengestellt, wenn ein reiferer Klang bei inhaltlich an ältere Kinder gerichteten Titeln erwünscht war.

Diskografie Einzelauflistung der veröffentlichten Musiktitel