Palterndorf-Dobermannsdorf ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich.

Geografie Palterndorf-Dobermannsdorf liegt im Hügelland des östlichen Weinviertels an der historischen „Bernsteinstraße“ im Tal der Zaya. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst neunzehn Quadratkilometer. Davon werden 83 Prozent landwirtschaftlich genutzt, vier Prozent sind Gärten, drei Prozent Weingärten und zwei Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Dobermannsdorf () Palterndorf ()

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dobermannsdorf und Palterndorf.

Nachbargemeinden

Geschichte 1290 schenkte Leutold von Kuenring das Patronatsrecht über die Kirche von Paltramendorf dem Deutschen Ritterorden. Der Deutsche Orden in Palterndorf (und der Weinbau in Dobermannsdorf) waren prägend für die Orte der Gemeinde, so dass auch das Marktwappen auf diese beiden Aspekte hinweist.

Die Gemeinde entstand mit 1. Jänner 1972 aus der Zusammenlegung von Dobermannsdorf und Palterndorf. 1991 erfolgte die Markterhebung der Gemeinde.

Nach dem Bruch einer Wasserleitung wurde Untergrund unterspült, öffneten sich im Februar 2021 Löcher in Straßen und wurden Wohnhäuser beschädigt.Rohrbruch: Löcher wachsen weiter orf.at, 17. Februar 2021, abgerufen am 18. Februar 2021.

Gemeindewappen Das Wappen der Marktgemeinde Palterndorf-Dobermannsdorf ist von Gold und Rot schräglinks geteilt; oben ein silbern gerändertes schwarzes Tatzenkreuz, unten eine goldene Weintraube mit Blatt. Das Tatzenkreuz und die Weintraube verweisen auf den Deutschen Orden in Palterndorf sowie den Weinbau in Dobermannsdorf, welche prägend für die Gemeinde waren.

Einwohnerentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Dobermannsdorf mini|Pfarrkirche Palterndorf

Katholische Pfarrkirche Dobermannsdorf hl. Andreas Katholische Pfarrkirche Palterndorf Mariä Himmelfahrt Wehrturm aus dem 14./15. Jahrhundert in Palterndorf Spätgotische Pestsäule in Palterndorf Kellergasse in Dobermannsdorf

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 63 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 24 im Haupt-, 36 im Nebenerwerb und drei von Personengemeinschaften geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten zwei Drittel der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 21 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft und zehn im Bereich Herstellung von Waren. Die größten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (41) und soziale und öffentliche Dienste (33 Mitarbeiter). Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)63793238Produktion763124Dienstleistung382995106 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 548 Erwerbstätige in Palterndorf-Dobermannsdorf. Davon arbeiteten 95 in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.

Verkehr Bahn: Dobermannsdorf verfügt über einen – wenn man die Zahl der Erwerbstätigen betrachtet – übermäßig großen Bahnhof, der teilweise sogar achtgleisig ist. Dies liegt zum einen daran, dass sich dort zwei Bahnstrecken kreuzten, andererseits aber daran, dass sich im Nachbarort ein größeres Erdöllager befand, von wo aus nach dem Zweiten Weltkrieg etliche Züge als Reparation abzugebendes Erdöl Richtung Sowjetunion abtransportierten. Der Personenverkehr auf den Strecken von und nach Dobermannsdorf wurde 1988 eingestellt.

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 5 SPÖ, und 2 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 SPÖ, und 3 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 3 SPÖ, und 3 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 4 SPÖ, und 2 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 2 SPÖ, und 2 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 2 SPÖ, und 2 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 2 FPÖ und 1 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 5 FPÖ und 1 SPÖ.

Bürgermeister

von 1980 bis 2015 Herbert Nowohradsky (ÖVP) von 2015 bis 2025 Eduard Ruck (ÖVP) seit 2025 Marina Kargl (ÖVP)

Persönlichkeiten Franz Popp (1891–1981), Lehrer, Politiker und Landeshauptmann-Stellvertreter, geboren in Dobermannsdorf

Weblinks

Einzelnachweise