Spannberg ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich, im Weinviertel.
Geografie Spannberg liegt im Weinviertel in Niederösterreich in einer Meereshöhe von etwa 200 Metern. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst zwanzig Quadratkilometer, mehr als zwei Drittel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, zwanzig Prozent sind bewaldet.
Gemeindegliederung Es gibt nur die Katastralgemeinde Spannberg. NÖ. Kommunalstrukturverbesserung: Die Eingemeindung von Velm-Götzendorf nach Spannberg am 1. Jänner 1972 wurde mit 1. Jänner 1990 wieder rückgängig gemacht.
Nachbargemeinden
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1205, wo Poppo de Spangenberg als Zeuge genannt wird. Im Jahr 1233 wurde der erste Geistliche nach Spannberg entsandt. Da in einer Urkunde des Jahres 1262 ein Dechant aufscheint, dürfte Spannberg schon länger eine Pfarre gewesen sein. Die Burg der Spannberger wird 1277 in einem Schriftstück beschrieben. Die Burgmauer hatte eine Länge von 700 Metern und umschloss den Hausberg und den Kirchenberg.
Erstmals schriftlich erwähnt wird eine Pfarrkirche 1325. Im Jahr 1369 war sie im Besitz des niederösterreichischen Adelsgeschlechtes der Clementer, 1391 schenkte Hans Clementer das Patronatsrecht dem Deutschen Orden.
Die Bedeutung des Ortes zeigt sich in der Markterhebung im Jahr 1370.
Es folgten schwere Zeiten für Spannberg: Im Jahr 1400 wurde die Burg zerstört und nicht wieder aufgebaut, 1526 überrannten die Türken den Ort und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts war Spannberg immer wieder in den Dreißigjährigen Krieg verstrickt. 1705 und 1721 plünderten die Kuruzen den Ort und im 19. Jahrhundert gab es mehrfache Ausbrüche der Cholera.
+Entwicklung des OrtsnamensJahrOrtsname1198de Spangenberc1205de Spangeperc1210de Spangenberch1258Spangenberch1262Spanneberch1376Spanneberch, markcht1386Spannberkch1423Spannberkh1494Spannberg
Einwohnerentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Spannberg mini|Kellergasse Am Quent
Katholische Pfarrkirche Spannberg hl. Martin: Die im Kern mittelalterliche Kirche wurde barock umgestaltet. Sebastianskapelle Vituskapelle Kriegerkapelle Stroblkapelle Weißes- oder Böswirthkreuz Hubertuskapelle Boyer- oder Bodenseekapelle
Wirtschaft und Infrastruktur Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 29, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 73. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 439. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,57 Prozent.
Wirtschaftssektoren In den Jahren 1999 bis 2010 nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe um die Hälfte ab, die Anzahl der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor stieg stark an.
WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)36731830Produktion129111106Dienstleistung362013446 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln Von den 448 Erwerbstätigen, die im Jahr 2011 in Spannberg wohnten, arbeiteten 98 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus. Von den umliegenden Gemeinden kamen 165 Menschen zur Arbeit nach Spannberg.
Flugplatz
Südlich der Ortschaft befindet sich der private Flugplatz der unter anderem auch von Österreichischen Bundesheer zum Üben von Anflügen genutzt wird. Er verfügt über eine 550 Meter lange und 14 Meter Breite Graslandebahn und befindet sich auf einer Höhe von 210 Metern ().
Politik mini|Gemeindeamt
Gemeinderat Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.
Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP, 4 Sonstige und 3 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP und 4 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP und 4 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP und 4 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP und 5 STS–SPÖ & Team Spannberg. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 4 STS–SPÖ & Team Spannberg und 1 FPÖ. Eine im Juni 2023 nachgerückte Gemeinderätin der ÖVP war nicht auf der Liste und musste im Jänner 2024 zurücktreten.Obwohl die Gemeinderätin aus NÖ bei den Wahlen nicht auf der ÖVP-Kandidatenliste, bekleidete sie seit Juni 2023 das Amt. SP und FP deckten Fehler auf. Heute (österreichische Zeitung), 26. Jänner 2024. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP, 5 STS–SPÖ & Team Spannberg und 2 FPÖ.
Bürgermeister
1997–2025 Herbert Stipanitz (ÖVP) In: Wiener Zeitung seit 2025 Sandro Kaufmann (ÖVP)Gemeinde hat einen neuen Bürgermeister: Sandro Kaufmann (ÖVP) NÖN, 8. März 2025
Wappen Blasonierung: Ein schräglinks geteilter Schild, oben in Gold ein schwarzes silberumrandetes schwebendes Tatzenkreuz, unten in Rot ebenfalls schwebend, eine kreuztragende goldene Krone.
Die Farben der Marktfahne sind „Gelb – Rot“.
Das Kreuz zeigt die seit dem 13. Jahrhundert andauernde Zugehörigkeit der Pfarre zum Deutschen Orden. Die Krone symbolisiert den Kronhof und weist auf die Eigenverwaltung als landesfürstliches Lehen hin.
Öffentliche Einrichtungen Volksschule Privatschule „Elusch Hollerbusch“ Kindergarten Jugendheim Fußballplatz Beachvolleyballplatz Tennisplatz zwei Spielplätze Park
Persönlichkeiten Wilhelm Seib (1854–1924), Bildhauer, lebte von 1914 bis 1924 in Spannberg
Literatur
Weblinks
Topothek Spannberg Bildmaterial zur Gemeinde Spannberg, verortet, beschlagwortet und datiert
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1205