Die Burg Hohenstein war eine Ordensburg des Deutschen Ordens in dem damals ostpreußischen Ort Hohenstein, heute Olsztynek.
Geschichte Die Burg Hohenstein wurde in der Regierungszeit des Hochmeisters Karl Beffart von Trier 1312 vom Baumeisters Gebhard Grechin angelegt und ab 1351 schriftlich erwähnt. Nach der verlorenen Schlacht bei Tannenberg brannte der Orden die Burg 1414 selbst nieder, um sie nicht den Polen in die Hände fallen zu lassen.
Unter der Komtur von Wolf von Sansheim wurde sie jedoch wieder aufgebaut. 1440 trat Hohenstein dem Preußischen Bund bei, kehrte aber im Dreizehnjährigen Krieg wieder zum Orden zurück. Im Reiterkrieg von 1519 bis 1526 wurde Hohenstein von polnischen Truppen besetzt und 1525 Sitz eines Amthauptmannes.
Anfang des 17. Jahrhunderts wurde es Zeughaus, dann Domänenquartier. Im 18. Jh. verfiel die Burg. Teile wurden abgerissen. Der Abriss wurde beendet, als 1788 bis 1793 das Intendanturamt eingerichtet wurde und die noch erhaltenen unteren Geschosse zu einer Beamtenwohnung umgestaltet wurden.
König Friedrich Wilhelm IV. war 1842 dort, genehmigte 1843 ein Progymnasium in Hohenstein. Als Folge baute man von 1847 bis 1849 den Burgkomplex zu einer Schule um, ab 1857 wurde es zum Gymnasium.
1874 legte Emil Behring, ein späterer Nobelpreisträger für Medizin, hier seine Abiturprüfung ab, weshalb die Schule um 1926 oder 1929 den Namen Behringschule erhielt. Ab 1977 wurde die Schule Berufsschule mit dem Namen „Mrongowiusz-Schule“.
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