Die Liste von Skulpturen am Dresdner Zwinger gibt einen Überblick über die freistehenden Skulpturen (Großfiguren) des Dresdner Zwingers, eines Kulturdenkmals in der Inneren Altstadt der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Der Zwinger wurde in den Jahren 1712–1728 von Matthäus Daniel Pöppelmann und Balthasar Permoser errichtet.

Die Beschreibung der Skulpturen erfolgt nach den Angaben von DürreDürre, Stefan: Die Skulpturen des Dresdner Zwingers (Dissertation), 2002, TU Dresden 2003, Band I: Text, Band II: Abbildungen und Pläne, Band III: Wissenschaftlicher Apparat entsprechend den einzelnen Standorten. Nach Dürre (Stand 2002) sind 672 Standorte besetzt, davon 536 freistehende Skulpturen (davon 132 Großfiguren, 168 Putti und 236 Vasen) und 136 Sitzfiguren, sitzende Putten, Kronen, Blumen und baugebundene Skulpturen.Dürre, Stefan: Die Skulpturen des Dresdner Zwingers (Dissertation), 2002, TU Dresden 2003 Band I: Text, S. 228 In der Liste werden nur die Großfiguren betrachtet.

Bauphasen, Baumeister und Bildhauer Nach Dürre ergeben sich insgesamt 9 Zwinger-Bauphasen bzw. Restaurierungen: 1712–1728 Aufbauphase unter Matthäus Daniel Pöppelmann (1662–1736) 1783–1795 1. Zwinger-Restaurierung 1852–1857 1857–1863 2. Zwinger-Restaurierung unter Karl Moritz Haenel (1809–1880) 1880–1898 3. Zwinger-Restaurierung 1911–1915 1924–1936 4. Zwinger-Restaurierung unter Hubert Georg Ermisch (1883–1951) und Georg Wrba (1872–1939) 1945–1963 5. Zwinger-Restaurierung unter Ermisch, Max Zimmermann (1881–1962) und Arthur Frenzel (1899–1975) 1963–2002 Seit dem Jahr 1924 besteht die Zwingerbauhütte.

Aufstellungen oder Versetzungen von Skulpturen (einschl. der Neuschöpfungen und Kopien) fanden in den folgenden Bauphasen statt: I 1712–1728 II 1783–1795 III 1852–1863 IV 1924–1936 V 1945–1963 VI 1963–2002

Die wesentlich beteiligten Bildhauer waren: Balthasar Permoser (1651–1732) Paul Heermann (1673–1732) Johann Joachim Kretzschmar (1677–1740) Johann Benjamin Thomae (1682–1751) Johann Matthäus Oberschall (1688–1755) Johann Christian Kirchner (1691–1732) Paul Egell (1691–1752) Johann Christian Feige der Ältere (1689–1751) Johann Christian Feige der Jüngere (1720–1788) Johann Baptist Dorsch (1744–1789) Thaddäus Ignatius Wiskotschill (1753–1795) Franz Pettrich (1770–1844) Ernst Julius Hähnel (1811–1891) Georg Wrba (1872–1939) Alexander Höfer (1877–1937) Paul Polte (1877–1952) Heinrich Albert Braun (1899–1962) Fritz Schlesinger (1896–1986)

Nach der Skulpturen-Erfassung durch die Zwingerbauhütte gab es im Jahre 1728 etwa 54 Großfiguren, 48 Putti und 92 Vasen.Dürre, Stefan: Die Skulpturen des Dresdner Zwingers (Dissertation), 2002, TU Dresden 2003 Band I: Text, S. 3 In den Jahren 1783–1795 wurden 36 Großfiguren, 1 Putto und zahlreiche Vasen ergänzt.Dürre, Stefan: Die Skulpturen des Dresdner Zwingers (Dissertation), 2002, TU Dresden 2003 Band I: Text, S. 66

In den Jahren 1852–1862 erfolgte die Wiederherstellung nach dem Brand durch die Maikämpfe 1849. Unter Ernst Julius Hähnel (Hähnel-Schule) wurden 11 Großfiguren, 29 Putti und 4 Vasen neu geschaffen.Dürre, Stefan: Die Skulpturen des Dresdner Zwingers (Dissertation), 2002, TU Dresden 2003 Band I: Text, S. 143.

In den Jahren 1924–1936 unter Ermisch und Wrba wurden 10 große Nymphen und 10 kleine Nymphen neu geschaffen und 338 Kopien (davon 55 Großfiguren, 98 Putti und 185 Vasen) angefertigt.Dürre, Stefan: Die Skulpturen des Dresdner Zwingers (Dissertation), 2002, TU Dresden 2003 Band I: Text, S. 173. Danach galt der Zwinger als vollendet, insges. waren 620 Skulpturen vorhanden. In dieser Zeit wurde versucht die „Stilreinheit der Permoser-Zeit“ wiederherzustellen, wobei auch Hähnel-Figuren ersetzt wurden. Hugo Ermisch hat alle Skulpturen in der sog. Ermisch-Kartei erfasst.

Im Jahr 1945 wurden 218 Skulpturen, davon 47 Großfiguren, 74 Putti und 97 Vasen zerstört.Dürre, Stefan: Die Skulpturen des Dresdner Zwingers (Dissertation), 2002, TU Dresden 2003 Band I: Text, S. 208 In den Jahren 1945–1963 unter Hugo Ermisch (bis 1951) und Albert Braun (bis 1962) bzw. Fritz Schlesinger (ab 1962) wurden die zerstörten Skulpturen wieder hergestellt und der Zustand von 1936 in etwa wieder erreicht.

Erläuterungen zur Liste Standort-Nr.: Bezeichnung mit Buchstaben (für den Pavillon) und Zählnummer

Name: Bezeichnung der Skulptur

Standort: Beschreibung der Lage des Standortes

Aufstellungsphase: entsprechend der o. g. Bauphase

Künstler, Jahr der Aufstellung: Angaben zu Bildhauer und Jahr der Fertigstellung des Originals bzw. ersten Aufstellung

Merkmal: Angaben zum derzeitigen Zustand der Skulptur (Original bzw. Kopie)

miniatur|Anordnung der Pavillons des Zwingers nach Dürre Bezeichnungen der Bauten:

C = Glockenspielpavillon oder Stadtpavillon (SP)

D = Wallpavillon (WP)

E = Porzellanpavillon (PP)

F = Mathematisch-Physikalischer Pavillon (MP)

G = Französischer Pavillon (FP)

H = Deutscher Pavillon (DP)

J, K, L, M = Bogengalerien

N, O = Langgalerien

P = Kronentor (KT)

T = Nymphenbad (NB) mit Standort-Nr. G

Die übrigen Bauten werden hier nicht betrachtet.

Bei der Beschreibung des Standortes werden die folgenden Bereiche unterschieden: Pavillon, Attika, Stadtseite, Hofseite, Wallseite, Nordseite und Südseite.

Orig. = Original (mit Angabe der Aufstellphase), Kop. = Kopie, Ext. = externe Skulptur

Liste der Skulpturen am Zwinger

BildStand-ort-Nr.Name (Bezeichnung der Skulptur)Stand- ortAufstel- lungs- phaseKünstler, Jahr der AufstellungMerk-