Eustathios Rhomaios () war ein byzantinischer Richter im 10. und 11. Jahrhundert.
Eustathios, dem wegen seiner Kenntnisse in der („römischen“) Rechtswissenschaft der Beiname zugelegt wurde, lebte etwa von 960/62 bis 1033/35,Andreas Schminck: Zur Einzelgesetzgebung der „makedonischen“ Kaiser. In: Fontes minores. Band XI, 2005, S. 305–306. durchlief in der byzantinischen Justizhierarchie zahlreiche Ämter vom einfachen Richter () bis zum Magistros () und Drungarios tes viglas () und wurde dadurch nicht nur der oberste byzantinische Richter des früheren 11. Jahrhunderts, sondern darüber hinaus der berühmteste Jurist der gesamten mittelbyzantinischen Zeit. Zwar haben sich nur drei oder vier seiner Urteile im Wortlaut erhalten, doch sind in der Peira sehr viele Exzerpte aus seinen Entscheidungen überliefert. Sein hohes Ansehen führte dazu, dass ihm in spätbyzantinischer Zeit auch einige fremde Texte, insbesondere auch der Tractatus de creditis, zugeschrieben wurden.
Edition G. A. Rhalles, M. Potles: . Bd. V, Athen 1855, S. 341–353 und 32–36. Andreas Schminck: Vier eherechtliche Entscheidungen aus dem 11. Jahrhundert. In: Fontes minores. Bd. III, 1979, S. 224–232 und 240–246 (mit deutscher Übersetzung).
Literatur Günter Weiß: Hohe Richter in Konstantinopel (Eustathios Rhomaios und seine Kollegen). In: Jahrbuch der österreichischen Byzantinistik. Band 22, 1973, S. 117–143. Konstantinos G. Pitsakes: . Komotini, Athen 1985, S. 96–100. Nikos Oikonomides: The „Peira“ of Eustathios Romaios. An Abortive Attempt to Innovate in Byzantine Law. In: Fontes minores. Band VII, 1986, S. 169–192. Spyros Troianos: . 3. Auflage. Komotini, Athen 2011, S. 296–300 u.ö. (471).
Einzelnachweise
Kategorie:Richter (Byzantinisches Reich) Kategorie:Jurist im Mittelalter Kategorie:Geboren im 10. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 11. Jahrhundert Kategorie:Mann