(7056) Kierkegaard ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 26. September 1989 vom belgischen Astronomen Eric Walter Elst am La-Silla-Observatorium (Sternwarten-Code 809) der Europäischen Südsternwarte in Chile entdeckt wurde.
Der Asteroid erhielt seine endgültige Nummerierung und den Namen (7056 Kierkegaard) am 24. Dezember 1996. Die Benennung erfolgte zu Ehren des dänischen Philosophen, Essayisten, Theologen und religiösen Schriftsteller Søren Kierkegaard (1813–1855), der als einer der wichtigsten Wegbereiter, und oft als Begründer, der Existenzphilosophie gilt. Die offizielle Namensgebung im Minor Planet Circular hebt hervor, dass Kierkegaard als „Vater des Existentialismus“ bekannt ist. Sein Leben war stark von der dominanten Persönlichkeit seines Vaters geprägt, der ihn streng im lutherischen Glauben erzog. Kierkegaard betonte die Notwendigkeit individueller, bewusster und verantwortungsvoller Entscheidungen im Leben, thematisierte Glauben, Opfer, Angst und Verzweiflung und kritisierte Hegels Systematisierung der gesamten Existenz scharf.
Der Asteroid ist Mitglied der Agnia-Familie, benannt nach dem Asteroiden (847) Agnia. Dies ist eine Gruppe von Asteroiden mit ähnlichen orbitalen Parametern, die wahrscheinlich aus einem gemeinsamen Kollisionsereignis in der Vergangenheit stammen. Die Familie liegt im inneren Hauptgürtel und zeichnet sich durch relativ niedrige Bahnneigungen und moderate Exzentrizitäten aus.
Siehe auch Liste der Asteroiden
Weblinks Asteroid Kierkegaard: Discovery Circumstances gemäß dem Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union bei dem Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, Cambridge, USA Asteroid Kierkegaard in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory der NASA bei dem California Institute of Technology, Pasadena, USA
Einzelnachweise
Kategorie:Hauptgürtelasteroid unter 50 km Durchmesser Kategorie:Agnia-Familie