mini|hochkant|Barbara Ludwig 2009 mini|hochkant|Barbara Ludwig 2019 Barbara Christa Ludwig (* 8. Februar 1962 in Karl-Marx-Stadt) ist eine deutsche SPD-Politikerin und war von 2006 bis 2020 Oberbürgermeisterin von Chemnitz.

Leben Nach dem Abschluss der Polytechnischen Oberschule 1978 absolvierte Ludwig von 1978 bis 1982 am Institut für Lehrerbildung in Auerbach/Vogtl. eine Ausbildung zur Grundschullehrerin. Von 1983 bis 1994 war sie als Erzieherin und Lehrerin tätig. 1990 bis 1994 war sie Lehrerin am staatlichen Schulversuch des Chemnitzer Schulmodells, an dessen Gründung sie beteiligt war.

Barbara Ludwig hat eine Tochter.

Politik Seit 1991 ist sie SPD-Mitglied. Barbara Ludwig war von 1994 bis 2001 Mitglied des Sächsischen Landtages. Ab September 2001 war sie Dezernentin für Gesundheit, Soziales und Kultur der Stadt Chemnitz. Nach der Landtagswahl in Sachsen 2004 war Ludwig an den Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer großen Koalition beteiligt. Zum Verhandlungsauftakt berichtete die Sächsische Zeitung, dass aus CDU-Kreisen eine 2002 geschehene Unfallfahrt Ludwigs mit Todesfolge lanciert worden sei, und spekulierte, dass sie daher nicht mehr als Kandidatin als Sozialministerin gelte.Gunnar Saft: In: Sächsische Zeitung Internet Archive, abgerufen am 9. Januar 2026 Nach Abschluss der Regierungsbildung wurde sie von Ministerpräsident Georg Milbradt am 11. November 2004 zur Ministerin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst berufen.Sachsen. Vier Neulinge im Kabinett Milbradt. In: Sueddeutsche.de. 11. November 2004, abgerufen am 10. November 2020.

Am 25. Juni 2006 gewann sie die Wahl zur Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz und wurde damit Nachfolgerin von Peter Seifert (SPD), der am 1. August 2006 in den Ruhestand ging. Aufgrund einer Klage Martin Kohlmanns gegen seine Nichtzulassung als Kandidat zur Wahl konnte sie ihr Amt, wie am 19. Juli 2006 bekanntgegeben wurde, nicht fristgerecht antreten und wurde daher am 13. September 2006 vom Chemnitzer Stadtrat mit 39 von 51 Stimmen zur Amtsverweserin gewählt. Sie konnte damit alle Rechte und Pflichten sowie den Titel einer Oberbürgermeisterin führen, jedoch ihr Stimmrecht im Stadtrat nicht ausüben.. (PDF; 813 kB). Abgerufen am 10. November 2020. Nach der Zurückweisung der Klage Kohlmanns durch den 4. Senat des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts wurde Ludwig am 8. Juni 2007 Oberbürgermeisterin. Bei der Oberbürgermeisterwahl am 16. Juni 2013 verfehlte sie mit einem Ergebnis von 46,56 % knapp die absolute Mehrheit,. Abgerufen am 10. November 2020. sodass zwei Wochen später ein zweiter Wahlgang notwendig wurde, in dem sie nach Rückzug der Bewerber von Bündnis 90/Die Grünen, Volkmar Zschocke, und der Linken, Miko Runkel, mit 63,84 % der Stimmen im Amt bestätigt wurde.. Abgerufen am 10. November 2020. Bei der Oberbürgermeisterwahl 2020 kandidierte sie nicht wieder um das Amt.Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig tritt bei der nächsten OB-Wahl nicht mehr an. Pressemitteilung der Stadt Chemnitz vom 10. September 2019, abgerufen am 10. November 2020. Ihre Amtszeit endete am 31. Oktober 2020. Der amtierende Ordnungsbürgermeister Miko Runkel führte übergangsweise die Amtsgeschäfte bis zur Amtseinführung des gewählten Nachfolgers Sven Schulze, die am 25. November 2020 stattfand.

mini|Barbara Ludwig (2. von rechts) mit Inge Posmyk und Matthias Steiner bei der Verleihung des Chemmy 2008 Am 26. Oktober 2007 wurde Ludwig vom Parteitag der SPD als Beisitzerin in den Parteivorstand gewählt. Sie war vorher Mitglied im Präsidium des Bundesvorstandes der SPD.

Ludwig war Kuratoriumsmitglied des Weltkulturerbes Dresdner Elbtal.

Seit dem 27. Juni 2022 ist sie Mitglied des MDR-Verwaltungsrates für Sachsen. Sie ist zudem Mitglied des Vorstands der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Ehrungen Für die „sehr positive Entwicklung der Stadt“, die sie maßgeblich vorangetrieben habe, verlieh ihr der Landtagspräsident Matthias Rößler am 16. Juni 2018 die Sächsische Verfassungsmedaille.Verleihung der Sächsischen Verfassungsmedaille 2018. Pressemitteilung des Sächsischen Landtags, abgerufen am 10. November 2020.

Weblinks

Chemnitz.de: Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz. WiWo.de: . .

Einzelnachweise

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