mini|Kirche Zschoppach

Zschoppach ist ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Grimma im sächsischen Landkreis Leipzig. Gleichzeitig ist er der Name der Ortschaft Zschoppach. Die Ortschaft besteht aus den Ortsteilen Zschoppach selbst, Draschwitz, Nauberg, Ostrau und Poischwitz. Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geschichte Bereits um das Jahr 1266 wurde der Ort unter dem Namen Scobpuch erwähnt. Weitere Namen waren Zschoppoch, Schoppoch (1353) sowie Czschoppach (1420/1421), Zschoppach (1495) und Tschoppach (1529). Seit 1791 hat der Ort seinen heutigen Namen. Um 1260 wird der Pfarrer Theodericus plebanus de Scobpuch genannt als Zeuge für den Bischof von Meißen bei der Umpfarrung von Commichau nach Collmen.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 594. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 54. 1499 schenkte Pfarrer Sebastian Schumann von Zschoppach dem Kloster Buch und der Kirche St. Matthäi Leisnig 700 rheinische Gulden für die Errichtung eines neuen Altars.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 9304, 9319. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 276, 277. Zschoppach besaß also bereits vor 1830 eine Kirche, die jedoch abgerissen wurde. Der erste Gottesdienst in der heutigen Kirche wurde 1830 gefeiert. Diese hat zwei Emporen und eine Orgel mit 22 Registern. Im Jahr 1993 wurde die ursprünglich mechanische Uhr durch eine Funkuhr ersetzt. mini|Kirche Zschoppach Am 1. April 1937 wurden Ostrau und Poischwitz eingemeindet, zum 1. Juli 1950 folgten Draschwitz und Nauberg. Am 1. März 1994 schlossen sich die damals selbstständigen Gemeinden Böhlen, Dürrweitzschen, Leipnitz, Ragewitz und Zschoppach zur Gemeinde Thümmlitzwalde zusammen.Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen Diese wiederum wurde am 1. Januar 2011 in die Stadt Grimma eingemeindet, womit Zschoppach seither ein Gemeindeteil von dieser ist.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerzahlVgl. 1548/51 16 besessene Mann, 21 Inwohner,  Hufen 1764 16 besessene Mann, 5 Häusler,  Hufen 1834 231 1871 314 1890 250 Jahr Einwohnerzahl 1910 300 1925 287 1939 385 1946 554 1950 1112 Jahr Einwohnerzahl 1964 787 1990 595 2011 221

Sehenswürdigkeiten

die klassizistische Saalkirche wurde zwischen 1829 und 1830 errichtet um 1920 wurde das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet

Weblinks

Ortsteile im Porträt: Zschoppach In: Webauftritt der Großen Kreisstadt Grimma.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Leipzig Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leipzig) Kategorie:Ersterwähnung 1266 Kategorie:Gemeindeauflösung 1994 Kategorie:Geographie (Grimma)