Draschwitz ist ein Ortsteil der Ortschaft Zschoppach der Großen Kreisstadt Grimma.

Draschwitz liegt an der Staatsstraße S 37 zwischen Ablass und Zschoppach.

Geschichte 1286 verkaufte Mgf. Heinrich von Meißen das Ober- und Niedergericht in Draschwitz an das Kloster Buch.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1121. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 75. Diese Gerichte hatten dem Burggrafen von Döben gehört, der seine Auflassung mit gleichem Datum bekundet hatte.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1122. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 77. Inhaber der Burggrafschaft Döben waren zu diesem Zeitpunkt die Burggrafen von Wettin. 1289Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1247. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 91. und 1325Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 2347. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 144. wurden diese Rechte bestätigt. 1327 verkaufte Heinrich de Warmoldisdorf dem Kloster Buch seine Lehnsgüter in Droschenitz, nachdem er sie den Herren von Colditz aufgelassen hatte.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 2416. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 147. 1330 schenkte Bf. Withego von Meißen dem Kloster einen Zehnt in Drozcinicz, den Johann de Dewyn aufgelassen hatte.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 2516. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 152. Hier verfügt der Bischof als Angehöriger der Familie von Colditz über Lehnsgut der Herren von Colditz, nicht über einen Kirchenzehnt. 1333 verkaufte schließlich der Burggraf von Leisnig seine Rechte in Droschinicz an das Kloster.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 2629. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 159. Damit war das Kloster Buch wohl in den Besitz des gesamten Dorfes mit beiden Gerichten gekommen, was auch aus dem Amtserbbuch des Amtes Kloster Buch von 1548 folgt.Repertorium Saxonicum des ISGV, Amtserbbuch Kloster Buch / Draschwitz

Mit der Eingemeindung nach Zschoppach, die am 1. Juli 1950 wirksam wurde, verlor der Ort seine Eigenständigkeit. Am 1. März 1994 schlossen sich die damals selbstständigen Gemeinden Böhlen, Dürrweitzschen, Leipnitz, Ragewitz und Zschoppach zur Gemeinde Thümmlitzwalde zusammen. Diese wiederum wurde am 1. Januar 2011 nach Grimma eingemeindet, womit Draschwitz dessen Ortsteil wurde.

Der Ort war immer nach Zschoppach gepfarrt.

Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr EinwohnerzahlVgl. 1548/51 8 besessene Mann, 13 Inwohner,  Hufen1764 10 besessene Mann, 4 Häusler,  Hufen1834 1971871 2711890 236 Jahr Einwohnerzahl1910 2061925 1981939 1871946 281 Jahr Einwohnerzahl2008 1012011 1022019 88

Weblinks

Ortsteile im Porträt. In: Webauftritt der Großen Kreisstadt Grimma.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Leipzig Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leipzig) Kategorie:Geographie (Grimma) Kategorie:Gemeindeauflösung 1950