Ruppertsecken ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land an.
Geographie Geographische Lage Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland unweit des Donnersbergs im Teilgebiet Westliche Donnersbergrandhöhen zwischen Kaiserslautern und Bad Kreuznach am südwestlichen Rand des Bürgerwald. Mit ist Ruppertsecken das höchstgelegene selbständige Dorf der Pfalz.
Gemeindegliederung Zu Ruppertsecken gehören zusätzlich die Wohnplätze Ober-Gerbacherhof, Ober-Tierwasen, Schwarzengraben, Talhof, Unter-Gerbacherhof, Unter-Tierwasen und Vollethof.
Erhebungen Unmittelbar innerhalb des Siedlungsgebiets erstreckt sich der Schlossberg. Im Nordwesten der Gemarkung befindet sich der 488,4 Meter hohe Große Kahlenberg und westlich von diesem das 492,3 Meter messende Höfer-Köpfchen.
Gewässer Im Osten der Gemarkung fließt der Steindellerbach. Der Hoferbach bildet die Grenze zu Kirchheimbolanden, ehe er von rechts in den Steuerbach mündet. Letzterer fließt von Südost nach Nordwest mitten durch den Nordosten des Gemeindegebiets. Ebenfalls auf Ruppertsecker Gemarkung entspringt der Gerbach, der größtenteils die Grenze zu Kriegsfeld bildet.
Klima Der Jahresniederschlag beträgt 660 mm.Niederschlagsmittelwerte von Deutschland für den Zeitraum von 1961 bis 1990, Quelle: DWD
Geschichte Ruppertsecken wurde 1401 in einer Urkunde von König Ruprecht – zugleich Kurfürst Ruprecht III. von der Pfalz – erstmals genannt. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Kurpfalz und unterstand dort dem Oberamt Alzey.
Nach der Französischen Revolution wurde der Ort 1798 in das französische Département Donnersberg und den Kanton Kirchheim eingegliedert. Dort unterstand er der Mairie Gerbach. 1815 hatte Ruppertsecken 410 Einwohner. Infolge des Wiener Kongresses kam der Ort im selben Jahr zu Österreich und gehörte ab 1816 zu Bayern. 1817 wechselte die Gemeinde in den Kanton Rockenhausen. Von 1818 bis 1862 war Ruppertsecken Bestandteil des Landkommissariat Kirchheim, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Am 1. Dezember 1900 wechselte die Gemeinde in das neu geschaffene Bezirksamt Rockenhausen.
Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Rockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Gerbach Teil der französischen Besatzungszone und wurde in das 1946 neu gebildete Land Rheinland-Pfalz eingegliedert. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte die Gemeinde in den neu geschaffenen Donnersbergkreis. 1972 wurde sie der neu gebildeten Verbandsgemeinde Rockenhausen zugeschlagen. Seit 2020 ist Ruppertsecken Bestandteil der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Ruppertsecken besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Ortsbürgermeister Ortsbürgermeister ist Siegmar Portz. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 82,08 %Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 73,8 % jeweils erneut in seinem Amt bestätigt.
Wappen
Bauwerke Kulturdenkmäler
mini|hochkant|Denkmalzone Burg Ruppertsecken
Die Burg Ruppertsecken ist als Denkmalzone ausgewiesen. Hinzu kommen insgesamt drei Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen.
Natur Auf der Gemarkung der Gemeinde befand sich die mittlerweile abgegangene Burg Frauenstein, deren Burgfelsen als Naturdenkmal eingestuft ist.
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Die Gemeinde ist über die Kreisstraße 34 an das Straßennetz angebunden. Die Kreisstraße 35 bindet den Ober-Gerbacherhof und den Unter-Gerbacherhof an. Über die A 63 im Südosten besteht Anschluss an den Fernverkehr. In Rockenhausen ist ein Bahnhof der Alsenztalbahn. Zu diesem führt von Ruppertsecken aus die von Behles Bus betriebene Buslinie 901, die in östlicher Richtung bis nach Kirchheimbolanden verläuft.
Tourismus Mitten durch den Ort verläuft der Pfälzer Höhenweg. Durch den Osten der Gemarkung verläuft der mit einem roten Balken markierte Fernwanderweg Donnersberg–Donon.
Persönlichkeiten Jolande Lischke-Pfister (1932–2019), Künstlerin, entwarf ein örtliches Metall-Kruzifix
Literatur
Weblinks
Internetpräsenz der Ortsgemeinde Ruppertsecken Ortsgemeinde Ruppertsecken auf den Seiten der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Donnersbergkreis Kategorie:Ersterwähnung 1401 Kategorie:Ruprecht (HRR)