Der Neuseeländische Huntaway ist eine nicht von der FCI anerkannte Hunderasse aus Neuseeland.

Herkunft und Geschichtliches Der Neuseeländische Huntaway ist von keinem Dachverband (auch nicht vom Neuseeländischen) als „echte“ Rasse anerkannt. Die Hunde haben die Aufgabe, Schaf- oder Rinderherden mit lautem Bellen zu treiben, wenn ihnen jemand beibringt, wann sie bellen sollen und wann nicht. Sie sind für gewöhnlich keine guten Wachhunde. Eine neue Studie von 2025Smith et al. (2025) in Animal Genetics, Survey of functional Mendelian variants in New Zealand Huntaway and Heading dog breeds, DOI:10.1111/age.70042 stellte fest das der neuseeländische Border Collie die Rasse wesentlich geprägt hat, auch wenn man das dem Hund kaum noch ansieht. Der Nachweis ist durch genetische Mutationen erbracht die vorwiegend in neuseeländischen Border Collies gehäuft auftraten. Welche Hunderassen noch mit eingekreuzt wurden, lässt sich heute nicht mehr sagen. Aufgrund der genetischen Studie wird er der erweiterten UK Collie-Clade zugeordnet. Diese Hunde wurden und werden als reine Gebrauchshunde gezüchtet, d. h., es gibt für sie keinen „optischen Standard“, sondern nur „Eckdaten“:

Beschreibung Die folgenden Angaben sind lediglich eine Richtschnur, sie können in alle Richtungen variieren: Die Größe soll etwa bei 51–61 cm liegen, bei einem Gewicht von 18–29,5 kg. Beim Fell wird Stockhaar bevorzugt, aber auch Langhhar ist nicht selten; in schwarz mit beige, schwarz-scheckig, schwarz mit beige & weiß. Wie beim Collie sind die Ohren meist halb hängend, ein Knickohr. Durch die selektive Zuchtwahl zum Gebrauchshund hat sich eine große Robustheit entwickelt, einhergehend mit einem hohen Durchschnittsalter von 12 bis 14 Jahren.

Verwendung

Der Huntaway ist ein Herdengebrauchshund bzw. Koppelgebrauchshund. Seine Aufgabe ist es, Herden über unübersichtliches Gelände zu treiben, als auch, Herdentiere in den Koppeln voranzutreiben. Dazu springt er auch auf z. B. Schafrücken und "läuft" über die Herde. Er bringt einiges an Intelligenz mit und ist leicht zu trainieren. Der NZ Huntaway wird als Begleithund immer beliebter, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass er ein Arbeitshund ist, d. h. einen enormen Bewegungsdrang hat und arbeiten will. Ein Huntaway ohne ausreichende Beschäftigung kann leicht zum „Problemhund“ werden.

Gesundheitliches

Der Huntaway ist anfällig für die einfach autosomal rezessive Erbkrankheit Mucopolysaccharidose vom Typ III A.Gouri Yogalingam, Tony Pollard, Briony Gliddon, Robert D. Jolly, John J. Hopwood: Identification of a mutation causing mucopolysaccharidosis type IIIA in New Zealand Huntaway dogs. In: Genomics. Bd. 79, Nr. 2, 2002, , S. 150–153, PMID 11829484, .R. D. Jolly, A. C. Johnstone, E. J. Norman, J. J. Hopwood and S. U. Walkley: Pathology of mucopolysaccharidosis IIIA in Huntaway dogs. In: Veterinary Pathology. Bd. 44, Nr. 5, 2007, , S. 569–578, PMID 17846229, . Daneben bestehen wahrscheinlich Prädispositionen für HüftgelenksdysplasieP.L. Hughes: Hip dysplasia in the New Zealand Huntaway and Heading dog. In: New Zealand Veterinary Journal. Bd. 49, Nr. 4, 2001, , S. 138–141, PMID 16032181. und Dilatative Kardiomyopathie.J. S. Munday, C. B. Dyer, A. C. Hartman, G. M. B. Orbell: A possible predisposition to dilated cardiomyopathy in Huntaway dogs. In: New Zealand Veterinary Journal. Bd. 54, Nr. 5, 2006, S. 231–234, PMID 17028660.

Einzelnachweise

Weblinks

https://web.archive.org/web/20120208054441/http://www.huntawayclub.co.uk/ (englisch)