St. Salvator ist eine Ortschaft in der Gemeinde Friesach im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten (Österreich). Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).
Lage St. Salvator liegt nordwestlich von Friesach, in der Katastralgemeinde St. Salvator, am Eingang des Metnitztales.
Im Ort werden folgende Hofnamen verwendet: Hammerhaus (Hammerhausweg Nr. 2), Anrescherkeusche (Florianiweg Nr. 2).
Geschichte Der Silbererzabbau sowie die eisenverarbeitende Industrie in St. Salvator waren über Jahrhunderte ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region. Ein Eisenhammerwerk ist für das Jahr 1497 nachweisbar. Das Bistum Gurk betrieb hier mindestens seit 1641 einen Stuckofen, eine frühe Variante eines Hochofens. Zwischen 1760 und 1770 wurde dieser durch einen Floßofen ersetzt, der einen kontinuierlichen Schmelzbetrieb erlaubte und bis 1869 in Betrieb war.
Auf dem Gebiet der Steuergemeinde St. Salvator liegend, gehörte St. Salvator in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Dürnstein. Bei Gründung der Ortsgemeinden in Verbindung mit den Verwaltungsreformen Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Dorf Hauptort der Gemeinde St. Salvator. Im Zuge einer Gemeindestrukturreform wurde die Gemeinde St. Salvator mit Jahresende 1972 aufgelöst, seither gehört der Ort zur Gemeinde Friesach.
Wirtschaft und Infrastruktur mini|Ehemaliges Bischöfliches Jagdhaus In einem restaurierten Stadel, das an das Hotel „Das Salvator“ angeschlossen ist, befindet sich das Gerhard Porsche Museum. Gerhard Porsche ließ auch das ehemalige bischöfliche Jagdschloss renovieren und hat den alten Gasthof Seppenbauer in ein hochwertiges Landhotel ausgebaut.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 32 Häuser, 215 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 65. 1880: 29 Häuser, 209 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 52. 1890: 28 Häuser, 223 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 53. 1900: 31 Häuser, 201 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 70. 1910: 32 Häuser, 259 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 35. 1923: 35 Häuser, 252 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 14. 1934: 255 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 14. 1961: 70 Häuser, 423 Einwohner (davon 3 Baracken mit 15 Einwohnern)Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 254. 2001: 149 Gebäude (davon 135 mit Hauptwohnsitz) mit 231 Wohnungen; 629 Einwohner und 23 Nebenwohnsitzfälle; 222 Haushalte; 16 Arbeitsstätten, 15 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 101. 2011: 172 Gebäude, 544 Einwohner, 225 Haushalte, 16 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. 2021: 184 Gebäude, 530 Einwohner, 230 Haushalte, 28 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 35.
Bauwerke miniatur|hochkant Die Pfarrkirche St. Salvator wurde zwischen 1123 und 1130 erstmals urkundlich erwähnt, als Pfarre wird St. Salvator erstmals 1285 genannt. Das heutige Kirchengebäude ist eine spätgotische Saalkirche des 15. und frühen 16. Jahrhunderts.
Söhne und Töchter der Gemeinde Hans Schurz (1913–nach 1945), SS-Untersturmführer und Mitarbeiter im KZ Auschwitz
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan Kategorie:Geographie (Friesach)