mini|Der ehemalige Bahnhof in Niedereisenbach
Glanbrücken ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an.
Geographie Der Ort liegt am Glan in der Westpfalz. Er gliedert sich in die Ortsteile Hachenbach südlich des Glans und Niedereisenbach nördlich davon. Im Nordosten befindet sich Offenbach-Hundheim, im Südwesten Sankt Julian.
Geschichte Hachenbach wurde im Jahr 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte zur Grafschaft Veldenz, später zu Pfalz-Zweibrücken und nach der Französischen Revolution zu Bayern.
Niedereisenbach wurde 1336 als Ysenbach erstmals genannt. Bis zur Französischen Revolution gehörte der Ort den Freiherren von Kellenbach. 1816 kam der Ort zum Fürstentum Lichtenberg, einer neugeschaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld beziehungsweise ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Mit diesem fiel er 1834 an Preußen, das aus diesem Gebiet den Kreis St. Wendel schuf. Nach der Abtrennung des Hauptteils an das neugeschaffene Saargebiet entstand 1920 der Restkreis Sankt Wendel-Baumholder, zu dem der Ort bis 1937 gehörte, als er in den Kreis Birkenfeld eingegliedert wurde.
Am 7. Juni 1969 wurde aus den beiden Gemeinden Hachenbach (damals 185 Einwohner) und Niedereisenbach (349 Einwohner) die Gemeinde Glanbrücken im Landkreis Kusel neu gebildet.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Glanbrücken bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 348 1835 530 1871 510 1905 569 1939 558 1950 615 1961 576 Jahr Einwohner 1970 546 1987 535 1997 525 2005 523 2011 488 2017 480
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Glanbrücken besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Bürgermeister Uli Röder wurde am 15. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Glanbrücken. Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein gültiger Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat. Bei der konstituierenden Sitzung setzte sich Uli Röder mehrheitlich gegen den bisherigen Amtsinhaber durch.
Röders Vorgänger Guido Hablitz hatte das Amt am 9. Februar 2017 übernommen. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 91,37 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden.Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Sein Vorgänger Ralf Jöckel war im November 2016 nach 22 Jahren im Amt überraschend verstorben.
Wappen
Wirtschaft und Infrastruktur Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 420. Von 1904 bis 1985 waren die beiden Ortsteile über den Bahnhof Niedereisenbach-Hachenbach an die Glantalbahn angebunden. In Lauterecken ist ein Bahnhof der Lautertalbahn.
Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Glanbrücken
Weblinks
Ortsgemeinde Glanbrücken Ortsgemeinde Glanbrücken auf den Seiten der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein Glanbrücken bei regionalgeschichte.net
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Kusel Kategorie:Ersterwähnung 1150 Kategorie:Gemeindegründung 1969