Rjabinowoje (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Tschernjachowsk im Rajon Tschernjachowsk.

Geographische Lage Rjabinowoje liegt am Nordufer des Pregels (russisch: Pregolja) 28 Kilometer westlich der Rajonstadt Tschernjachowsk (Insterburg). Durch den Ort verläuft die Kommunalstraße 27K-163 von Sirenjewka (Siemohnen) unweit von Meschduretschje (Norkitten) über Poddubnoje (Schönwiese) und Gluschkowo (Plibischken) zur Föderalstraße A216 (ehemalige deutsche Reichsstraße 138, heute auch Europastraße 77) bei Kudrjawzewo (Kuglacken). Die nächste Bahnstation ist Meschduretschje an der Bahnstrecke Kaliningrad–Tschernyschewskoje (Königsberg–Eydtkuhnen/Eydtkau) – frühere Preußische Ostbahn – zur Weiterfahrt nach Litauen und in das russische Kernland.

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung des bis 1946 Kallehnen genannten Dorfes stammte aus dem Jahre 1384D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Kallehnen. Vor dem Zweiten Weltkrieg prägten mehrere mittlere Höfe das Dorfbild. Zwischen 1874 und 1945 war Kallehnen in den Amtsbezirk PlibischkenRolf Jehke, Amtsbezirk Plibischken (heute russisch: Gluschkowo) eingegliedert und gehörte somit zum Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen.

In Kriegsfolge kam Kallehnen 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt der Ort die russische Bezeichnung „Rjabinowoje“ und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Kamenski selski sowjet im Rajon Tschernjachowsk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Von 2008 bis 2015 gehörte Rjabinowoje zur Landgemeinde Kamenskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Tschernjachowsk.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 96 1933 112 1939 95 2002 15 2010 12

Kirche Aufgrund seiner mehrheitlich evangelischen Bevölkerung war Kallehnen bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Plibischken (heute russisch: Gluschkowo) eingepfarrt und gehörte somit zum Kirchenkreis Wehlau (Snamensk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Rjabinowoje im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Talpaki (Taplacken), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks Rjabinowoje bei bankgorodov.ru Rjabinowoje bei prussia39.ru Bildergalerie Kallehnen (vor 1945) Bildergalerie Kallehnen/Rjabinowoje (nach 1945)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Tschernjachowsk