Das Lahnsteiner Bluesfestival startete 1981 zunächst als SWF-Bluesfestival. 1998 wurde es sodann in SWR- und 2002 in SWR1-Bluesfestival umbenannt. Seit dem Rückzug des öffentlich-rechtlichen Senders firmiert es unter Lahnsteiner Bluesfestival.

Geschichte

Das erste SWF-Bluesfestival ging am 16. Oktober 1981 über die Bühne der Stadthalle in Oberlahnstein. Initiiert von den Journalisten Tom Schroeder, Manfred Miller, Detlef Gattner und Thomas Dittrich war es zunächst als einmalige Veranstaltung geplant, konnte aber verstetigt werden. Die für den 29. September 2001 geplante 21. Ausgabe fiel wegen der aufgrund der Anschläge vom 11. September erfolgten Absagen der gebuchten US-Künstler aus.Tom Schroeder im Programmheft zum 30. Lahnsteiner Bluesfestival (2010) Nach Manfred Miller (1981–1992), Tom Schroeder (1993–1994) und Thomas C. Breuer (1995–2010) wird das Festival seit 2011 von dem Heidelberger Kabarettisten und Musiker Arnim Töpel moderiert. Das Plakat für das 2008er-Festival unter dem Motto The blues had a baby and they named it rock'n'roll wurde von Günther Kieser gestaltet.

Zu den im Lauf der Jahre in Lahnstein aufgetretenen Künstlern zählen u. a. die Blues Company, Louisiana Red, Sippie Wallace, Charlie Musselwhite, Robben Ford, James Cotton, Mick Taylor & Frank Diez, Roy Gaines, Walter "Wolfman" Washington, Hans Theessink, Lucky Peterson, Clarence "Gatemouth" Brown, Inga Rumpf, Larry Garner, Joe Louis Walker, Shemekia Copeland, Taj Mahal, Sharrie Williams, Georgie Fame, Michael Burks, Bill Wyman’s Rhythm Kings, Deborah Coleman, Thorbjørn Risager sowie Philipp Fankhauser. Zeitweise übertrugen mehr als ein halbes Dutzend Rundfunksender Konzerte des Festivals, das die Frankfurter Allgemeine Zeitung als das wichtigste Bluesfestival in Deutschland einstufte. 1992 erschienen fünf Alben mit Mitschnitten aus Lahnstein.

Blues-Louis Seit 1997 wird im Rahmen des Lahnsteiner Bluesfestivals der sogenannte Blues-Louis verliehen. Preisträger sind bisher:

1997: Manfred Rademacher (Tourist-Information Lahnstein) 1999: Hildegard Doebner (Folkclub Witten) 2000: Bill Ramsey 2002: Inga Rumpf 2003: Fritz Rau 2004: Tom Schroeder 2005: Joy Fleming 2006: Klaus Doldinger 2007: Günther Kieser 2008: Siegfried Schmidt-Joos 2009: Bill Wyman 2010: Todor „Toscho“ Todorovic (Blues Company) 2011: Thomas C. Breuer (als langjähriger Festival-Moderator) 2012: Klaus Voormann 2013: Chris Barber 2014: Pete York 2015: Abi Wallenstein 2016: Klaus Kilian 2017: Joja Wendt 2018: Axel Zwingenberger 2019: Brian Auger 2020: Manfred Miller 2021: Café Hahn 2022: Werner Reinke und Lidia Antonini 2023: Carl Carlton & Friends 2024: Colin Hodgkinson 2025: Frank Diez

Einzelnachweise

Literatur Tom Schroeder: Lahnstein! Blueser schaut auf diese Stadt!; in: Michael Rauhut/Rainer Lorenz (Hg.): Ich hab den Blues schon etwas länger – Spuren einer Musik in Deutschland (Berlin, 2008). S. 282–303 ISBN 978-3-86153-495-2

Weblinks Internetpräsenz 30 Jahre Bluesfestival Lahnstein: Der alte Freigeist lebt noch und entwickelt sich weiter (Andreas Pecht)

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