Die TGE Marine Gas Engineering ist ein Unternehmen mit Sitz in Bonn. Die TGE Marine ist der führende Anbieter von Flüssiggassystemen, der sich auf die Entwicklung und Konstruktion von Schiffsgasumschlags- und -speichersystemen und Tanks für alle Arten von Flüssiggastankern, Bunkerschiffen und FSRUs spezialisiert hat.

Die TGE Marine arbeitet im Rahmen von Entwicklung, Design, Beschaffung und Bauüberwachung an Flüssiggassystemen für LNG, NH3 und zukünftige Brennstoffe.

Das Unternehmen hat mehr als 250 Gasumschlags- und -speichersysteme für Gastanker, FSRUs und FPSOs und Brenngasanwendungen, die auf Werften in aller Welt gebaut wurden, entwickelt und geliefert.

Das umfassende Fachwissen von TGE Marine im Bereich der Flüssiggas- und Tieftemperatursysteme basiert auf mehr als 45 Jahren Erfahrung in der Schiffsindustrie.

Mit der Leidenschaft für Innovation und ihrer Strategie, die sich auf Innovationen für eine umweltfreundlichere Schifffahrt konzentriert, unterstützt die TGE Marine die Branche mit technischen Lösungen für eine nachhaltige Zukunft.

Geschichte Die TGE wurde 1980 in Bonn gegründet, seinerzeit unter dem Namen „Liquid-Gas International Ingenieurgesellschaft“, abgekürzt LGI. Hauptzweck des Unternehmens war die Konstruktion und Lieferung von Gas-Handling-Systemen für Werften in Deutschland und den Niederlanden. Etwa zehn Jahre später wurden vergleichbare Anlagen auch für landseitige Anlagen geliefert, der Export nach China spielt eine große Rolle (TGE Gas).

1993 wurde LGI von der belgischen Tractebel-Gruppe erworben und in Tractebel Gas Engineering GmbH (TGE) umbenannt. Die Produktpalette wurde um die LNG-Technologie (liquefied natural gas) erweitert, um sich zukünftig verstärkt auf den Bau von kleinen LNG-Tankern mit Größen von 5.000 bis 40.000 Kubikmetern und LNG-Bunkerstationen zu konzentrieren.

2007 wurden die On- und Offshore-Bereiche als eigenständige Unternehmen veräußert.

In den Büros am Hauptsitz in Bonn und in Shanghai arbeiten TGE-Ingenieure an Schiffen für den Transport von LPG, Ethylen und LNG. Außerdem beteiligt sich TGE Marine an Entwicklungen zur Nutzung von LNG als Schiffstreibstoff und LNG-Bunkerstationen. Auch um das Thema Ammoniak und Dekarbonisierung kümmert man sich.TGE Marine: Fokus auf Ammoniak. In: Hansa, Heft 12/2020, S. 59

Im Jahr 2015 wurde TGE Marine von Mitsui E&S übernommen.

LNG-Tanker mini|LNG-Tanker Galea LNG-Tanker transportieren verflüssigtes Erdgas bei minus 163 Grad von den Anlagen zur LNG-Verflüssigung zu Ländern mit Häfen, die über entsprechende Löscheinrichtungen verfügen. An dem LNG-Tanker Coral Energy mit einer Ladekapazität von 15.600 m³ LNG, das beim Transport bis zu minus 164 °C gekühlt wird, der 2012 auf der Meyer Werft in Papenburg und deren Schwesterunternehmen Neptun Werft in Rostock für die niederländische Reederei Anthony Veder entstand, war TGE maßgeblich beteiligt. Der Tanker wurde mit einem emissionsarmen Dual-Fuel-Motor ausgerüstet, der den derzeit höchsten Umweltstandards entspricht.

LNG-Antrieb und LNG-Bunkeranlagen Derzeit werden von TGE Gassysteme für Dual-Fuel-Schiffsmotoren und LNG-Bunkeranlagen entwickelt und gebaut. Kleinere Tanker versorgen kleine, dezentrale Verbraucher und zukünftige LNG-Bunkerstationen. Die 2015 in Kraft tretenden Vorschriften für die Ost- und Nordsee, die nur noch Schiffsbrennstoffe mit max. 0,1 % Schwefel zulassen, eröffnen für den Einsatz von LNG als Kraftstoff für Dieselmotoren neue Perspektiven. Alternativen sind Entschwefelungsanlagen an Bord oder die Nutzung von Gasöl als Treibstoff. Derzeit werden in diesen Fahrtgebieten mit Beteiligung von TGE Untersuchungen zur Errichtung von LNG-Bunkerstationen durchgeführt.

Vorschriften Die Verwendung von Gas als Schiffsbrennstoff ist bisher nach den SOLAS-Vorschriften mit Ausnahme der IGC-Bauvorschrift für Gastanker (International Code for the Construction and Equipment of Ships Carrying Liquefied Gases in Bulk) verboten. Bei der IMO wurde ein Vorschlag zur Entwicklung einer Richtlinie für Gas als Schiffsbrennstoff eingereicht und als MSC.285(86) 2009 verabschiedet. Sie gilt als Stand der Technik zur Installation von gasbetriebenen Anlagen auf Schiffen und dokumentiert den derzeitigen internationalen Standard für Schiffe mit Gasbetrieb. Damit wird der Betrieb für Schiffe mit Gasbetrieb unter Zustimmung des Flaggenstaates ermöglicht.

Weblinks Website des Unternehmens

Einzelnachweise

Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Bonn) Kategorie:Unternehmensgründung 1980