Peer Jochen Dagobert Oppenheimer (* 15. Mai 1920 in BerlinGeburtsdatum laut Filmarchiv Kay Weniger; † 10. November 2018 in Los Angeles) war ein deutschamerikanischer Filmproduzent und Drehbuchautor.
Leben Über Oppenheimers frühes Leben ist nur sehr wenig bekannt, vermutlich emigrierte seine jüdische Familie unter Adolf Hitler in die USA. Er selbst wurde während des Zweiten Weltkriegs in die US-Armee eingezogen. Zurück im Zivilleben, studierte Oppenheimer an der Georgetown University und an der UCLA. 1954 wurde er Westküsten-Redakteur der amerikanischen Publikation Family Weekly.
Mit Beginn der 1960er Jahre wechselte Peer Oppenheimer in die Filmbranche. 1960 gründete er seine erste eigene Produktionsfirma, die O & O Productions, und war bis 1964 auch deren Präsident. In jenem Jahr gründete Oppenheimer mit der HeiRaMatt Productions eine weitere Firma. 1965/66 stellte ihn Artur Brauner als Herstellungsleiter seiner CCC-Film ein. 1973 stand Oppenheimer als Präsident der in London beheimateten Elite Syncopation Ltd. vor. Zwei Jahre später beteiligte er sich an der Gründung der PRO-International Films, deren Vizepräsident er gleichfalls wurde.
Oppenheimers eklektisches Œuvre umfasst überwiegend B-Produktionen. Seit Mitte der 1970er Jahre produzierte er regelmäßiger und schrieb gelegentlich auch Drehbücher. Bei einer Reihe seiner frühen Filme war er lediglich einer von mehreren Produzenten, Mitte der 1990er Jahre führte er bei dem Terrorismusthriller Terror in Paradise das einzige Mal Regie.
Peer J. Oppenheimer hat auch Gastvorlesungen an der UCLA gehalten und gehört der Writers Guild of America an.
Filmografie als Filmproduzent, wenn nicht anders angegeben
1960: Here’s Hollywood (TV-Serie) 1965: Operation C.I.A. (auch Drehbuchmitarbeit) 1968: Lady Hamilton – Zwischen Schmach und Liebe 1974: Sex Play (auch Drehbuchmitarbeit) 1976: Nashville Girl (auch Drehbuch) 1977: Foes 1982: Der Fall Sylvester Matuska (auch Drehbuchmitarbeit) 1984: The Secret Diary of Sigmund Freud 1985: Key Exchange 1991: Colette (Becoming Colette) 1993: Heißer Asphalt (Boulevard) 1994: Terror in Paradise (auch Regie) 1998: Legacy – Tödlicher Einsatz in Manila (Legacy) 2002: Blue Car – Poesie des Sommers (auch Rolle) 2003: Dry Cycle 2005: Don’t Tell 2006: Eye of the Dolphin 2007: Aufbruch in ein neues Leben (Rails & Ties) 2009: Lost Dream 2013: Whatever Happened to Norma Jeane? (Dokumentarfilm)
Literatur International Television Almanac, 30th edition, edited by Richard Gertner. Quigley Publishing Co. Inc., New York / London 1985, S. 201
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Deutscher Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1920 Kategorie:Gestorben 2018 Kategorie:Mann