Der Große Preis von Österreich 1985 (offiziell XXIII Holiday Großer Preis von Osterreich) fand am 18. August auf dem Österreichring in der Nähe von Zeltweg statt und war das zehnte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1985.

Berichte Hintergrund Nachdem Manfred Winkelhock an dem Wochenende, das zwischen dem Großen Preis von Deutschland und dem elften WM-Lauf des Jahres in Österreich lag, bei einem Sportwagen-Rennen im Mosport Park ums Leben gekommen war, wurde er bei RAM Racing durch Kenny Acheson ersetzt.

Das Team Toleman erweiterte sein Engagement auf zwei Wagen und nahm dazu den bei Osella entlassenen Piercarlo Ghinzani unter Vertrag.

Niki Lauda kündigte an, seine Rennfahrer-Karriere zum Saisonende endgültig zu beenden. Keke Rosberg wurde als sein Nachfolger bei McLaren engagiert. Dessen Platz bei Williams wurde daraufhin Nelson Piquet zugesichert, der seinerseits durch Elio de Angelis ersetzt werden sollte.

In der Fahrerwertung führte Michele Alboreto mit fünf Punkten vor Alain Prost und mit 20 Punkten vor de Angelis. In der Konstrukteurswertung führte Ferrari mit 19 Punkten vor McLaren und mit 30 Punkten vor Lotus.

Mit de Angelis, Jacques Laffite, Lauda und Prost (jeweils einmal) traten vier ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.

Training Prost absolvierte seine schnellste Trainingsrunde als Einziger mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 250 km/h und sicherte sich so die Pole-Position vor Nigel Mansell. Die zweite Reihe bildeten Lauda und Rosberg vor Piquet und Teo Fabi.

Rennen Lauda ging zunächst in Führung. Aufgrund einer Massenkollision, in die unter anderem Mansell, Alboreto, de Angelis und Gerhard Berger verwickelt waren, wurde das Rennen jedoch noch vor dem Ende der ersten Runde durch die rote Flagge abgebrochen.

Beim Neustart, der nach rund 45-minütigen Aufräumarbeiten durchgeführt wurde, übernahm Prost die Spitze vor Rosberg. Da dieser jedoch bereits nach vier Runden aufgrund eines Motorschadens ausschied, ergab sich eine McLaren-Doppelführung vor Piquet, de Angelis und Mansell.

In der 14. Runde verunfallte Andrea de Cesaris bei hoher Geschwindigkeit. Sein Wagen überschlug sich mehrfach, kam aber letzten Endes wieder auf den Rädern zum Stehen. Als de Cesaris, der zuvor bereits mehrfach durch schwere Unfälle aufgefallen war, unverletzt zu Fuß in seine Box zurückkehrte, wurde er umgehend von seinem Teamchef Guy Ligier entlassen. Ligier erklärte damals: „Ich kann es mir nicht mehr leisten, diesen Mann zu beschäftigen“ – obwohl Marlboro den Großteil von de Cesaris’ Gehalt zahlte. de Cesaris blieb bis zum nächsten Rennen in Zandvoort im Team und wurde anschließend durch Philippe Streiff ersetzt.

Durch einen Boxenstopp fiel Prost in der 26. Runde hinter Lauda zurück. Ayrton Senna war unterdessen an de Angelis vorbei auf den dritten Rang gelangt, was durch die technisch bedingten Ausfälle von Mansell und Piquet begünstigt wurde.

Zwölf Runden vor dem Ende des Rennens schied Lauda aufgrund eines Turboladerschadens aus, sodass Prost vor Senna und Alboreto siegte. Stefan Johansson, de Angelis und Marc Surer erreichten die Plätze vier bis sechs.

Meldeliste Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen 1 McLaren MP4/2B TAG/Porsche TTE PO1 1.5 V6t 2 3 Tyrrell 014 Renault EF4B 1.5 V6t 4 Tyrrell 012 Ford Cosworth DFY 3.0 V8 5 Williams FW10 Honda RA163-E 1.5 V6t 6 7 Brabham BT54 BMW M12/13 1.5 L4t 8 9 RAM 03 Hart 415T 1.5 L4t 10 11 Lotus 97T Renault EF4 1.5 V6t 12 14 Renault RE60B Renault EF15 1.5 V6t 15 16 Arrows A8 BMW M12/13 1.5 L4t 17 18 Toleman TG185 Hart 415T 1.5 L4t 19 22 Alfa Romeo 184TB Alfa Romeo 890T 1.5 V8t 23 24 Osella FA1G 25 Ligier JS25 Renault EF4B 1.5 V6t 26 27 Ferrari 156/85 Ferrari 031 1.5 V6t 28 29 Minardi M185 Motori Moderni 615-90 1.5 V6t 30 Zakspeed 841 Zakspeed 1500/4 1.5 L4t

Klassifikationen Qualifying Pos. Fahrer Konstrukteur Qualifikationstraining 1 Qualifikationstraining 2 Start Zeit Ø-Geschwindigkeit Zeit Ø-Geschwindigkeit 1 1:25,490 250,219 km/h keine Zeit – 1 2 1:26,453 247,432 km/h 1:26,052 248,585 km/h 2 3 1:26,250 248,014 km/h 1:26,727 246,650 km/h 3 4 1:26,333 247,775 km/h 1:26,762 246,550 km/h 4 5 1:26,568 247,103 km/h 1:26,404 247,572 km/h 5 6 1:26,664 246,829 km/h keine Zeit – 6 7 1:26,799 246,445 km/h keine Zeit – 7 8 1:27,722 243,852 km/h 1:27,502 244,465 km/h 8 9 1:29,774 238,278 km/h 1:27,516 244,426 km/h 9 10 1:29,485 239,048 km/h 1:27,851 243,494 km/h 10 11 1:27,954 243,209 km/h 1:50,796 193,068 km/h 11 12 1:28,134 242,712 km/h 1:27,961 243,190 km/h 12 13 1:30,602 236,101 km/h 1:28,006 243,065 km/h 13 14 1:28,123 242,743 km/h 3:04,856 115,718 km/h 14 15 1:29,181 239,863 km/h 1:28,249 242,396 km/h 15 16 1:28,617 241,389 km/h 1:28,262 242,360 km/h 16 17 1:28,566 241,528 km/h 1:28,762 240,995 km/h 17 18 1:28,666 241,256 km/h keine Zeit – 18 19 1:28,894 240,637 km/h keine Zeit – 19 20 1:29,031 240,267 km/h 1:29,608 238,720 km/h 20 21 1:32,766 230,593 km/h 1:29,827 238,138 km/h 21 22 1:31,022 235,011 km/h 1:30,514 236,330 km/h 22 23 keine Zeit – 1:35,072 225,000 km/h 23 24 1:35,329 224,393 km/h 1:58,090 181,143 km/h 24 25 1:36,060 222,686 km/h 1:35,787 223,320 km/h 25 26 keine Zeit – 1:36,765 221,063 km/h 26 DNQ Da das Teilnehmerfeld auf 26 Wagen begrenzt war, scheiterte Brundle an der Qualifikation. 1:39,247 215,535 km/h 1:37,317 219,809 km/h – Anmerkungen

Rennen Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde 1 52 1 1:20:12,583 1 1:29,241 (39.) 2 52 0 + 30,002 14 1:31,666 (36.) 3 52 0 + 34,356 9 1:31,536 (40.) 4 52 0 + 39,073 12 1:31,501 (45.) 5 52 1 + 1:22,092 7 1:30,949 (40.) 6 51 0 + 1 Runde 11 1:32,935 (16.) 7 49 1 DNF 22 1:34,219 (29.) 8 49 2 + 3 Runden 16 1:32,758 (34.) 9 48 0 + 4 Runden 24 1:38,336 (21.) 10 46 1 DNF 8 1:31,525 (45.) – 43 0 DNF 15 1:33,708 (23.) – 40 2 DNF 26 1:38,727 (27.) – 39 0 DNF 3 1:30,052 (38.) – 33 0 DNF 17 1:33,663 (33.) – 31 3 DNF 6 1:31,089 (26.) – 29 0 DNF 13 1:33,677 (22.) – 28 0 DNF 23 1:36,491 (17.) – 26 0 DNF 5 1:31,816 (22.) – 25 0 DNF 2 1:31,835 (22.) – 25 0 DNF 10 1:34,254 (24.) – 17 0 DNF 25 1:35,792 (13.) – 16 2 DNF 21 1:34,040 (10.) – 13 0 DNF 18 1:33,883 (13.) – 5 0 DNF 20 1:35,522 (3.) – 4 0 DNF 4 1:31,667 (3.) – 0 0 DNF 19 –

WM-Stände nach dem Rennen Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e). In der Fahrerwertung wurden die besten elf Resultate, in der Konstrukteurswertung alle Resultate gewertet.

Fahrerwertung Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte 1 McLaren-TAG-Porsche 502Ferrari 50 3Lotus-Renault 284Ferrari / Tyrrell-Ford 195Williams-Honda 186Lotus-Renault 157Brabham-BMW 138Renault 119Ligier-Renault 1010Arrows-BMW 911Williams-Honda 612McLaren-TAG-Porsche 513Renault 414Tyrrell-Ford 415Ferrari 316Ligier-Renault 3 Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte17Brabham-BMW 218Tyrrell-Ford 019Arrows-BMW 020Alfa Romeo 021Alfa Romeo 022Osella-Alfa Romeo 023RAM-Hart 024Osella-Alfa Romeo 025Zakspeed 026Minardi-Ford 027 †RAM-Hart 028Toleman-Hart 0–Brabham-BMW / Renault 0–Spirit-Hart 0–RAM-Hart 0

Konstrukteurswertung Pos. Konstrukteur Punkte 1 72 2 553 434 245 156 157 138 9 Pos. Konstrukteur Punkte9 410 011 012 013 014 015 0– 0 Einzelnachweise

Weblinks Rennergebnis auf der offiziellen Website der Formel 1

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