Die Saison 2013/14 der Österreichischen Eishockeyliga war die elfte Spielzeit der höchsten österreichischen Eishockeyspielklasse unter dem Namen Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Sie begann am 7. September 2013 mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem EC Dornbirn und dem EC VSV auf www.eishockey.at (PDF; 115 kB) und endete am 13. April 2014. EBEL-Champion wurde der HC Bozen, der im Playoff-Finale den EC Red Bull Salzburg in fünf Spielen mit 3:2 Siegen bezwang. Damit gelang es dem ersten nicht-österreichischen Klub seit Umbenennung der Liga, die Meisterschaft der EBEL zu gewinnen. Der EC Red Bull Salzburg sicherte sich als bestplatzierte österreichische Mannschaft den Titel des Österreichischen Meisters.

Teilnehmende Mannschaften und Modus

Gegenüber der Vorsaison änderte sich das Teilnehmerfeld erneut. Nachdem es bereits zuvor Gerüchte gegeben hatte, wurde im April 2013 bestätigt, dass der kroatische Club KHL Medveščak Zagreb für die Saison 2013/14 in die Kontinentale Hockey-Liga wechselte., Bericht auf hockey-news.info vom 29. April 2013. Damit kam nach vier Spielzeiten, in denen die Mannschaft je zwei Mal das Viertel- und Halbfinale erreichte, das Aus. Die Mannschaft hatte in allen vier Spielzeiten die meisten Zuschauer verbuchen können und war außerdem als Veranstalter vieler außergewöhnlicher Events wie den Freiluftspielen im Amphitheater Pula in Erscheinung getreten.

Durch den Weggang war zunächst eine Saison mit elf Mannschaften geplant worden, wenngleich die Namen mehrerer Neueinsteiger in den Medien genannt wurden. Unter anderem hatte sich der ungarische Club Dab.Docler bereits im Jänner für eine EBEL-Teilnahme beworben,Antrag aus Ungarn: Dab.Docler will in die EBEL, Bericht auf hockeyfans.at vom 18. Jänner 2013. wurde jedoch von den übrigen Clubs mehrheitlich abgelehnt.Nur elf Teams starten in der EBEL, Bericht auf hockeyweb.de vom 31. Mai 2013. Auch der slowakische Verein ŠHK 37 Piešťany tauchte in mehreren Berichten auf.Folgt jetzt der Einstieg von Piešťany? Bericht auf www.hockeyfans.at vom 30. April 2013.

Aufnahme des HC Bozen Konkret wurde die Entwicklung mit dem HC Bozen aus der italienischen Serie A1. Der Club war ebenfalls bereits in den Vorjahren als neues Mitglied genannt worden, hatte aber die Freigabe des italienischen Eishockeyverbandes nicht erhalten. Das änderte sich am 26. Juni 2013.Der HC Bozen darf in die EBEL, Bericht auf hockeyfans.at vom 26. Juni 2013. Da es gleichzeitig aufgrund von Problemen im italienischen Hockey zu einer Umstrukturierung der Ligen gekommen war (viele Clubs der zweiten Spielklasse wechselten in die ebenfalls supranationale Inter-National-League), äußerten die Vereine der Serie A ihren Unmut über die Erlaubnis in einem Brief an den Verband und drohten mit Klagen.Probleme für den HC Bozen in Italien, Bericht auf hockeyfans.at vom 10. Juli 2013.

Teams der Saison 2013/14 (gereiht nach Vorjahrsplatzierung)

Mannschaft Vorjahresplatzierung Trainer Heimarena Kapazität EC KAC Meister Christer Olsson Eissportzentrum Klagenfurt 5.088 Vienna Capitals Vizemeister Tommy Samuelsson Albert-Schultz-Halle 7.022 EHC Liwest Linz Halbfinal-Out Rob Daum KeineSorgenEisarena 4.863 EC Red Bull Salzburg Halbfinal-Out Don Jackson Volksgarten-Arena 3.500 EC Graz 99ers Viertelfinal-Out Mario Richer Eisstadion Graz-Liebenau 4.050 EC VSV Viertelfinal-Out Hannu Järvenpää Stadthalle Villach 4.500 Orli Znojmo Viertelfinal-Out Jiří Režnar Hostan Arena 5.500 HDD Olimpija Ljubljana 9. Bojan Zajc Hala Tivoli 5.000 EC Dornbirn 10. Dave MacQueen Messestadion Dornbirn 4.270 Alba Volán Székesfehérvár 11. Marty Raymond Eishalle Székesfehérvár 3.500 HC Innsbruck 12. Daniel Naud Tiroler Wasserkraft Arena 3.200 HC Bozen neu in der Liga Tom Pokel Eiswelle 7.000

Nachwuchsmannschaften EBYSL und EBJL

Nach der Premierensaison der Erste Bank Young Stars League (Altersklasse U20) im Vorjahr wurde das Konzept für die Spielzeit 2013/14 um eine U18-Spielklasse erweitert: die Erste Bank Juniors League. Wie bei der erstgenannten stellten fast alle EBEL-Clubs Mannschaften für die EBJL.

+ Meister EBYSL, EBJL und österr. Meister Liga Meister Teilnehmer U20 Erste Bank Young Stars League HK Olimpija 13 Teams U18 Erste Bank Juniors League SAPA Fehérvár AV19 18 Teams

Modus Der Modus der Saison musste um die Teilnahmen an den Olympischen Spielen und der B-Weltmeisterschaft herum organisiert werden, was wenig Spielraum bei der Gestaltung des Spielplans zuließ. Der grundlegende Modus mit Hauptrunde, Zwischenrunde und Playoffs blieb unverändert, jedoch wurden Änderungen im Detail vorgenommen. So wurde der Samstag als zusätzlicher Spieltag ins Programm genommen, während Halbfinale und Finale in den Playoffs nur noch über fünf statt sieben Spiele gingen.

Transfers EC Red Bull Salzburg Die wichtigste Änderung in Salzburg war das Ende der Ära Pierre Pagé, der durch Don Jackson als Trainer ersetzt wurde. Mit Ryan Glenn, Danny Richmond, Ryan Duncan, Steve Regier und Rob Schremp verließ eine ganze Reihe an Schlüsselspielern den Verein. Neu verpflichtet wurden Troy Milam, Michael Boivin, Garrett Roe, Mitch Wahl, Brian Fahey, Evan Brophey und Joe Motzko. Vienna Capitals Bei den Capitals verließen mehrere Schlüsselspieler den Verein. Während Fabian Weinhandl zum EC KAC wechselte, verstärkte Zdenek Blatny die Adler aus Znojmo. Mit Dan Bjornlie wurde eine langjährige Stammkraft abgegeben. Tony Romano erhielt ebenso keinen neuen Vertrag wie die Österreicher Philipp Pinter, Daniel Woger und André Lakos. Neu zur Mannschaft stießen Mike Ouellette von den Linzern, Justin Fletcher aus der Asia League Ice Hockey und Mark Matheson und Dustin Sylvester aus der American Hockey League. EC VSV Der EC VSV verstärkte sich mit Michael Forney aus der ECHL und Verteidiger Cole Jarrett (99ers) und Stürmer Brock McBride (Ljubljana). Als Abgänge standen Derek Damon, Brad Cole, Antti Pusa und Justin Taylor zu Buche. 20px|Logo des EC KAC EC KAC Beim EC KAC wurde bereits kurz nach Gewinn der Meisterschaft die Rückkehr des Klagenfurters Thomas Pöck bekannt gegeben. Abgegeben wurden unter anderem Raphael Herburger (EHC Biel, National League A), Thomas Hundertpfund, sowie die Kurzzeit-Verstärkungen Kevin Doell und Tomislav Zanoški. Ebenso wurde Andy Chiodo durch Fabian Weinhandl (Capitals) ersetzt. 20px|Logo des EHC Linz EHC Linz Der EHC Linz gab mit Brett Engelhardt, Danny Irmen, David LeNeveu und Mike Ouellette eine große Anzahl Schlüsselspieler ab und ließ auch Martin Mairitsch und Martin Grabher-Meier nach Dornbirn wechseln. Vom Vorarlberger Club kam im Gegenzug mit Andrew Kozek der Top-Torschütze der letzten EBEL-Saison. Brad Moran, Jason Ulmer und Michael Ouzas kamen neu hinzu. 20px|Logo des HDD Olimpija Ljubljana HDD Olimpija Ljubljana Die Laibacher nahmen weitreichende Veränderungen im Kader vor um gaben Thomas Andre, Patrick Coulombe und Brock McBride ab. Neu hinzu kamen Pascal Morency, der bereits mit Zagreb EBEL-Erfahrung gesammelt hatte, Jack Laplante, Nick Ross, der ebenfalls bereits ein Jahr zuvor in Salzburg gespielt hatte, Alex Berry von den Reading Royals, Scott Howes von den Springfield Falcons und Jeff Ulmer vom HC Lausanne. Außerdem kehrte mit Aleš Sila ein ehemaliger Nachwuchsspieler des Clubs nach mehreren Stationen in Europa zurück. HC Bozen Der HC Bozen baute sein Team von der Basis an neu auf und besetzte die Torhüterposition mit dem Tschechen Jaroslav Hübl. Neben etablierten italienischen Spielern wurden die Legionäre Joe Charlebois (zuvor bei den Kalamazoo Wings), Davide Nicoletti (Cincinnati Cyclones), Sébastien Piché (Greenville Road Warriors), Matt Tomassoni (Iserlohn Roosters), Mark Santorelli (VIK Västerås HK), Kim Strömberg (Orli Znojmo) und Trent Whitfield (Providence Bruins) verpflichtet. 20px|Logo der Graz 99ers EC Graz 99ers Die Graz 99ers gestalteten ihren Kader zu einem großen Teil neu und verpflichteten Stürmer Francis Lemieux von den Innsbruckern, Ryan Kinasewich (Salzburg), Andy Sertich (Zagreb), Patrick Coulombe (Ljubljana) und Daniel Woger von den Capitals. Im Gegenzug verließen Cole Jarrett (VSV), Ryan Lannon, Jean-Michel Daoust den Verein. Neuer Torwart wurde Dany Sabourin. 20px|Logo von Alba Volán Székesfehérvár Alba Volán Székesfehérvár Torhüter Adam Munro wechselte nach Innsbruck; der Club entschied sich dazu, mit einem recht jungen Duo bestehend aus Bence Bálizs und Miklós Rajna in die Saison zu starten. Für die Verteidigung konnte mit Richard Jackman ein bereits EBEL-erfahrener (Salzburg) Spieler gewonnen werden. Ebenso war Stürmer Colton Yellow Horn bereits in Salzburg aktiv gewesen. Adam Naglich kam aus Zagreb nach Ungarn. Des Weiteren wurden Travis Gawryletz (HC Pardubice) und Andrew Sarauer (Las Vegas Wranglers) weitere Legionäre unter Vertrag genommen. EC Dornbirn Bei den Vorarlbergern wurde Torhüter Thomas Tragust durch Adam Dennis ersetzt. Andrew Kozek wechselte nach Linz. Neu hinzu kamen neben einigen österreichischen Spielern Patrick Jarrett, der Brudes des VSV-Verteidigers Cole Jarrett, Kevin Montgomery (Lillehammer IK), Alex Plante (Oklahoma City Barons), Brendan Brooks (Iserlohn Roosters), Graham Mink (Providence Bruins) und Brett Sonne (Texas Stars). Orli Znojmo Torwart Ondřej Kacetl verließ den Club und wurde durch Jakub Čech ersetzt. Thomas Andrew kam von Laibach nach Tschechien. Keinen Platz mehr im Kader erhielten Burke Henry, Martin Planek, Kim Strömberg und Marek Uram. Neu verpflichtet wurde Andrew Thomas (ehemals Ljubljana). HC Innsbruck Nach dem enttäuschenden Abschneiden im Vorjahr veränderte Innsbruck den Kader vor allem im Bereich der Transferkartenspieler. Für Thomas Tragust wurde Adam Munro (Székesfehérvár) als Torwart verpflichtet. Stürmer Luke Salazar kam aus Norwegen zum Verein, Marek Malík vom HC Vítkovice und Shane Sims von AaB Ishockey. Im Stürmerbereich gelang mit den Zwillingen Justin und Tyler Donati (Vålerenga Oslo) eine gute Verpflichtung. Francis Lemieux wurde von den Grazern abgeworben, während Aaron Fox eine Stelle als Sportdirektor beim Neo-KHL-Club aus Zagreb antrat.

Saisonvorbereitung Wie in den vergangenen Spielzeiten spielten die EBEL-Clubs mehrere Turniere zur Vorbereitung auf die neue Saison. Das wichtigste dieser Turniere stellt die vierte Austragung der European Trophy dar, an der erneut der EC Red Bull Salzburg und die Vienna Capitals teilnahmen.

Anmerkung: Mannschaften aus der EBEL sind fett dargestellt