mini|Logo Bezirksregierung Düsseldorf Der Regierungsbezirk Düsseldorf ist einer von fünf Regierungsbezirken in Nordrhein-Westfalen.

Seine Behörde heißt Bezirksregierung Düsseldorf und ist als Regierungspräsidium eine staatliche Mittelbehörde im grundsätzlich dreistufigen Aufbau der staatlichen Verwaltung des Landes. Sie ist die allgemeine Vertretung der Landesregierung im Regierungsbezirk, sie bündelt die Tätigkeiten der Fachressorts, sie übt Aufsicht aus und koordiniert das staatliche Handeln., Selbstdarstellung der Stellung und Aufgaben der Bezirksregierung Düsseldorf vom 19. Dezember 2012 im Portal brd.nrw.de, abgerufen am 17. August 2013 Ihren Hauptsitz hat sie im historischen Regierungsgebäude an der Cecilienallee 2 im Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort.

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Region einen Index von 133 (EU-28=100) (2015).

Geographie Der Regierungsbezirk Düsseldorf liegt im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen. Er ist der bevölkerungsreichste und der am dichtesten besiedelte Regierungsbezirk Deutschlands. Die Struktur des Bezirks ist überwiegend städtisch geprägt. Allein zehn kreisfreie Städte, davon vier im westlichen (rheinischen) Ruhrgebiet gehören zu seinem Gebiet. Dennoch werden etwa 52 Prozent der Fläche landwirtschaftlich genutzt und ein Siebtel der Fläche ist bewaldet. Die höchste Erhebung im Regierungsbezirk ist der Brodtberg mit in Remscheid.

Die nördlichste Gemeinde ist Emmerich am Rhein, die westlichste Kranenburg, beide im Kreis Kleve und die südlichste Rommerskirchen im Rhein-Kreis Neuss. Die Stadtgebiete von Wuppertal und Remscheid ragen am weitesten in Richtung Osten hinaus.

Statistik Für Zwecke der Amtlichen Statistik der Europäischen Union ist in den Grenzen des Regierungsbezirks Düsseldorf die NUTS-Region DEA1 Düsseldorf eingerichtet worden. Sie ist die einwohnerstärkste Region in Deutschland.

Nachbarbezirke und -länder Der Regierungsbezirk Düsseldorf grenzt im Nordosten an den Regierungsbezirk Münster, im Osten an den Regierungsbezirk Arnsberg und im Süden an den Regierungsbezirk Köln sowie im Westen und Norden an die Niederlande.

Geschichte Im Ergebnis der Koalitionskriege und des Wiener Kongresses wurde der Staat Preußen, der durch die Wiener Kongressakte erhebliche Gebiete im Westen Deutschlands zugesprochen bekommen hatte, in Regierung und Verwaltung neu geordnet. Seine Provinzen wurden durch die Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden vom 30. April 1815 in insgesamt 28 Regierungsbezirke eingeteilt,Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzial-Behörden vom 30. April 1815. In: Gesetz-Sammlung für die königlichen Preußischen Staaten, Nr. 9 vom 8. Juli 1815, S. 85 ff., Digitalisat und weitere Informationen im Internet-Portal "Westfälische Geschichte". einer davon der Regierungsbezirk Düsseldorf in der damaligen Provinz Jülich-Kleve-Berg, welche 1822 in der Rheinprovinz aufging. Mit dem 22. April 1816 nahm die Königliche Regierung an der Mühlenstraße in der Düsseldorfer Altstadt – im Statthalterpalais und ab 1824 auch im ehemaligen Regierungsgebäude des Großherzogtums Berg – ihre Tätigkeit auf. Schon nach knapp sechs Jahren, am 22. Juni 1822, wurde der Regierungsbezirk Kleve mit dem Düsseldorfer Bezirk vereinigt. Gleichzeitig wurden die ursprünglich 18 Landkreise auf 13 reduziert. Am 19. Oktober 1911 bezog die Königliche Regierung in Düsseldorf-Pempelfort einen neobarocken Neubau an der Cecilienallee, gegenüber dem damaligen Kaiser-Wilhelm-Park. Eine Neugliederung des Regierungsbezirks brachte das Gesetz über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets zum 1. August 1929. Von März/April 1934 bis Februar 1939 war die Düsseldorfer Stapo beim Regierungspräsidenten angesiedelt.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1819 388.607 1835 720.760 1871 1.329.374 Gemeindelexikon für das Königreich Preußen 1885 1880 1.592.419 1900 2.599.806 1910 3.418.388 1925 3.893.169 1939 4.183.235 Volkszählung 1939 1946 3.761.641 Volkszählung 1946 1950 4.301.897 Statistisches Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland 1952 1961 5.375.700 Statistisches Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland 1962 1970 5.625.900 Statistisches Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland 1972 1980 5.209.400 Statistisches Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland 1981 1990 5.220.500 Statistisches Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland 1992 2000 5.254.300 Statistisches Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland 2002 2010 5.161.782 Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen 2018 5.202.321 2019 5.201.871

Bevölkerungsreichste Städte

Regierungspräsidenten mini|Hauptgebäude des Regierungspräsidiums Düsseldorf mini|Kampfmittelbeseitigungs-Fahrzeug des Regierungsbezirks

1816–1831: Philipp von Pestel 1831–1834: Franz Edmund Josef von Schmitz-Grollenburg 1834–1837: Anton zu Stolberg-Wernigerode 1837–1848: Adolph von Spiegel-Borlinghausen 1849–1850: Friedrich von Spankeren (auftragsweise) 1850–1866: Leo von Massenbach 1866–1871: Friedrich von Kühlwetter 1871: Alexander von Götz und Schwanenflies 1872–1876: August von Ende 1876–1877: Karl Hermann Bitter 1877–1883: Robert Eduard von Hagemeister 1883–1889: Hans Hermann von Berlepsch 1889–1895: Eberhard von der Recke von der Horst 1896–1899: Georg von Rheinbaben 1899–1902: Hans Dietrich von Holleuffer 1903–1909: Arthur Schreiber 1909–1919: Francis Kruse 1919: Hugo Landé (kommissarisch) 1920–1923: Walther Grützner 1924–1933: Karl Bergemann 1933–1938: Carl Christian Schmid 1938–1939: Herbert Fuchs (kommissarisch) 1939–1940: Eggert Reeder (Mitverwaltung) 1941–1944: Wilhelm Burandt 1944–1945: Eggert Reeder (Mitverwaltung) 1945–1946: Eduard Sträter 1946–1947: Kurt Necker 1947–1967: Kurt Baurichter 1967–1975: Hans Otto Bäumer 1975–1983: Achim Rohde 1983–1986: Hermann Strich 1986–1995: Fritz Behrens 1995–2010: Jürgen Büssow 2010–2017: Annemarie Lütkes 2017–2022: Birgitta Radermacher seit 2022: Thomas Schürmann

Verwaltungsgliederung mini|Kreise in NRW, Grundtöne nach Regierungsbezirken, kreisfreie Städte intensiver eingefärbt

Stand 1822 Kreise Dinslaken Düsseldorf Elberfeld Essen Geldern Gladbach Grevenbroich Kempen Kleve Krefeld Lennep Mettmann Neuss Rees (Sitz der Kreisverwaltung in Rees, ab 1842 in Wesel) Rheinberg Solingen

Stand 1823 Kreise Düsseldorf Duisburg (Zusammenschluss der Kreise Dinslaken und Essen) Elberfeld Geldern Gladbach Grevenbroich Kempen Kleve Krefeld Lennep Neuss Rees Solingen

Verzeichnis der Kreise und kreisfreien Städte Kreise Kreis Dinslaken (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Kreis Wesel) Kreis Düsseldorf-Mettmann (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend nach Grenzkorrekturen Umbenennung in Kreis Mettmann) Kreis Geldern (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Kreis Kleve) Kreis Grevenbroich (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend nach Eingliederung der bisher kreisfreien Stadt Neuss und anderen Grenzkorrekturen Umbenennung in Kreis Neuss) Kreis Kempen-Krefeld (mit Wirkung vom 1. Januar 1969 Eingliederung der bisher kreisfreien Stadt Viersen und am 1. Januar 1975 Umbenennung in Kreis Viersen) Kreis Kleve (ab dem 1. Januar 1975 mit dem Kreis Geldern und Teilen der Kreise Moers und Rees bei Abtretung von Gemeinden an den Kreis Borken, Regierungsbezirk Münster) Kreis Mettmann (ab dem 1. Januar 1975 nach Umbenennung des Kreises Düsseldorf-Mettmann) Kreis Moers (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend im Kreis Wesel; Homberg und Rheinhausen Stadtteile von Duisburg) Kreis Neuss (ab dem 1. Januar 1975 nach Umbenennung des vergrößerten Kreises Grevenbroich bis zum 30. Juni 2003, jetzt Rhein-Kreis Neuss) Kreis Rees (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend in den Kreisen Wesel und Kleve) Rhein-Kreis Neuss (ab dem 1. Juli 2003, vorher Kreis Neuss) Rhein-Wupper-Kreis (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend auf die Stadt Leverkusen, den Rheinisch-Bergischen Kreis und den Oberbergischen Kreis [alle im Regierungsbezirk Köln] sowie den Kreis Mettmann (Monheim, Langenfeld) [im Regierungsbezirk Düsseldorf verbleibend] aufgeteilt) Kreis Viersen (ab dem 1. Januar 1975 nach Umbenennung des Kreises Kempen-Krefeld) Kreis Wesel (ab dem 1. Januar 1975 aus Teilen der Kreise Dinslaken, Moers, Rees sowie Kreise Borken und Recklinghausen[, beide im Regierungsbezirk Münster])

Kreisfreie Städte Düsseldorf (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen, am 1. Juni 1976 Verlust der Gemeinde Monheim) Duisburg (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen) Essen (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen) Krefeld (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen) Leverkusen (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend Wechsel in den Regierungsbezirk Köln) Mülheim an der Ruhr (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen) München-Gladbach (Schreibweise und Aussprache der Stadt Mönchengladbach bis zum 19. Dezember 1950, danach Aussprache nur noch Mönchengladbach) Mönchengladbach (Schreibweise der Stadt Mönchengladbach ab dem 11. Oktober 1960; am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindung der Stadt Rheydt) Neuß (bis 1968, Änderung der Schreibweise in Neuss) Neuss (ab 1968, vorher Neuß, am 1. Januar 1975 Eingliederung in den neuen Kreis Neuss) Oberhausen Remscheid (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen) Rheydt (bis zum 31. Dezember 1974, anschließend Stadtteil der Stadt Mönchengladbach) Solingen (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen) Viersen (bis zum 31. Dezember 1969, am 1. Januar 1970 Eingliederung in den Kreis Kempen-Krefeld) Wuppertal (am 1. Januar 1975 Vergrößerung durch Eingemeindungen)

Aktueller Stand Seit dem 1. Januar 1975 gliedert sich der Regierungsbezirk Düsseldorf in fünf Kreise mit insgesamt 56 kreisangehörigen Gemeinden und zehn kreisfreie Städte. Kreise Kreisfreie Städte Kleve Mettmann Rhein-Kreis Neuss Viersen Wesel Düsseldorf Duisburg Essen Krefeld Mönchengladbach Mülheim an der Ruhr Oberhausen Remscheid Solingen Wuppertal

Regionalrat

Der Regionalrat wird nach jeder Kommunalwahl aufgrund der Kommunalwahlergebnisse (Stadtrats- bzw. Gemeinderatswahl) der kreisangehörigen Gemeinden der Kreise Kleve, Mettmann, Rhein-Kreis Neuss und Viersen sowie der kreisfreien Städte Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Remscheid, Solingen und Wuppertal gebildet. Die kreisfreien Städte Duisburg, Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie der Kreis Wesel sind nicht im Regionalrat repräsentiert, da für sie die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr die Funktion des Regionalrats übernimmt.

Es gibt im Regionalrat folgende Sitzverteilung nach Fraktionen (Stand September 2020):

CDU SPD Bündnis 90/Die Grünen FDP/FW Die Linke / Die PARTEI Fraktionslos Gesamt 12 8 7 3 2 1 33 FDP 2FW 1 Die Linke 1Die PARTEI 1 AfD 1

Literatur Regierungsbezirk Düsseldorf: Beschreibung des Regierungsbezirkes Düsseldorf nach seinem Umfange, seiner Verwaltungs-Eintheilung und Bevölkerung, Düsseldorf 1817 (Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf). Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks Düsseldorf. Schreiner, Düsseldorf 1836 (Digitalisat bei digitalis.uni-koeln.de, auch online bei Google Books). Gisbert Knopp: Die preußische Verwaltung des Regierungsbezirks Düsseldorf in den Jahren 1899–1919. Grote, Köln/Berlin 1974.

Weblinks

Website der Bezirksregierung Düsseldorf Website des Landes Nordrhein-Westfalen

Einzelnachweise

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