Der Reyer Venezia Mestre ist ein italienischer Basketballverein aus Venedig. Er wurde während des Zweiten Weltkrieges zweimal italienischer Basketballmeister und gewann nach 74 Jahren in der Spielzeit 2016/17 seine dritte Meisterschaft.
Geschichte 1872 wurde der Sportverein Società Sportiva Costantino Reyer gegründet, der im Jahr 1925 eine Basketball-Abteilung ins Leben rief, Reyer Venezia. In den ersten Jahren spielte der Klub in unterklassigen Ligen, ehe 1937 der Aufstieg in die 1920 gegründete Serie A gelang. In der Premierensaison wurde man Fünfter, ein Play-off-System wurde in der Serie A erst in den 1970er Jahren installiert. In den folgenden Jahren bis 1941 etablierte sich der Verein in der Liga, belegte stets einen Tabellenplatz im oberen Bereich der Tabelle. mini|links|Meistermannschaft der Saison 1942/43 Die letzten beiden Spielzeiten, ehe die Liga wegen des Zweiten Weltkrieges unterbrochen werden musste, wurden von Reyer bestimmt. 1942 und 1943 wurde der Verein jeweils Meister. Beide Titel konnten nach einem engen Rennen gegen Virtus Bologna, bzw. einer römischen Mannschaft namens Mussolini Roma, gewonnen werden. Die erste Saison nach Kriegsende verlief überwiegend unkoordiniert und nur wenige Klubs konnten überhaupt eine Mannschaft stellen. Reyer wurde in dieser Saison Vizemeister hinter Bologna.
In den Saisons danach normalisierte sich der Spielbetrieb wieder und Reyer landete stets im Mittelfeld der Tabelle, ehe man 1957 als Elftplatzierter abstieg. Zwischen 1966 und 1974 gab es eine weitere erfolgreiche Periode. In dieser Zeit belegte das Team stets einen Platz im ersten Viertel der Tabelle. In der Saison 1980/81 trat Reyer Veneza im Korać-Cup an, in dem man bis ins Finale vorstieß. Dort wurde schließlich gegen Joventut de Badalona knapp mit 104:105 verloren. Danach folgten Abstiege in die zweitklassige Serie A2, gefolgt aber immer wieder von Aufstiegen zurück in die höchste Spielklasse. In die dortige Spitzengruppe gelang der Verein aber nicht mehr. Die Saison 1993/94 war für lange Zeit die letzte in der Serie A. Es folgte der Absturz bis in die Serie C2, der fünften Liga.
Mit dem Sponsor Umana von Luigi Brugnaro, der den Klub 2006 mit Ziel Serie A übernahm, gelang 2011 der Wiederaufstieg und der Gewinn zweier Meisterschaften in den Spielzeiten 2016/17 und 2018/19. Luigi Brugnaro war von 2006 bis 2015 Präsident des Vereins. Insgesamt spielte Reyer Venezia bisher 52 Spielzeiten in der Serie A.
Aktueller Kader Kader vom Umana Reyer Venezia (Stand: 15. September 2025) Spieler Coaches Nr. Nat. Name Position Geburt Größe Info 00 Amedeo Tessitori Center 07.10.1994 208 cm 0 Ky Bowman Guard 16.06.1997 185 cm 1 RJ Cole Guard 24.08.1999 185 cm 2 Chris Horton Center 29.06.1994 203 cm 4 Alessandro Lever Forward 04.12.1998 207 cm 5 Giovanni De Nicolao Guard 10.06.1996 191 cm 7 Leonardo Candi Guard 30.03.1997 192 cm 10 Carl Wheatle Forward 24.03.1998 200 cm 11 Stefan Nikolić Forward 29.05.1997 197 cm 14 Giga Janelidze Forward 03.04.1995 201 cm 22 Jordan Parks Forward 06.04.1994 201 cm 33 Kyle Wiltjer Forward 20.10.1992 208 cm 45 Denzel Valentine Guard 16.11.1993 193 cm Nat. Name Position Neven Spahija Head Coach Emanuele Molin Assistenzcoach Alberto Billio Assistenzcoach Veljko PerovićAssistenzcoach Reziero NapolitanoAssistenzcoach Legende Abk. Bedeutung Nr. Trikotnummer Nat. Nationalität C Mannschaftskapitän S Suspension 12px Verletzungsbedingte Inaktivität
Platzierungen Seit dem Wiederaufstieg 2011 wurden folgende Platzierungen in der Serie A erreicht:
Saison Serie A 2011/12 7. Platz (Viertelfinale) 2012/13 8. Platz (Viertelfinale) 2013/14 11. Platz 2014/15 2. Platz (Halbfinale) 2015/16 5. Platz (Halbfinale) 2016/17 2. Platz (Meister) 2017/18 1. Platz (Halbfinale) 2018/19 3. Platz (Meister) 2019/20 7. Platz bei Saisonabbruch 2020/21 4. Platz (Halbfinale) 2021/22 5. Platz (Viertelfinale) 2022/23 4. Platz (Viertelfinale) 2023/24 4. Platz (Halbfinale) 2024/25 8. Platz (Viertelfinale) 2025/26 4. Platz (Vizemeister)
Halle Der Klub trägt seine Heimspiele im 3509 Plätze umfassenden Palasport Giuseppe Taliercio in Mestre aus.
Namensgeschichte In der Vereinsgeschichte gab es viele Namenswechsel aufgrund von wechselnden Hauptsponsoren: Noalex (1966–1970) Splügen (1970–1973) Canon (1973–1980) Carrera (1980–1984) Giomo (1984–1987) Hitachi (1989–1990) Scaini (1991–1993) Acqua Lora (1993–1994) San Benedetto (1994–1995) Panto (2000–2001) Acqua Pia Antica Marcia (2005–2006) Umana (seit 2007)
Weitere Erfolge Italienischer Vizemeister: 1946 Finalist im Korać-Cup: 1980/81
Bekannte (ehemalige) Spieler Dražen Dalipagić (1980/81) Spencer Haywood (1980/81) Sidney Wicks (1981/82) Kristaps Janičenoks (2008–2010) Szymon Szewczyk (2011–2013) Massimo Bulleri (2012/13) Denis Marconato (2012/13) Yakhouba Diawara (2012/13) Benjamin Ortner (2014–2017) / Esteban Batista (2017) Tomas Ress (2014–2018) / Michael Bramos (seit 2015) / Marquez Haynes (2016–2019) Dominique Johnson (2017–2018) Austin Daye (2018–2022)
Vereinspräsidenten 1962–1979: Giancarlo Ligabue 1979–1983: Roberto Carrain 1983–1985: AntonLuigi Lelli 1985–1988: Alessandro Manganiello 1988–????: Roberto Malusa 1991–????: Ugo Bergamo ????–1996: Gianfranco Gerosa 1997–1999: Giovanni Battista Pettenello 1999–2006: Giorgio Panto 2006–2006: Luciano Bertoncello 2006–2015: Luigi Brugnaro Seit 2015: Federico Casarin
Weblinks
eurobasket.com: Vereinsprofil von Reyer Venezia Mestre (englisch) euroleaguebasketball.net: Verein auf der Website des EuroCup (englisch)
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