Margret Tönnesmann, englische Schreibweise auch Tonnesmann, (* 20. Oktober 1924 in Düsseldorf; † 17. Februar 2014 in Bonn) war eine deutsche Psychotherapeutin und Autorin sowie Herausgeberin wissenschaftlicher Publikationen.
Leben Margret Tönnesmann studierte Medizin und promovierte 1958 an der Universität Kiel mit einer Dissertation zum Thema Persönlichkeitstheorien und ihre Anwendung auf den kranken Menschen.Belegexemplar bei der Deutschen Nationalbibliothek Sie praktizierte als Psychoanalytikerin in einer eigenen Praxis und war als beratende Psychotherapeutin am King’s College Hospital in London tätig.Verlagsinformation in: Margret Tönnesmann (Hrsg.): Paula Heimann: About Children and Children-No-Longer. Collected Papers 1942-80, Tavistock/Routledge, London - New York 1998, ISBN 978-0-415-04119-5 Sie ist Mitglied der International Psychoanalytical Association.
Publikationen und Rezeption Neben anderen Schriften gab sie 1958 zusammen mit René König das Sonderheft Probleme der Medizin-Soziologie der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie heraus. Darin erschien ihre umfangreiche Zusammenstellung Einige Aspekte zur Entwicklung einer Medizinsoziologie und Sozialpsychologie in Deutschland. Fachwissenschaftlich gilt der Band als Anfang der Medizinsoziologie in Deutschland „als organisierter und teilinstitutionalisierter Begegnung zwischen Soziologie und Medizin“.Manfred Pflanz: Die zunehmende Soziologisierung der Medizin, in: Günter Albrecht, Hansjürgen Daheim, Fritz Sack (Hrsg.): Soziologie, Springer 1973, ISBN 978-3-531-11111-7, S. 588, Zusammenfassung und Voransicht Ihr Artikel Adoleszent re-enacting, trauma and reconstruction aus dem Jahr 1980 gehört zu den Schlüsselpublikationen im International Journal of Child Psychotherapy, dem offiziellen, wissenschaftlichen Journal der Vereinigung der Kinderpsychotherapeuten.Paul Barrows (Hrsg.): Key Papers from the International Journal of Psychoanalytic Psychotherapy, Routledge 2004, ISBN 978-1-58391-207-2, S. 121 ff.
Unter dem Titel About children and children-no-longer gab sie 1989 die von ihr kommentierten, gesammelten Schriften der Psychoanalytikerin Paula Heimann aus den Jahren 1942 bis 1980 heraus, von denen einige bis dahin unveröffentlicht waren.Routledge Verlagsinformation In seinem Review des Bandes im International Journal of Psycho-Analysis gratulierte Robert L. Tyson Tönnesmann für ihre geschickte Zusammenführung von Person und Werk, durch die zugleich der persönliche und berufliche Entwicklungsprozess Heimans unterstrichen werde.International Journal of Psycho-Analysis 73/1992, S. 365–366, Zusammenfassung online Sharon Stekelman lobte in ihrer Rezension in The Psychoanalytic Quarterly die erhellenden Kommentare und einführenden Anmerkungen von Tönnesmann.The Psychoanalytic Quarterly 64/1995, S. 596–599, Zusammenfassung online Margret Tönnesman ist auch die Autorin des Artikels über Heiman im International Dictionary of Psychoanalysis.Tonnesmann, Margret: Heimann, Paula. In: Dictionnaire international de la psychanalyse (2002). Hg. von A. de Mijolla. Paris 2005, 765f [International Dictionary of Psychoanalysis (2009)]
Literatur Manfred Pflanz: Die zunehmende Soziologisierung der Medizin, in: Günter Albrecht, Hansjürgen Daheim, Fritz Sack (Hrsg.): Soziologie, Springer 1973, ISBN 978-3-531-11111-7. Klaus Hurrelmann, Oliver Razum (Hrsg.): Handbuch Gesundheitswissenschaften, Beltz Juventa, 5. Aufl. 2012, ISBN 978-3-7799-0797-8.
Einzelnachweise
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