mini|Das Treuchtlinger Rathaus im Oktober 2011 mini|Blick auf den Glockenturm mit Uhr und Wetterfahne Das Rathaus der Stadt Treuchtlingen ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk im Zentrum von Treuchtlingen im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Die älteren Teile des Gebäudes sind unter der Denkmalnummer D-5-77-173-15 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.Rathaus, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (PDF, abgerufen am 18. März 2022).
Lage Das Rathaus hat die postalische Adresse Hauptstraße 31 und steht in der Altstadt des Städtchens umgeben von weiteren denkmalgeschützten Gebäuden nur wenige Häuser von der Lambertuskirche und dem Schloss entfernt auf einer Höhe von .Topographische Karten, Bayerisches Vermessungsamt (BayernAtlas). Abgerufen am 29. September 2025.
Baubeschreibung und Geschichte Das Rathaus wurde 1893 als repräsentativer Bau im Stil der Neorenaissance errichtet. Der Architekt war Theodor Eyrich. Es handelt sich um einen dreigeschossigen Walmdachbau, der zur Erbauungszeit eine reich gegliederte Fassade und eine mächtige Portalzone sowie eine hohe Dachlaterne mit Austritt auf dem Dachfirst aufwies. Ferner waren an der Fassade noch Ornamente aus Sandstein vorhanden, die Erker und Fenstergiebel hatten eine Dreiecksform, und das Sockelgeschoss hatte eine Bänderung aus Naturstein.Das Rathaus in Treuchtlingen und die Rekonstruktion der Fassade, www.baufachinformationen.de, Fraunhofer IRB.
1934 wurde das Gebäude zu einem Zweckbau umgebaut, die Uhrturm entfernt und eine Sirene angebautGeschichte der Stadt Treuchtlingen, www.treuchtlingen.de, Stadt Treuchtlingen sowie die meisten Neurenaissance-Elemente beseitigt und das Gebäude um einen Nebenbau auf der Westseite erweitert. Beibehalten wurde der Erkervorbau, die Fensterteilung und die Dachform.
1988 wurde das Rathaus instand gesetzt und durch Wunibald Puchner wieder in die ursprüngliche, aber reduzierte Form umgebaut. Dabei wurde die Bänderung am Sockelgeschoss mit Putzrustika rekonstruiert und Ecklisenen und Balkonaustritt sowie der zentrale Eingang mit einer kupferverkleideten und gravierten, mit Bronzenägeln beschlagenen, zweiflügligen Türe wiederhergestellt. Der ebenfalls wiederhergestellte Uhrturm auf dem Dach trägt einen Spitzhelm und eine Wetterfahne in Form eines Rotfuchses – das Treuchtlinger Wappentiers – sowie vier Zifferblätter und ein sichtbares Glockenspiel für zwölf Melodien.
Der Sitzungssaal stammt aus der Erbauungszeit und weist eine reichverzierte Holzdecke und Türsimse auf.
Literatur
Wunibald Puchner: Schönere Heimat, Bayerischer Landesverein für Heimatpflege, München 1989,
Weblinks
Lage des Rathauses im
Einzelnachweise
Treuchtlingen Kategorie:Baudenkmal in Treuchtlingen Kategorie:Erbaut in den 1890er Jahren Kategorie:Neorenaissancebauwerk in Bayern Kategorie:Bauwerk in Treuchtlingen Kategorie:Bauwerk des Historismus im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen