mini|Turm der Kirche Saatlen mini|Theater St. Gallen mini|Theater St. Gallen, Innenraum mini|Bernhard Theater, Zürich mini|Ingenieurschule, Yverdon-les-Bains mini|Schauspielhaus Hannover

Claude Paillard (* 7. Mai 1923 in Zürich; † 8. Juli 2004 ebenda; heimatberechtigt in Sainte-Croix VD) war ein Schweizer Architekt.Biografische Daten von Claude Paillard in: Werk/Oeuvre, Band 46, Ausgaben 1-6, 1959, Seite lxxi

Leben Nach einem Architekturstudium an der ETH Zürich bei Friedrich Hess, William Dunkel und Hans Hofmann gründete Paillard 1947 mit ehemaligen Studienkollegen das Architekturbüro CJP Cramer+Jaray+Paillard, das er bis 1966 führte. Ab 1981 arbeitete Paillard mit Peter Leemann, der ab 1962 schon bei CJP mitgearbeitet hatte, Robert und Gaby Bass sowie Werner Rafflenbeul zusammen, worauf es 1987 zur Gründung der Paillard, Leemann und Partner AG kam.

Bauten Paillards bekanntester Bau dürfte das in den Jahren 1961–1968 erbaute Theater St. Gallen sein, dessen Gestaltung durch die durchgehend konsequente Verwendung des regelmässigen Sechsecks und somit von 60°-Winkeln geprägt ist. In der Folge erhielt Paillard zahlreiche Einladungen zu Ausschreibungen im In- und Ausland. Seine Theatergebäude fanden in der Öffentlichkeit allerdings ein geteiltes Echo. So wurde das Theater St. Gallen im Wahlkampf als «hässlicher Betonklotz» bezeichnet, und die in den Jahren 1982–1984 erbaute Erweiterung des Opernhauses Zürich mit dem Neubau des Bernhard-Theaters bekam aufgrund des rosa gefärbten Betons in der Bevölkerung den Spitznamen «Fleischkäse».

Als Partner der Architektengemeinschaft Cramer Jaray Paillard 1955–1957: Pavillonschule Chriesiweg in Zürich vor 1957: Siedlungsbauten in Rekingen und Schwamendingen 1958–1962: Kantonsschule, Schüpfheim 1956–1964: Kirche Saatlen, Zürich-Schwamendingen Eigene Bauten 1959–1960: Terrassenhaus in Zü̈rich-Witikon (mit Peter Leemann)Das Werk. Heft 2/1961 (Digitalisat) 1961–1968: Theater St. Gallen 1965: Kirchgemeindehaus in Horgen 1965: genossenschaftliche Wohnüberbauung Grüzefeld in Winterthur um 1965: Kirchgemeindehaus Winterthur-Töss um 1965: Primar- und Oberstufenschulhaus in Mattenbach 1972–1975: Wohnsiedlung Heuried in Zürich-WiedikonInstandsetzung Wohnsiedlung Heuried (Digitalisat) 1975: Ingenieurschule in Yverdon-les-Bains 1982–1984: Erweiterung des Opernhauses Zürich 1992: Schauspiel Hannover 1979–1997: Operation Center, Flughafen Zürich

Auszeichnungen und Preise

1955 Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich für die Pavillonschule Chriesiweg 1965: Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich für Kirche Saatlen, Zürich-Schwamendingen 1981: Architekturpreis Beton für Ingenieurschule, Yverdon-les-Bains

Literatur

Hannes Ineichen (Hrsg.): Claude Paillard. Bauten und Projekte 1946-1997. Niggli-Verlag, Sulgen 2003 sir.: Zum Hinschied des Architekten Claude Paillard. In: Neue Zürcher Zeitung, 12. Juli 2004.

Weblinks Biografie und Nachlass in der ETH Zürich

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Zürich) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 2004 Kategorie:Mann