Édouard Axelrad (* 10. Juni 1918 in Paris; † 2006) war ein französischer Schriftsteller.

Leben und Werk Axelrad wurde von der Gestapo als Widerstandskämpfer verhaftet und ins KZ Auschwitz deportiert. Seine Zeichenkünste fielen einem deutschen Offizier auf und sicherten ihm sein Überleben.

Das Kriegsende 1945 erlebte Axelrad im KZ Sachsenhausen. Seine Erlebnisse dort verarbeitete er in seinem autobiographischen Roman Le Jaune, den er 1988 veröffentlichte.

Nach 1945 diente er als Funktionär in Französisch-Indochina, unter anderem war er Gouverneur der Provinz Cao Bang und Leiter des Büros für Presseangelegenheiten in Saigon. Sein letzter Posten im Staatsdienst war an der Botschaft in Kambodscha. Nach seinem Ausscheiden aus dem Staatsdienst arbeitete er als Chef der Südostasienabteilung der Großbank Paribas in Kuala Lumpur.Christopher E. Goscha: Historical Dictionary of the Indochina War (1945 - 1954). Kopenhagen, 2011, S. 49f

Ehrungen 1985 Prix RTL grand public für seinen Roman Marie Casse-Croûte 1995 Prix Claude-Farrère für seinen Roman Au fil du fleuve

Werke (Auswahl) L'arche ensevelie. Roman. Julliard, Paris 1959. La terre de la gazelle. Roman. Lattès, Paris 1983. Marie Casse-Croûte. Roman. Lattès, Paris 1985, ISBN 2-253-03934-9. Le Jaune. Roman. Lattès, Paris 1988. La cavale irlandaise. Presse de la Cité, Paris 1991, ISBN 2-258-03144-3. Au fil du fleuve. Roman. Presse de la Cité, Paris 1994, ISBN 2-258-03462-0.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Résistancekämpfer Kategorie:Überlebender des Holocaust Kategorie:Häftling im KZ Auschwitz Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Französisch) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Autobiografie Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1918 Kategorie:Gestorben 2006 Kategorie:Mann