mini|hochkant=1.4|Blick über Steyr nach Behamberg Behamberg ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geographie Behamberg umfasst  km² und liegt im Mostviertel. Die Gemeinde liegt wenige Kilometer östlich der Stadt Steyr. Mehr als siebzig Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, sechzehn Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Behamberg besteht aus vier Katastralgemeinden und gleichnamigen Ortschaften (Fläche Stand , Bevölkerung am ):

Badhof (, Ew.) samt Daxberg, Laach, Ritz und Steinbach Penz (inkl. Behamberg Ort, Post und anderen Ortsteilen; , Ew.) samt Anger, Behamberg, Brettbach, Eglschachen, Kindlehen, Post, Raming und Schaumberg Ramingdorf (, Ew.) samt Weixlgarten Wanzenöd (, Ew.) samt Anetzberg, Blindhof, Heuberg, Holz, Knarzhub, Oedt, Pühring und Wachtberg

Nachbargemeinden

Klima

Geschichte In der Antike war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Am Hardeggerfeld gibt es nach Luftaufnahmen aus den 1970er-Jahren und nach Prospektion per Magnetfeldmessung und Bodenradar 2018 anlässlich des Plans einen neuen Fußballplatz zu errichten Hinweise für eine Römersiedlung im Boden.Römische Villa unter neuem Fußballfeld orf.at, 22. April 2018, abgerufen am 22. April 2018.

Der Name Behamberg scheint erstmals um 1082 urkundlich auf. Um 1254 teilt König Ottokar Oberösterreich und Niederösterreich; Behamberg wird zu Oberösterreich gegliedert. Seitdem 1490 der ungarische König Corvinus das Gebiet besetzte, gehört Behamberg zu Niederösterreich, da es in das Besatzungsgebiet von Corvinus eingegliedert wurde. 1577 wird ein Schulmeister in Behamberg durch eine Namensnennung urkundlich dokumentiert.

Das ehemalige Schloss Steinbach ist um 1800 verfallen.

1850 wurde erstmals ein Gemeinderat gewählt. 1868 wurde mit der Eröffnung der Rudolfsbahn ein Bahnhof in Rammingdorf in Betrieb genommen. 1880 wurde der Musikverein Behamberg gegründet, 1902 wurde eine Raiffeisenkasse eröffnet. In den Jahren 1923 und 1924 wurden die Freiwilligen Feuerwehren in Behamberg bzw. Wachtberg gegründet. Im Jahr 1927 wurde Behamberg an das Telefonnetz angeschlossen. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Behamberg ein Arzt, zwei Gastwirte, eine Schneiderin, zwei Schuster, drei Viehhändler, ein Zimmermeister und mehrere Landwirte ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 210 Nach dem Anschluss an das NS-Deutschland wurden die Katastralgemeinden Hinterberg und Münichholz nach Steyr eingemeindet.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Behamberg von der Sowjetarmee als Stützpunkt genutzt. Von 1949 bis 1950 wurde der Ort an das Stromnetz angeschlossen. Von 1973 bis 1975 wurde ein Wasserleitungsnetz von 25 km Länge errichtet. 1988 wurde ein Kanalnetz, 1994 ein Seniorenwohnhaus errichtet. Von 2005 bis 2007 wurde der Ortsplatz in Behamberg umgebaut.

Bevölkerungsentwicklung Bei der starken Zunahme rund um die Jahrtausendwende waren Geburtenbilanz und Wanderungsbilanz positiv. Nach 2001 gab es eine Abwanderung, die aber durch den Geburtenüberschuss ausgeglichen wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Schloss Ramingdorf mini|Pfarrkirche Behamberg

Schloss Ramingdorf Katholische Pfarrkirche Behamberg hl. Martin

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Bahnhof Ramingdorf-Haidershofen Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde gibt es eine Volksschule.Schulensuche auf Schulen online, abgerufen am 4. September 2020

Infrastruktur Eisenbahn: Durch das Gemeindegebiet verläuft ein Ast der Rudolfsbahn und bei Ramingdorf befindet sich die Haltestelle Ramingdorf-Haidershofen mit Schnellbahnverbindungen nach Linz und Steyr. Biomasseheizkraftwerk Steyr an der Grenze zur Stadt Steyr Straßen: Die Haager Straße B 42 verbindet die Gemeinde mit Steyr im Westen und der West Autobahn A 1 im Nordosten.

Vereine In Behamberg gibt es zahlreiche Vereine, darunter: FF Behamberg FF Wachtberg ASV Behamberg-Haidershofen Bauernbund FC Behamberg Perchtenverein Höhnpass Jägerschaft Landjugend Motocrossclub Musikverein Wachtberg Musikverein Behamberg Theatergruppe

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat hat 23 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 6 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 5 SPÖ und 2 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ. (21 Mitglieder) Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 7 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 5 SPÖ und 2 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 6 SPÖ und 3 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 6 FPÖ und 3 SPÖ.

Bürgermeister

bis 2008 Josef Gaßner (ÖVP) 2008–2025 Karl Josef Stegh (ÖVP) seit 2025 Christian Wührleitner (ÖVP)

Wappen 120px|rechts Das Wappen zeigt den doppelschweifigen Löwen des ehemaligen Kronlandes Böhmen auf grünem Dreiberg. Es soll als redendes Wappen einen Bezug zum Ortsnamen herstellen. Die Ortsbezeichnung Behamberg (= Berg der Böhmen) weist in seiner Deutung auf eine slawische Siedlung des 9. bzw. 10. Jahrhunderts hin (Beham/Böhme = Synonym für Slawe), die als Vorläufer der heutigen Siedlung anzusehen ist. Der grüne Dreiberg soll zusätzlich die hügelige Landschaft des Alpenvorlandes, in der das Gemeindegebiet liegt, symbolisieren. Blasonierung: Im roten Wappen mit einem grünen Dreiberg im Schildfuß wächst ein schwarz bewehrter silberner doppelschwänziger goldgekrönter Löwe.

Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde Anton Fuchshuber (1929–2019), Alt-Bürgermeister von Behamberg Hugo (Karl) Springer OSB, Abt von Seitenstetten Theodor (Johann) Springer OSB, Abt von Seitenstetten

Literatur Josef Fuchshuber: Aus der Geschichte und der neuen Zeit von Behamberg. In: Heimatkundliche Beilagen zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Amstetten 13, 142, 1984, S. 1–4. (Artikel online, auf heimatforschung-noe.blogspot.co.at, 2012). Josef Fuchshuber: Behamberg und seine Geschichte 1082–1982. Gemeinde Behamberg, Behamberg 1982.

Weblinks

www.behamberg.gv.at, Homepage der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Ybbstaler Alpen Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Enns Kategorie:Ersterwähnung 1082 Kategorie:Wasserscheide des Einzugsgebiets Enns