mini|250px|Aiolos Aiolos (, deutsch Äolus oder Äol) ist der von Zeus als Herrscher über die verschiedenen Winde eingesetzte Günstling der Götter.Homer, Odyssee 10,2 und 21; Hyginus, Fabulae 125 Zu den Haupt-Winden gehören Boreas (Nordwind), Euros (Ostwind), Notos (Südwind) und Zephyros (Westwind).
Aiolos in der Odyssee Aiolos war ein Sohn des HippotesHomer, Odyssee 10,2; Ovid, Metamorphosen 14,223 und bewohnte mit seiner GattinDiodor 5,7,6: Kyane, die Tochter des Liparos sowie seinen sechs Söhnen und sechs TöchternHomer, Odyssee 10,5f.; Parthenios, Erotika pathemata 2 sagt Odysseus ein Verhältnis mit Polymele nach. als KönigVergil, Aeneis 1,52 die schwimmende Insel Aiolia (). Diese wurde schon in der Antikez. B. Antiochos von Syrakus FGrH 555 F 1; Diodor, Bibliotheca historica 5, 7ff. gerne mit einer der Äolischen Inseln (deren Namen von Aiolos abgeleitet ist) identifiziert. Einige moderne Forscher setzen sie dagegen mit anderen Inseln, u. a. mit Usticau. a. oder MaltaArmin Wolf: Homers Reisen. Auf den Spuren des Odysseus. überarbeitete Neuauflage. Böhlau-Verlag, 2009, ISBN 978-3-412-20407-5, S. 29ff. (Erstauflage 1968) gleich. Aiolos nahm Odysseus und seine Gefährten gastfreundlich auf und bewirtete sie einen Monat. Vor der Heimfahrt gab er Odysseus einen Schlauch aus Rindsleder mit Winden, der verschlossen bleiben sollte. Gleichzeitig ließ er für Odysseus’ Heimfahrt günstige Westwinde wehen. Der Schlauch wurde jedoch von den Gefährten des Odysseus kurz vor Erreichen Ithakas geöffnet. Infolgedessen entwichen alle Winde, und die Schiffe wurden zu Aiolos’ Insel zurückgetrieben. Aiolos, von Odysseus erneut um günstige Winde gebeten, wies ihn als einen den Göttern Verhassten ab.Homer, Odyssee 10,1–76
Rezeption in der Musik In Georg Philipp Telemanns Suite Hamburger Ebb’ und Fluth von 1723 trägt ein Satz den programmatischen Titel Der stürmende Aeolus. Johann Sebastian Bach: Der zufriedengestellte Aeolus (Kantate BWV 205), 1725 César Franck: Les Éolides (Sinfonische Dichtung), 1876 Toshio Hosokawa: Aeolus – Re-Turning III für Harfe und Orchester, 2014
Sonstige Rezeption Der Mount Aeolus und der Gebirgskamm Aeolus Ridge in der Antarktis sind nach ihm benannt.
In Athen steht am Ende der -Straße der „Turm der Winde“.
Literatur
Siehe auch
Äolsharfe
Weblinks
Aiolos im Theoi Project (engl.)
Einzelnachweise
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