300px|mini|Weg am Rand des Naturschutzgebietes Das Os bei Süderbrarup ( bzw. Åsen) ist ein Naturschutzgebiet in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Süderbrarup im Kreis Schleswig-Flensburg. Es ist nahezu vollständig Bestandteil des FFH-Gebietes „Wellspanger-Loiter-Oxbek-System und angrenzende Wälder“.Wellspanger-Loiter-Oxbek-System und angrenzende Wälder, Steckbriefe der Natura-2000-Gebiete, Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 12. März 2020. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Kreis Schleswig-Flensburg.
Das Naturschutzgebiet liegt direkt nördlich von Süderbrarup am Rande des Naturparks Schlei. Es stellt ein in der Weichsel-Kaltzeit entstandenes, etwa 500 Meter langes und bis 9 Meter hohes Os (dänisch: Ås) im Tal der Oxbek und daran angrenzende Niederungsbereiche mit Wasserflächen, Feuchtwiesen, Röhrichten und Bruchwald unter Schutz. Das Os selbst wurde bereits 1926 durch Polizeiverordnung geschützt. Es war mit 1,27 Hektar das kleinste Naturschutzgebiet Schleswig-Holsteins. (PDF; 36 kB), Extratour der Stiftung Naturschutz, 31. August 2009, Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Abgerufen am 21. März 2013. Ein Teil des Os wurde für den Bau eines Bahndamms der 1881 eröffneten Bahnstrecke Kiel–Flensburg, die das Naturschutzgebiet durchquert, abgetragen. Das Naturschutzgebiet grenzt im Norden an die Oxbek.
Der sandige Untergrund des Os ist Standort von Trockenrasen und Heide mit typischer, an nährstoffarme Standorte angepasste Vegetation, darunter z. B. Kartäusernelke, Apfel-Rose, Pressemitteilung, Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein mit der Staatskanzlei, Landesregierung Schleswig-Holstein, 8. September 2003. Wiesen-Flockenblume und Rundblättrige Glockenblume.Naturschutzgebiet „Os bei Süderbrarup“, Schutzgebiete, Naturpark Schlei. Abgerufen am 21. März 2013. Vielfach ist Gehölzaufwuchs zu finden, der durch Entkusselung zurückgedrängt wird. An feuchten Standorten im Niederungsbereich sind z. B. Drahtsegge und Kleiner Baldrian sowie Sumpfdotterblumen und verschiedene Orchideen zu finden. Südlich des Os befindet sich ein von einem Bruchwald umgebener Teich. Die Grünlandbereiche im Naturschutzgebiet werden überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Teilweise werden die Weiden mit Robustrindern und Schafen beweidet., Bunde Wischen e. V., Gemeinde Oeversee, 14. Dezember 2011. Abgerufen am 21. März 2013. Westlich des Bahndamms befindet sich auch eine Ackerfläche.
Durch das Naturschutzgebiet verläuft ein Wirtschaftsweg, der auch als Rad- und Wanderweg genutzt werden kann. Am Rand des Os und an der Oxbek befinden sich Aussichtspunkte. Das Gebiet wird von der Arbeitsgemeinschaft Geobotanik in Schleswig-Holstein und Hamburg betreut.Betreuung geschützter Gebiete in Schleswig-Holstein, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, April 2017 (PDF, 275 kB). Abgerufen am 12. März 2020.
Der Fußweg zum Naturschutzgebiet geht gleich östlich des Bahnübergangs auf dem Heidbergweg in Süderbrarup ab. Man kann auch von der Ruruper Straße zwischen Böel und Norderbrarup aus auf den Wirtschaftsweg gehen, der Zugang ist etwa 100 m westlich der Eisenbahnbrücke im Verlauf der Ruruper Straße. Von dort aus geht man über den Wirtschaftsweg westlich der Bahnstrecke und nutzt dann denselben Bahnübergang am Heidbergweg.
Literatur W. Wolff: Aber einen Os bei Süderbrarup in Schleswig. In: Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft. Band 68/1916, S. 8–14 (Info)
Weblinks
, Faltblatt des Landesamtes für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein (PDF, 502 kB) Eiszeitliche Landschaftselemente – Oser (Wallberge)
Einzelnachweise
Kategorie:Naturschutzgebiet im Kreis Schleswig-Flensburg Kategorie:Süderbrarup Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa Kategorie:Schutzgebietsgründung 2003