Horst Schwab (* 7. August 1935 in Kirchheimbolanden; † 31. Juli 2017 in Kusel) war ein deutscher Maler, Bildhauer und Grafiker.
Leben mini|Das von Horst Schwab entworfene Peter-Altmeier-Denkmal in Koblenz, im April 2011 Horst Schwab studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Kunsterziehung und Germanistik. Er wohnte seit 1966 im Kuseler Stadtteil Diedelkopf und arbeitete bis zu seiner Pensionierung 1995 als Kunsterzieher am Gymnasium in Kusel. Seit 1966 beteiligte er sich im In- und Ausland an verschiedensten Ausstellungen.
Neben seiner Kunst war Schwab im gesellschaftlichen Leben von Kusel engagiert, unter anderem für das Kuseler Jugendhaus und in der evangelischen Kirche. Wie sehr er mit seiner Heimat verbunden war, machte er 2015 in dem Gedichtband Ich unn moi Fraa deutlich. Seine „Fraa“ – das war seine einstige Schülerin Irmela – hatte er 1964 geheiratet. Nach über 50 Jahren in Diedelkopf wurde Schwab am 7. August 2017 auf dem dortigen Friedhof beerdigt. Vorausgegangen war ein Trauergottesdienst in der protestantischen Stadtkirche Kusel. Horst Schwab hinterließ seine Frau, zwei Söhne und drei Enkelkinder.Nachruf in Die Rheinpfalz vom 1. August 2017. Abgerufen am 13. Februar 2026.
Werk
Horst Schwab war in seinem künstlerischen Schaffen ein Wanderer zwischen den Gattungen. Das Charakteristische seiner Kunst ist das Übergreifende seiner Arbeiten.Siehe Michael Seyl: Bildende Kunst im Raum Kusel. Druckerei und Verlag Koch, Kusel 1994, S. 76ff.
Während seines Studiums beschäftigte er sich in erster Linie mit der Malerei. Dabei griff er allerdings bevorzugt bildhauerische Themen auf: blockhafte, plastische Figuren dominierten zunächst seine Bilder. In den 1970er Jahren entfernte er sich nach und nach vom Naturabbild, ohne es ganz zu verlassen. Die menschliche Figur wurde nun zur abstrakten Form und landschaftliche Elemente traten in den Vordergrund. Figur und Landschaft waren seine Themen.
Parallel zur Malerei entstanden immer wieder Grafiken. Dabei interessierten Schwab vor allem die verschiedenen Möglichkeiten, die das Hochdruckverfahren bietet. Hier war ebenso wie bei seinen Plastiken die Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur vorherrschend, wobei er mit verschiedenen Werkstoffen experimentierte und auch fragmentarisch arbeitete.
Kunst im öffentlichen Raum (Auswahl)
1981: Peter-Altmeier-Denkmal in Koblenz 1998: Entwurf des Glasfensters der Evangelischen Kirche, Altenglan
Auszeichnungen
1973: Pfalzpreis für Malerei 1973: Goldmünze der Stadt Kusel 1974: Verdienstmedaille des Landkreises Kusel 1981: 1. Preis Gestaltungswettbewerb Peter-Altmeier-Gedenkstätte, Koblenz 1994: Picasso-Medaille, Kunstpreis der Vereinigung Pfälzer Kunstfreunde 1994: Preis der Vereinigung Pfälzer Kunstfreunde
Einzelausstellungen (Auswahl) 1968: KSK Kusel mit Helmut Wanschap 1972: Galerie Elitzer, Saarbrücken 1974: Naffouj Gallery, Landstuhl 1974: Galerie Röder, Kaiserslautern-Erlenbach 1974: Europäische Akademie Otzenhausen 1974: KSK Kusel 1977: Bildungshaus Maria Rosenberg, Waldfischbach-Burgalben 1979: Bürgerhaus Waldmohr 1982: Alte Schule, Hettenleidelheim 1982: Offiziersheim der Unteroffizier-Krüger-Kaserne, Kusel 1983: Galerie Melnikow, Heidelberg 1984: Galerie am Zwinger, St. Wendel 1985: Galerie im Lädchen, Meisenheim 1986: KVHS Ludwigshafen 1990: Uhlenberg-Galerie, Langwedel 1992: Kleiner Kunstbahnhof, Eschenau 1992: Göcseji Muzeum, Zalaegerszeg (Ungarn) 1994: Burg Lichtenberg, Thallichtenberg (Zum Kunstpreis der VPK) 1995: Kunstverein Neustadt/Weinstraße 1995: Villa Böhm 1995: Kahnweilerhaus, Rockenhausen 1996: Altes Rathaus, Schifferstadt 1998: Galerie Maison Charme, Zweibrücken 1999: Veldenz-Turm, Lauterecken 2000: Altes Rathaus, Dahn 2000: Stadt- und Heimatmuseum Kusel 2000: Evangelische Kirche, Kusel
Literatur
Michael Seyl: Bildende Kunst im Raum Kusel. Druckerei und Verlag Koch, Kusel 1994, S. 76–79. Stadt Kusel und Kunstkreis Kusel e.V. (Hrsg.): Horst Schwab, Kunst-Korrespondenzen. Druckerei und Verlag Koch & Mayer, Kusel 2000. Wolfgang Schütz: Koblenzer Köpfe. Personen der Stadtgeschichte – Namensgeber für Straßen und Plätze. Hrsg. von Bernd Weber. Verlag für Anzeigenblätter Mülheim-Kärlich, 2. Auflage, 2005, S. 494f. Michel Seyl: In memoriam Horst Schwab, In: Westrichkalender Kusel 2018. Druckerei Koch, Kusel 2017, S. 258–264.
Weblinks
Einzelnachweise
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