mini|Pfarrkirche St. Kathrein von Süden mini|Der Altarraum der Kirche Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Kathrein steht in erhöhter Lage am Südrand des Ortes St. Kathrein (ungarisch: Pósaszentkatalin; kroatisch: Katalena) in der Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg (ungarisch: Németlövő-Csejke, kroatisch: Livio-Čjeka) im Bezirk Oberwart im Burgenland. Sie ist der heiligen Katharina gewidmet und gehört zum Dekanat Güssing in der Diözese Eisenstadt. Die Kirche steht unter Denkmalschutz ().

Geschichte Die Pfarre bestand bereits im Mittelalter, war aber zeitweise eine Filialkirche von Szentpéterfa (deutsch: Prostrum), und wurde 1804 neu errichtet. Der heutige Bau wurde 1753 unter Verwendung von älterem Mauerwerk erbaut und 1783 erstmals renoviert. Im Jahr 1796 wurde der Turm errichtet. Im Jahr 1950 wurde der Chor über den Fundamenten des gotischen Chores erweitert. Nach einer Restaurierung und Erweiterung wurde das Gotteshaus 1953 neu geweiht.Dehio Burgenland 1976, St. Kathrein im Burgenland, Kath. Pfarrkirche hl. Katharina, S. 272. Im Jahr 1973 erfolgte abermals eine Renovierung. 1977 und 1978 wurde an der südlichen Seite des Langhauses eine neue Sakristei und ein Aufbahrungsraum angebaut.Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 349–351.

Architektur Kirchenäußeres Die geostete Kirche ist ein einschiffiger, schmuckloser Saalbau mit stark eingezogenem dreijochigem Chor mit 3/8-Schluss. Der Kirchenraum wird nur südseitig über drei Rundbogenfenster belichtet. Über dem Kirchenbau ist ein über dem Chor abgewalmtes Satteldach. Der vorgebaute, zweigeschoßige Westturm beherbergt den Haupteingang und hat einen Spitzhelm. Die Schallfenster schließen im Halbrund.

Kircheninneres Über dem zweijochigen Schiff ist ein flaches Tonnengewölbe mit Stichkappen mit Gurten auf Pilastern. Die zweigeschoßige Empore im Eingangsjoch ist dreiachsig, mit jeweils drei Kreuzgratgewölben unterwölbt und wird von zwei über die Brüstung gehenden Pfeilern getragen, die sowohl im Erd-, als auch im Emporengeschoß durch jeweils drei Rundbögen miteinander verbunden sind. Über den beiden folgenden Schiffsjochen ist ein flaches Tonnengewölbe mit Stichkappen und Guten auf Pilastern. Zwischen Schiff und leicht erhöhter Apsis ist ein breiter Triumphbogen. Über den drei Chorjochen ist ein Tonnengewölbe, über der Apsis ein Kappengewölbe.

Einrichtung Hochaltar, Seitenaltar und Orgelgehäuse sind neugotisch und stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Bild Schutzengel mit Kind wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach einer Skizze von Michelangelo Unterberger geschaffen. Auf der Rückseite befindet sich die heilige Maria, Teil einer ehemaligen Fahne. Der Sakristeischrank stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts. Die Orgel aus 1924 stammt von Gebrüder Hopferwieser in Graz.https://www.martinus.at/institution/5048/orgeln/artikel/article/4876.html

Orgel mini|Orgelprospekt Die Orgel befindet sich auf der Musikempore und wurde 1924 von Konrad Hopferwieser senior gebaut (op. 80). Es handelt sich um eine Pneumatische Kegelladenorgel mit folgender DispositionOrgel der Pfarrkirche St. Kathrein im Burgenland auf der Seite der Diözese Eisenstadt (abgerufen am 14. September 2026):

I Hauptwerk C – f3 Gedeckt 8′ Salicional 8′ Octav 4′ Mixtur II 2 2/3' Subbass 16′ Pedal, C – d', Super M, M/P

Weblinks

Literatur Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Kleinpetersdorf, Filialkirche Christi Himmelfahrt. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt, mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 272. Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 349–351.

Einzelnachweise

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