Wer will mich? – Tiere suchen ein Zuhause war eine von der Tierschützerin Edith Klinger moderierte Tiervergabesendung des österreichischen Rundfunks, die von 1981 bis 1999 in mehr als 800 Folgen ausgestrahlt wurde.
Sendungsgeschichte mini|hochkant|Edith Klinger Beginnend mit 23. Februar 1981 wurde die vorerst nur fünfminütige Sendung Montag bis Freitag um 19:25 Uhr vor der Zeit im Bild auf FS 2 ausgestrahlt. Aufgrund des großen Echos, das die Sendung beim Fernsehpublikum hervorgerufen hatte, wurde diese bald auf 15 Minuten verlängert und auf einen Sendeplatz am späten Samstagnachmittag (nach 17 Uhr, spätestens seit 1983) verlegt.
Klinger präsentierte ihre Sendung im Dirndl, weil zu einem solchen ihrer Überzeugung nach Tiere besser passen würden als zu einer Bluse oder einem Rock.Zitate von Edith Klinger. In: zitate.eu, ohne Datum, abgerufen am 24. Dezember 2020. Als Titelmelodie diente Sergei Prokofjews Peter und der Wolf.
Im Zeitraum von 18 Jahren hat Edith Klinger in mehr als 800 Wer will mich?-Folgen nicht nur ein neues Zuhause für ausgesetzte Haustiere gefunden und den sorgsamen Umgang mit Haustieren gelehrt, sondern auch ORF-Fernsehgeschichte geschrieben:
Natascha Kampusch berichtet in einem Interview mit dem Schweizer Tages-Anzeiger, dass sie als Kind , nachgespielt habe.Adrian Schräder: «Die Normalität hat mich überfordert». In: Tages-Anzeiger, 27. Februar 2013, abgerufen am 24. Dezember 2020 (Artikel hinter Paywall).
Ein bekennender Wer will mich?-Stammseher war auch der österreichische Karikaturist Manfred Deix, der in Peter Hajeks 1987 gedrehtem 45-minütigen TV-Filmporträt Küß die Hand, Österreich – Manfred Deix und seine Bilder ausführlich zu sehen ist, wie er (gemeinsam mit seiner Frau Marietta) gebannt das Schicksal der von ihren Besitzern ausgesetzten Hunde und Katzen verfolgt.
Im Lauf der Jahre wurde der Titel der populären und sehr oft parodierten Fernsehsendung in Österreich zum geflügelten WortBeste Nachricht: Edith Klinger feiert 90. Geburtstag. In: Der Standard/APA, 26. März 2012, abgerufen am 24. Dezember 2020: und für alles gebraucht, was schwer zu vermitteln oder vor die Türe gesetzt worden war: seien es geschiedene Ehemänner, geschasste Manager oder abgehalfterte Politiker.
Mitte Dezember 1999 wurde Wer will mich? nach über 800 Folgen„Tiermutti“ Edith Klinger gestorben. Nachruf. In: wien.ORF.at, 14. März 2013, abgerufen am 24. Dezember 2020. in FS 2 bzw. ORF 2 überraschend als „nicht mehr zeitgemäß“ eingestellt. Die von Maggie Entenfellner moderierte Nachfolgesendung Tierzuliebe erreichte weder den Beliebtheits- noch den Bekanntheitsgrad von Wer will mich? und wurde 2012 eingestellt.
Ähnliches Format in Deutschland Unter dem Titel Tiere suchen ein Zuhause strahlt das WDR Fernsehen seit dem Jahr 1991 ein ähnliches Fernsehformat aus, in deren Mittelpunkt ebenfalls die Vermittlung von Haustieren steht, die in der Sendung zur Vergabe vorgestellt werden.
Literatur Wolfgang Paterno, Christopher Wurmdobler: Bitte, bitte, bitte! In: Rubrik Stadtleben. Wochenzeitung Falter, Ausgabe 19/99, 12. Mai 1999 (Artikel online auf falter.at; Artikelanfang frei lesbar). Edith Klinger: „Ich bin müde“. Interview. In: Rubrik Stadtleben. Wochenzeitung Falter, Ausgabe 19/99, 12. Mai 1999 (Artikel online auf falter.at; Artikelanfang frei lesbar). Marga Swoboda: Nach kurzem Leiden. „Tiermutti“ Edith Klinger mit 90 Jahren gestorben. Nachruf in den Tierecke News. In: Kronen Zeitung, 14. März 2013 (Artikel online auf krone.at).
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