miniatur|Der erste Regimentsinhaber, Graf von Dampierre. Das Arquebusier-Regiment Dampierre war ein Infanterieverband der kaiserlichen Armee. Erster Regimentsinhaber war 1616 der Obristwachtmeister zu Feld über alles Kriegsvolk zu Roß, Heinrich Duval Graf von Dampierre.
Der Versuch niederösterreichischen protestantischen Stände im Jahre 1619 mit der so genannten Sturmpetition von Kaiser Ferdinand II. in der Wiener Hofburg Zugeständnisse zu erreichen konnte von einem, unter dem Arsenal-Commandanten Obrist Gilbert de Saint-Hilaire von Krems per Schiff nach Wien eilenden Detachement unterbunden werden. Es handelte sich dabei um drei Fähnlein des Arquebusier-Regiments Dampierre sowie um eine Abteilung des „Dampierre’schen Reiterregiments“. Am 5. Juni 1619 drangen diese durch das Fischertor in die Residenz ein und brachten die eingeschüchterten Protestanten durch ihre bloße Anwesenheit dazu, das Vorhaben aufzugeben.
Dafür wurden dem Regiment die folgenden PrivilegienDas bezog sich dann nur noch auf das Reiterregiment gewährt:
Formationsgeschichte 1616: Laut Bestallung vom 2. September in Innerösterreich in der Stärke von 3 Fähnlein durch Heinrich Duval Graf Dampierre geworben 1617: laut Patent vom 24. März auf Kosten von Erzherzog Maximilian auf 5 Fähnlein verstärkt 1623: in drei selbständige Fähnlein aufgeteilt (Dampierre, D'Espaigne und Corpes) 1624 wurden die beiden ersteren Fähnlein dem „Regiment Strozzi“ eingegliedert, das Regiment hatte damit, entgegen der Zusage des Kaisers „niemals reduciert oder aufgelöset zu werden“ zu diesem Zeitpunkt zu Bestehen aufgehört.
Regimentsinhaber 1616: der Inhaber Heinrich Duval Graf Dampierre 1620: Obrist Jacob Graf von Dampierre, Freiherr von Mondroville
Regiments-Kommandanten 1616: der Inhaber Heinrich Duval Graf Dampierre 1619: Obristlieutenant Jacob Graf von Dampierre 1620: derselbe als Obrist-Inhaber
Gefechtskalender Friauler Krieg 1616: Das Regiment zeichnete sich in Gefechten bei Lucinise, Gradisca und Rubia aus. Dreißigjähriger Krieg 1618: Kämpfe in Böhmen mit Gefechten vor Neuhaus und Pilgrams 1619: Gefechte bei der Belagerung von Wien durch die Böhmen unter Heinrich Matthias von Thurn und bei Ulrichskirchen 1620: Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg 1621: Kämpfe an der Festung Neuhäusel und bei Gutta 1622: Dislozierung des Regiments in Niederösterreich
Gefallene höhere Offiziere 1620: Der Regimentsinhaber, Obristwachtmeister Dampierre ist beim Handstreich auf die Festung von Preßburg gefallen.
Literatur Alphons Freiherr von Wrede „Geschichte der k.u.k. Wehrmacht III. Band“ Verlag Seidel&Sohn – Wien 1901
Fußnoten
Kategorie:Infanterieverband Kategorie:Regiment der Frühen Neuzeit