Sabaudus (seltener auch Sebaldus, Sebaud) († vor 620) war um 614 (Erz-)Bischof von Trier.

Er hatte einen germanischen HintergrundHans Hubert Anton: Trier im frühen Mittelalter. Paderborn u. a. 1987, S. 138. und stammte möglicherweise aus Burgund. Vermutlich auf Betreiben von Königin BrunichildHans Hubert Anton: Die Trierer Kirche und das nördliche Gallien in spätrömischer und fränkischer Zeit. In: Hartmut Atsma (Hrsg.): La Neustrie. Les pays au nord de la Loire de 650 à 850, colloque historique international. Bd. 2, Sigmaringen 1989, S. 53–73, hier: S. 63 (Digitalisat) wurde er vor 614 Bischof in Trier. Bezeugt ist er durch seine Teilnahme an einer Synode in Paris zur Wiederherstellung der Einheit des Frankenreiches unter Chlothar II. Dabei wird er unter den Metropoliten des Reiches aufgeführt.Johann Friedrich: Kirchengeschichte Deutschlands. 2. Teil, 1. Hälfte Bamberg 1869, S. 194.

Er gilt als Heiliger. Sein Festtag ist der 26. November. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurde er im Verzeichnis der Gesta Treverorum erwähnt. Balduin von Trier nahm ihn um 1345 in seinen Festkalender auf.

Literatur Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 5. Augsburg 1882, S. 228. Digitalisat

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Einzelnachweise

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