mini|Wimbach, Luftaufnahme (2016) mini|Wimbach 2008 mini|hochkant|Schäferstraße Wimbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.
Geographie Wimbach liegt in der Hocheifel, zweieinhalb Kilometer südwestlich der Stadt Adenau sowie einen Kilometer westlich des Nürburgrings. Der Ort weist die Siedlungsform eines Straßendorfs auf, das sich auf einem in nordöstlicher Richtung stark abfallenden Gelände erstreckt. Die Wohnbebauung umfasst Höhenlagen zwischen und . Westlich des Ortes entspringt der für die Ortsgemeinde namensgebende Wimbach, der zum Adenauer Bach hin entwässert. Ein Großteil des Gemeindegebiets liegt im Staatsforst Adenau. Zu Wimbach gehört der Wohnplatz In der Wirft.
Nachbargemeinden sind Honerath und Adenau im Norden, Herschbroich im Westen, Quiddelbach im Südosten sowie Kottenborn und Barweiler im Südwesten.
Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wimbach in einer Urkunde des Grafen Gerhard von Are vom 25. Mai 1216. Dort werden Geld- und Sachleistungen für die Stiftung des Grafen Ulrich an die Adenauer Kirche aufgeführt.
Nachdem man zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahe bei Wimbach Eisenerze aufgespürt hatte, wurde ein Bergwerk eingerichtet, das 1829 seinen Betrieb aufnahm. Nur wenige Jahre später wurde 1837 die Förderung wieder eingestellt.
1863 wurde der obere Teil des Ortes von einem Brand verwüstet. Eine erste Kapelle ist bereits für 1650 nachzuweisen. Die 1826 erstmals erwähnte Schule wurde 1913 erweitert. In der 1964 neu bezogenen Schule wurde nach Auflösung der Dorfschulen eine Förderschule eingerichtet.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Wimbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 211 1835 250 1871 226 1905 249 1939 284 1950 300 Jahr Einwohner 1961 329 1970 369 1987 410 1997 471 2005 452
Politik
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|St. Hubertus mini|hochkant|Pefferschöffskapelle Bauwerke Katholische Filialkirche St. Hubertus, ein neobarocker Saalbau, 1923 bis 1926 erbaut. In der Kirche eine Holzfigur des Jägerheiligen aus der Zeit um 1650. Pefferschöffskapelle, ein Saalbau aus dem Jahr 1810. Ehemalige Schule, ein Putzbau, errichtet 1826 von Ferdinand Nebel, Erweiterung aus Bruchstein von 1908 bis 1910 (Hauptstraße). Ein Fachwerk-Streckhof aus dem 19. Jahrhundert (verputzt) und ein Putzbau aus dem Jahr 1836 (beide Hauptstraße). Mehrere Grab- und Wegekreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert (Hauptstraße). Schwedenkreuz: Am Nürburgring, noch auf dem Gemeindegebiet liegend, das so genannte Schwedenkreuz aus dem Jahr 1638.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Wimbach
Grünflächen und Naherholung Wanderwege in und um Wimbach Bergbaudenkmal und Biotop in Wimbach Hubertushütte – eine Grillhütte mit Panoramablick
Regelmäßige Veranstaltungen Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest wird am Sonntag nach dem 3. November (Hubertus) gefeiert.
Wirtschaft und Infrastruktur Durch die Nähe der Motorrennstrecke Nürburgring bestehen im Ort mehrere Übernachtungsmöglichkeiten für Besucher.
Wimbach verfügt über ein Landgasthaus mit Pension mitten im Ort.
Verkehr Die Gemeinde ist durch die K 18 erschlossen. Das Dorf wird von keiner größeren Durchgangsstraße durchquert, die westlich bzw. östlich gelegenen Bundesstraßen 257 und 258 sind über die Kreisstraßen 18 und 19 erreichbar.
Weblinks
private Website über Wimbach Ortsgemeinde Wimbach bei der Verbandsgemeinde Adenau Seite zur Ortsgemeinde Wimbach
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Ahrweiler Kategorie:Ersterwähnung 1216