Margaret Lazarus (* 22. Januar 1949) ist eine US-amerikanische Filmproduzentin und Regisseurin. Sie produziert hauptsächlich sozialkritische und feministische Dokumentarfilme.
Leben und Wirken
Margaret Lazarus wuchs in Queens als einzige Tochter zweier Lehrer auf. Ihre Eltern waren in der Lehrergewerkschaft aktiv und setzten sich gegen Rassismus ein, bis sie 1968 durch den Brownsville School Strike in einen Interessenkonflikt gerieten. Lazarus entwickelte durch ihr politisch aktives Elternhaus ein Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit. Durch ihre in der Nähe lebenden Großeltern wurde sie an die jüdische Kultur herangeführt.JWA – Women Who Dared – Biography Margaret Lazarus. Jewish Women's Archive. Abgerufen am 18. Februar 2013.
Lazarus besuchte bis 1969 das Vassar College,Alexandra Grabbe: Documentarian Revisits Evils in Advertising. vq.vassar.edu. Abgerufen am 18. Februar 2013. wo sie sich der bildenden Kunst widmete und den B.A. erlangte. Danach studierte sie Kommunikationswissenschaften und Medien an der Boston University. 1972 schloss sie das Studium mit dem Master ab.Can a Film Change the World? COM alum filmmakers on documentaries that make a difference. bu.edu. Abgerufen am 18. Februar 2013. An der Boston University lernte sie ihren zukünftigen Ehemann Renner Wunderlich (* 1947) kennen, mit dem sie zwei Söhne bekam.
Lazarus’ beruflicher Werdegang begann bei einem privaten Bostoner TV-Sender, wo sie zunächst als Rechercheurin, dann als Autorin und schließlich als Produzentin von Public-Affairs-Beiträgen arbeitete. Die kommerzielle Ausrichtung und häufige Unterbrechung des TV-Programms mit Werbespots störte sie jedoch.Braden Hendricks: Oscar-winning Lazarus raises poignant issues. In: The Chronicle 20. März 2008. Abgerufen am 18. Februar 2013. 1974 gründeten sie und Wunderlich in Massachusetts ihre eigene Produktionsgesellschaft Cambridge Documentary Films, ein gemeinnütziges Unternehmen (Non-Profit Corporation). Im gleichen Jahr erschien ihr erster Dokumentarfilm Taking Our Bodies Back, der von der Frauengesundheitsbewegung handelt. Es folgten weitere Dokumentarfilme zu Themengebieten wie Vergewaltigung, häusliche Gewalt, Homophobie und das Bild der Frau in den Medien. Mit diesen Themen betraten sie häufig filmisches Neuland.Ann Jackman: . Ihr Kurzfilm Defending Our Lives (1994) über Frauen, die wegen Mordes an ihrem gewalttätigen Partner in Haft sind, wurde mit einem Oscar ausgezeichnet.Academy Awards Acceptance Speeches aaspeechesdb.oscars.org. Abgerufen am 18. Februar 2013.
Lazarus lebt mit ihrem Mann in Belmont, Massachusetts. Neben ihrer Arbeit als Filmemacherin gibt sie Kurse an amerikanischen Universitäten, beispielsweise an der Tufts University zu dem Thema Producing Films for Social Change.Speakers careers.tufts.edu. Abgerufen am 18. Februar 2013. Sie betätigt sich als Autorin von Zeitschriftenartikeln sowie des Kapitels über Gewalt und Missbrauch in dem feministischen Standardwerk über Frauengesundheit Our Bodies, Ourselves. Sie ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.
Auszeichnungen (Auswahl)
1994: Oscar in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm (Defending Our Lives) 1994: Independent Film Award auf dem New England Film & Video Festival (Defending Our Lives)BirthMarkings newenglandfilm.com. Abgerufen am 18. Februar 2013. 1995: Alumni Award des Boston University College of CommunicationDistinguished Alumni bu.edu. Abgerufen am 11. März 2021. Senior-Stipendium der Tisch School an der Tufts University
Filmografie
1974: Taking Our Bodies Back 1975: Rape Culture 1977: Eugene Debs and the American Movement 1979: Killing Us Softly 1982: Pink Triangles 1982: Calling the Shots 1985: Choosing Children 1986: The Last Empire 1987: Still Killing Us Softly: Advertising's Image of Women 1989: Hazardous Inheritance 1990: Not Just a Job 1991: Life's Work 1991: Advertising Alcohol 1994: Defending Our Lives 1998: Strong at the Broken Places: Turning Trauma to Recovery 1999: Women's Rights, Human Rights 2000: Beyond Killing Us Softly 2003: Rape Is... 2010: BirthMarkings
Weblinks
Biografie im Jewish Women's Archive Informationen über Margaret Lazarus und Renner Wunderlich auf der Website von Cambridge Documentary Films
Einzelnachweise
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