mini|hochkant=1.3|Heddy Maria Wettstein auf der Bühne ihres eigenen Theaters, Zürich 1994, Foto: Monica Boirar Heddy Maria Wettstein (* 4. September 1911 in Wädenswil; † 30. September 2006 in Küsnacht) war eine Schweizer Schauspielerin. Das nach ihr benannte Theater gründete sie 1964 in der Villa Tobler an der Winkelwiese in Zürich.

Leben Ursprünglich absolvierte Heddy Maria Wettstein eine Ausbildung für Gymnastik, Rhythmik und künstlerischen Tanz. Am Wiener Max-Reinhardt-Seminar liess sie sich zur Schauspielerin ausbilden. Die Gründung ihres eigenen Kleintheaters «Theater Heddy Maria Wettstein» an der Zürcher Winkelwiese gilt in der deutschsprachigen Theaterszene als Pionierleistung einer Frau.

Ihren Ruf als Doyenne der Zürcher Theaterszene hat sie vor allem auch mit der Förderung junger Schauspieltalente und junger Schweizer Dramatiker eingetragen. In den 1960er und 1970er Jahren realisierte Wettstein regelmässig Uraufführungen der Stücke von Schweizer Autoren, u. a. Walter Matthias Diggelmann, Jürg Amann, Walter Vogt und Silja Walter.

Der Schwerpunkt ihres Schaffens bildete das Genre des literarischen Kammerspiels. In ihrem Kleintheater mit 40 Plätzen zeigte sie Eigenproduktionen, vorwiegend Sprechtheater ohne festes Ensemble. Bis in hohem Alter war sie auf der Bühne zudem auf Gastspiel-Tourneen zu sehen. SRF, 4. Oktober 2006, abgerufen am 14. Februar 2013.Theaterfrau Heddy Maria Wettstein gestorben. news, 4. Oktober 2006, abgerufen am 14. Februar 2013.

Uraufführungen (Auswahl)

1965: Ein Hauch von Zweifel und Als Zeugin der Verteidigung von Walter Matthias Diggelmann, beide Januar 1965 1968: Der grosse Traum der Dame von Pioch-Badet von Walter Vogt 1969: Verkauft. Szene für Heddy Maria Wettstein von Adolf Muschg, Regie: Reinhart Spörri 1969: Frau Professor Kuhnert von Walter Matthias Diggelmann, Regie: Dietbert Reich, November 1969 1972: Sage und Schreibe. Humoristisch-Kabarettistisch-autobiographischer Beitrag Zur Kulturgeschichte Der Stadt Zürich von Arnold Kübler 1975: Das Fenster, Monodrama von Jürg Amann, Regie: Peter Oehme 1976: Der Turm der Salome von Silja Walter 1989: Die Gräfin Sofja Andrejewna Tolstaja von Donald Freed, Europäische Erstaufführung in der Übersetzung von Peter Jacobi, Inszenierung von Gian Gianotti, Premiere: 14. Januar 1989 1991: Testamente von Alexander Galin

Weitere Aufführungen am Theater (Auswahl) 1985: Vier Einakter von Georges Courteline

Auszeichnungen 2005: Kulturpreis der Gemeinde Küsnacht

Arbeit als Filmschauspielerin 1940: der achti Schwyzer, Oskar Wälterlin 1959: HD Soldat Läppli, Alfred Rasser 1961: Demokrat Läppli, Alfred Rasser 1968: Eugen heisst wohlgeboren, Regie: Rolf Lyssy

Literatur

Theater Heddy Maria Wettstein (Hrsg.): 20 Jahre Theater Heddy Maria Wettstein, ein Theater um eine Frau, Redaktion Hanspeter Schweizer, Zürich 1984 Theater Heddy Maria Wettstein (Hrsg.): Jubiläumsschrift. 40 Jahre Theater Heddy Maria Wettstein, Redaktion: Roger Cahn, Zürich 2002

Weblinks

Heddy Maria Wettstein in Swisscovery, dem schweizerischen Suchportal der wissenschaftlichen Bibliotheken

Beiträge von und mit Heddy Maria Wettstein bei SRF Theater im Alleingang. Theater-Uraufführung "Der grosse Traum der Dame von Pioch-Badet" von Walter Vogt im Zimmertheater Heddy-Maria Wettstein. In: Schweizer Radio und Fernsehen SRF, ANTENNE, 30. Januar 1968. 20 Jahre Theater Heddy Maria Wettstein . In: Schweizer Radio und Fernsehen SRF, Schauplatz, 3. Mai 1984.

Einzelnachweise

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