Partenfeld (oberfränkisch: BaddnfelldE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Thurnau im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Partenfeld liegt in der Gemarkung Hutschdorf.
Geographie Der Weiler liegt am Friesenbach, der etwas weiter östlich als linker Zufluss in den Roten Main mündet, und ist von Acker- und Grünland umgeben. Nördlich von Partenfeld gibt es einen Baum, der als Naturdenkmal ausgezeichnet ist, westlich des Ortes erhebt sich der Lehringsberg (). Die Kreisstraße KU 5 führt am Hammerhaus vorbei nach Lanzenreuth (0,7 km nordöstlich) bzw. an Kemeritz vorbei nach Hutschdorf (2 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rottlersreuth (0,9 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1321 als „Battenveld“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet das Feld des Batto. Mit dem Personennamen Batto wurde wahrscheinlich der Gründer der Siedlung angegeben. Die heutige Form ist 1695 durch einen Satzfehler entstanden.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 121.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Partenfeld aus 4 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft war strittig zwischen Kastenamt Kulmbach und dem Giech’schen Amt Thurnau. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Schafhof, 1 Tropfgütlein) und das Amt Thurnau (1 öder Rittersitz mit Viehhaus und Keller, 2 Söldengütlein).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 627.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Partenfeld 1811 dem Steuerdistrikt Hutschdorf und 1812 der Ruralgemeinde Hutschdorf zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 755f. Am 1. Januar 1972 wurde Partenfeld im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Thurnau eingegliedert.
Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 5: Eingeschossiges Haus, mit drei zu sechs Fenstern; Walmdach, gefaste Fenstergewände. 1751 errichtet (bezeichnet im Türsturz).A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Kulmbach, S. 79. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgebrochen. Ruine, am südlichen Ortsrand: Mauereck aus Hau- und Bruchstein, von einem Steinhaus der Grafen v. Giech (um 1500 errichtet), das ehemals von Weiher und Damm umgeben war. 1966 wurden die letzten Reste der Ruine beseitigt. Partenfeld auf der Website www.thurnau.deBild der Schlossruine
Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 54 46 32 37 33 33 37 42 25 24 18HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 9 6 5 8 5 6 5Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 726.
Religion Partenfeld ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Hutschdorf) gepfarrt.
Literatur
Thomas Münch: Der Markt Thurnau mit seinen Ortsteilen. Geiger, Horb am Neckar 1993, ISBN 3-89264-785-2
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Thurnau Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1321